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Entdeckung 4 / 27

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Das geheime Pilznetz

Am Rand des Waldbodens entdeckt Puschel feine helle Fäden. Flauschi zeigt ihm, wie Pilze und Baumwurzeln einander helfen.

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Puschel betrachtet mit der grünen Blattgriff-Lupe feine helle Pilzfäden zwischen Baumwurzeln, während Flauschi auf das verborgene Netz im Waldboden zeigt
Von vielen Pilzen sehen wir nur einen kleinen Teil. Ihre feinen Fäden bleiben im Boden oder Holz versteckt.

Nach einem warmen Regenschauer duftete der Wuselwald nach feuchter Erde. An einer von Natur aus offenen Bodenkante neben einer alten Baumwurzel entdeckte Puschel zwischen Moos und Laub hauchdünne helle Fäden. Die beiden gruben nicht und schoben nichts beiseite.

Puschel„Eine geheime Waldpost! Bestimmt werden hier Nachrichten von Wurzel zu Wurzel geschickt.“

Flauschi kniete sich neben ihn. Puschel hielt die grüne Forscherlupe dicht über den Boden, ohne die Fäden zu berühren. Sie verliefen zwischen Erdkrümeln und feinen Wurzeln und verschwanden unter dem Moos.

Flauschi„Das ist keine Postleitung. Es ist wahrscheinlich ein Netz aus Pilzfäden. Viele Pilze bestehen zum großen Teil aus solchen feinen Fäden. Ein einzelner Faden heißt Hyphe.“

Puschel schaute zu den kleinen Pilzhüten am Rand. Flauschi erklärte, dass die sichtbaren Hüte nur ein Teil des Pilzes sind. Viel mehr davon kann verborgen im Boden oder in Holz wachsen.

Puschel„Dann sind die Pilzhüte nur die Nasenspitzen eines riesigen Untergrundwuslers!“

Flauschi erklärte, dass manche Pilze und Pflanzenwurzeln einander helfen. Die Pilzfäden holen Wasser und Mineralstoffe aus der Erde. Mineralstoffe sind kleine Stoffe, die die Pflanze zum Wachsen braucht. Dafür gibt die Pflanze dem Pilz Zucker, den sie mit Hilfe von Sonnenlicht gemacht hat. Diese Zusammenarbeit heißt Mykorrhiza.

Flauschi„Sie helfen einander, ohne Pfoten zu schütteln. Das ist eine echte Waldpartnerschaft.“

Puschel wollte dem geheimen Netz ein Willkommensschild bauen. Dann bemerkte er, dass ein Schild die feinen Fäden zerdrücken könnte. Also ließen beide Boden, Moos und Blätter genau so liegen, wie sie waren.

Puschel„Heute bleibt die Waldpost unbeschriftet. Aber ich weiß jetzt: Unter unseren Pfoten ist viel mehr los, als man sieht.“

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • Viele Pilze bestehen aus ganz dünnen Fäden. Ein einzelner Faden heißt Hyphe. Viele Fäden zusammen bilden ein Netz. Dieses Pilznetz heißt Myzel.

  • Der Pilzhut, den wir sehen, ist nur ein Teil des Pilzes. Dieser sichtbare Teil heißt Fruchtkörper. Dort entstehen winzige Teilchen, aus denen neue Pilze wachsen können. Diese Teilchen heißen Sporen. Viel vom Pilz bleibt als Fäden im Boden oder Holz versteckt.

  • Manche Pilze und Pflanzenwurzeln helfen einander: Die Pilzfäden holen Wasser und kleine Stoffe aus der Erde, die die Pflanze zum Wachsen braucht. Diese Stoffe heißen Mineralstoffe. Die Pflanze gibt dem Pilz Zucker. Diese Zusammenarbeit heißt Mykorrhiza.

  • Pilze im Wald niemals probieren oder essen. Manche sind giftig und können krank machen. Lasst Boden und Pilzfäden liegen, wie sie sind. Unsere Bilder und Geschichten zeigen nicht sicher, welche Pilze essbar sind.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: WSL / waldwissen.net: Mykorrhiza · WSL: Baumschwämme – Pilzfäden und Sporen

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