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Entdeckung 5 / 27

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Wer hat die Eichel versteckt?

Eine halb vergrabene Eichel, ein winziger Eichentrieb und ein Eichelhäher mit vollem Schnabel führen Puschel und Flauschi zu einem schlauen Wintervorrat.

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Puschel untersucht mit der grünen Blattgriff-Lupe eine halb vergrabene Eichel und eine kleine junge Eiche, während Flauschi auf einen Eichelhäher mit einer Eichel zeigt
Manche versteckten Eicheln werden nicht wiedergefunden und können zu neuen Eichen heranwachsen.

Unter einer großen Eiche leuchtete etwas Braunes aus dem weichen Boden. Zwischen den Blättern war eine halb vergrabene Eichel zu sehen. Puschel hielt seine Forscherlupe darüber, ohne das Versteck zu verändern.

Puschel„Die kenne ich! Die habe ich bestimmt selbst versteckt. Vermutlich gestern. Oder im letzten Herbst. Oder vor dem Frühstück.“

Flauschi zeigte auf ein winziges grünes Pflänzchen gleich daneben. Aus einer zweiten Eichel wuchs bereits eine junge Eiche. Da flatterte ein Eichelhäher auf einen Ast. Dieser Vogel hielt noch eine Eichel im Schnabel.

Flauschi„Vielleicht gehört das Versteck gar nicht dir. Eichelhäher sammeln im Herbst viele Eicheln. Sie verstecken das Futter für später an verschiedenen Stellen. Das nennt man einen Vorrat.“

Der Vogel hüpfte auf den Boden, prüfte kurz das Laub und flog mit seiner Eichel weiter. Puschel sah ihm mit offenem Mund nach.

Puschel„Er hat eine fliegende Speisekammer! Wie merkt er sich bloß all die Plätze?“

Viele Verstecke werden später wiedergefunden. Manche Eichel bleibt jedoch liegen. Wenn der Platz passt und genug Wasser da ist, beginnt der Samen darin zu wachsen. Zuerst kommen eine kleine Wurzel und ein Trieb heraus. Das heißt keimen. Später kann daraus eine junge Eiche werden.

Flauschi„So kann aus einem vergessenen Vorrat ein neuer Baum entstehen. Der Eichelhäher hilft dem Wald, ohne ihn einzupflanzen.“

Puschel zog seine Pfote zurück. Er hatte die halb vergrabene Eichel schon als zweiten Frühstücksgang betrachtet. Doch dieser Vorrat gehörte den Waldtieren. Er ließ Eichel und Laub unberührt liegen.

Puschel„Falls hier eine Eiche wächst, nenne ich sie Vorratsbaum. Und diesmal merke ich mir den Platz ganz bestimmt.“

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • Eine Eichel ist eine Frucht der Eiche. Früchte müssen nicht weich und süß sein: Diese hat eine harte Schale. Darin liegt gewöhnlich ein Samen. Aus ihm kann eine neue Eiche wachsen.

  • Eichelhäher sind Vögel. Im Herbst sammeln sie viele Eicheln und verstecken sie im Boden. So haben sie später noch Futter. Solches Futter für später nennt man einen Vorrat.

  • Manche versteckte Eichel bleibt liegen. Wenn sie genug Wasser bekommt und der Platz passt, kann der Samen eine kleine Wurzel und einen Trieb bilden. So beginnt ein neues Pflänzchen zu wachsen. Das heißt keimen.

  • Auch Eichhörnchen verstecken Futter für später. Wir lassen ihre Verstecke in Ruhe. Kleine grüne Pflänzchen neben einer Eichel bleiben ebenfalls unberührt.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: NABU: Eichelhäher / Eurasian jay · Woodland Trust: Eiche und Tierwelt / oak and wildlife

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