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Entdeckung 6 / 27

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Das Hotel im alten Baumstamm

Puschel hält einen umgestürzten Stamm für leer. Doch Käfergänge, Asseln, Moos und Pilze zeigen: Totholz ist ein lebendiges Waldhotel.

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Puschel und Flauschi beobachten mit der grünen Blattgriff-Lupe Käfer, Asseln, Moos und einen Pilz an einem alten liegenden Baumstamm
In einem abgestorbenen Baumstamm finden kleine Tiere Futter, Schutz und Plätze für ihre Jungen.

Am Rand eines schattigen Waldwegs lag ein alter, moosiger Baumstamm. Puschel blieb davor stehen und lauschte, ohne an die Rinde zu klopfen.

Puschel„Niemand da. Dieses Baumhaus steht eindeutig leer.“

Flauschi zeigte auf ein kleines rundes Loch. Daneben kroch ein glänzender Käfer über die Rinde. Puschel hob sofort die grüne Forscherlupe und entdeckte zwei Asseln im feuchten Moos. Das waren kleine graue Tiere mit vielen kurzen Beinen.

Flauschi„Leer sieht anders aus. Dieser Stamm ist ein richtiges Waldhotel.“

An einer bereits offenen Stelle sahen sie kleine Gänge, die Tiere ins Holz gefressen hatten. Solche Gänge heißen Fraßgänge. Daneben wuchsen ein kleiner Pilz und weiches Moos. Sie hoben keine Rinde an. Das alte Holz war stellenweise weich und bröselig. Hier wurde gefressen und gebaut.

Puschel„Dann brauche ich eine Zimmerliste: Käfer links, Asseln im Moos und Pilz mit Aussicht!“

Flauschi erklärte, dass abgestorbenes Holz Totholz heißt. Pilze, kleine Tiere und winzige Lebewesen namens Bakterien machen es langsam weicher und zerlegen es in kleine Teile. Das heißt zersetzen. Dabei kommen nützliche Stoffe in den Boden zurück, die Pflanzen zum Wachsen brauchen.

Flauschi„Darum ist ein umgestürzter Stamm nicht nutzlos. Er bleibt noch lange ein wichtiger Teil des Waldes.“

Puschel wollte unter dem Stamm nach weiteren Gästen sehen. Doch darunter könnten Tiere wohnen. Also ließ er ihn liegen, wo er war, und betrachtete nur die sichtbaren Spuren.

Puschel„Das Waldhotel hat keine Klingel und keine Betten – aber eindeutig sehr viele Bewohner.“

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • Ein abgestorbener Ast oder Baumstamm wächst nicht mehr weiter. Solches Holz heißt Totholz. Es kann noch stehen oder schon auf dem Boden liegen.

  • Für viele Käfer und andere kleine Tiere ist Totholz trotzdem voller Leben. Dort finden sie Futter und Verstecke. Manche legen ihre Eier dort ab. Wenn die Jungen schlüpfen, ist das Holz ihre Kinderstube.

  • Pilze, winzige Lebewesen namens Bakterien und kleine Tiere machen das Holz nach und nach weicher und zerlegen es in kleinere Teile. Das heißt zersetzen. Dabei gelangen Stoffe in den Boden zurück, die Pflanzen zum Wachsen brauchen.

  • Wir drehen alte Stämme nicht um und brechen nichts ab. Die Rinde ist die äußere Hülle eines Baumes. Unter ihr, unter Moos und unter Holz können kleine Tiere wohnen.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: WSL / waldwissen.net: Totholz / deadwood

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