Entdeckung 7 / 27
Puschel & Flauschis Waldentdeckungen
Die Landkarte auf der Baumrinde
Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Drei Bäume standen dicht nebeneinander: eine Buche mit glatter grauer Rinde, eine helle Birke mit dunklen Strichen und eine Eiche mit tiefen Rinnen. Solche Rinnen heißen Furchen. Puschel hielt die Forscherlupe mit etwas Abstand vor die Eichenrinde.
Puschel„Ich habe eine Schatzkarte gefunden! Diese Rinne führt bestimmt direkt zur Rieseneichel.“
Flauschi strich mit Abstand durch die Luft vor den drei Stämmen. Die Oberflächen sahen so verschieden aus, als hätten die Bäume unterschiedliche Mäntel gewählt.
Flauschi„Das ist die äußere Rinde, die Hülle des Baumstamms. Sie hilft, das Wasser im Baum zu halten und sein Inneres vor kleinen Verletzungen zu schützen.“
Puschel verglich die Muster. Die Buche wirkte fast glatt. An der Birke lösten sich von selbst papierdünne Streifen. Die alte Eiche trug tiefe Leisten und Furchen.
Puschel„Also ist jeder Baummantel anders genäht. Die Eiche hat eindeutig besonders viele Taschen.“
In den Rinnen fanden winzige Tiere geschützte Plätze. Dort konnte auch Moos wachsen. Kleine flache Flecken auf der Rinde waren Flechten. Flauschi erklärte aber, dass man einen Baum nicht allein an der Rinde erkennt. Blätter, Früchte und Knospen helfen ebenfalls. Knospen sind kleine geschlossene Päckchen, aus denen später Blätter oder Blüten wachsen.
Flauschi„Eine gute Baumdetektivin sammelt mehrere Hinweise – nur mit den Augen, niemals mit einem eingeritzten Zeichen.“
Puschel hatte bereits einen Stock wie einen Schatzkartenstift erhoben. Schnell legte er ihn wieder ins Laub und zeichnete die Rindenmuster stattdessen mit der Pfote in die Luft.
Puschel„Die Rieseneichel habe ich nicht gefunden. Aber jetzt erkenne ich drei Baummäntel, ohne einen davon kaputtzumachen.“
Genau hingeschaut
Das haben die beiden entdeckt
Rinde ist die äußere Hülle am Baumstamm – ein bisschen wie ein Mantel. Sie hilft, das Innere des Baumes zu schützen. So verliert der Baum nicht so leicht Wasser und wird nicht so leicht verletzt.
Nicht jeder Baummantel sieht gleich aus. Die Rinde kann glatt sein oder kleine Schuppen und tiefe Rinnen haben. Solche Rinnen heißen Furchen. Auch das Alter des Baumes verändert die Rinde.
In Rissen und Rinnen finden winzige Tiere geschützte Plätze. Dort können auch Moos und Flechten wachsen. Flechten sehen zum Beispiel wie kleine flache Flecken oder Krusten auf der Rinde aus.
Um einen Baum zu erkennen, schauen wir auf mehrere Dinge: Rinde, Blätter, Früchte und Knospen. Knospen sind kleine geschlossene Päckchen, aus denen später Blätter oder Blüten wachsen. Wir schneiden und ziehen keine Rinde ab.
Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.
Quellen für Erwachsene: SDW: Baumarten / tree species · Woodland Trust: Eiche und Tierwelt / oak and wildlife
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