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Entdeckung 8 / 27

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Warum raschelt der Wald?

Blätter flüstern, eine Waldmaus huscht und ein Specht trommelt. Puschel und Flauschi lösen ein Geräuschrätsel, indem sie für einen Moment ganz still werden.

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Puschel hält lauschend beide Pfoten an die Ohren, während Flauschi auf einen Buntspecht am Baum zeigt; im Laub ist eine Waldmaus zu sehen, und die grüne Forscherlupe liegt auf einem Baumstumpf.
Wind und Tiere machen verschiedene Geräusche im Wald. Wenn wir ruhig zuhören, können wir sie besser unterscheiden.

An einem hellen Nachmittag blieb Puschel mitten auf dem Weg stehen. Über ihm rauschten Blätter. Rechts raschelte es im Laub. Von einem Baum kam ein schnelles Tack-tack-tack.

Puschel„Der Wald spricht gleichzeitig in drei Sprachen! Ich verstehe kein einziges Wort.“

Flauschi legte eine Pfote an ihr Ohr. Puschel stellte die Forscherlupe auf einen Baumstumpf und hielt beide Pfoten wie große Lauscher an seine Ohren.

Flauschi„Dann lösen wir das Rätsel nicht mit den Augen, sondern mit einer stillen Minute.“

Zuerst kam ein sanftes Schschsch aus den Baumkronen. Der Wind bewegte die Blätter, sodass sie aneinander rieben. Gleich darauf huschte eine Waldmaus durch das trockene Laub.

Puschel„Ein Blätterflüstern und vier winzige Raschelpfoten. Zwei Sprachen habe ich schon verstanden!“

Das schnelle Trommeln kam von einem Buntspecht. Er klopfte mit dem Schnabel schnell hintereinander auf einen Ast, auf dem das Klopfen besonders gut zu hören war. So schickte er anderen Spechten eine Nachricht: „Hier bin ich!“ Er konnte damit auch zeigen, welches Waldstück er für sich beanspruchte. Dieses Gebiet heißt Revier.

Flauschi„Eine Nachricht, die man hört, nennt man auch Signal. Sucht der Specht Futter im Holz, hackt er anders. Die Schläge folgen dann oft nicht so gleichmäßig aufeinander.“

Puschel wollte begeistert zurücktrommeln. Doch dann hätte er die leisen Geräusche überdeckt. Also wippte er nur lautlos mit dem Schweif im Takt.

Puschel„Der Wald hat gar nicht durcheinander gesprochen. Ich war bloß noch nicht still genug zum Zuhören.“

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • Der Wind bewegt Blätter und Zweige. Wenn Blätter aneinander reiben, hören wir ein Rauschen oder Rascheln.

  • Mäuse, Käfer und andere kleine Tiere laufen durch trockene Blätter am Boden. Die Blätter rascheln dabei. Ein winziges Tier kann so ein überraschend lautes Geräusch machen.

  • Ein Specht kann mit seinem Schnabel sehr schnell auf Holz klopfen. Das heißt trommeln. Es ist eine hörbare Nachricht, also ein Signal, an andere Spechte: „Hier bin ich!“ Beim Suchen nach Futter hackt er anders auf das Holz.

  • Wir bleiben ruhig stehen und lauschen erst in die eine, dann in die andere Richtung. So hören wir besser, woher ein Geräusch kommt. Wir rennen keinem Tier hinterher.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: NABU: Buntspecht / great spotted woodpecker

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