Puschels Pannen · 52
Puschel und das perfekte Foto

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi
Im Wuselgeschäft blieb Puschel plötzlich stehen. Zwischen den Regalen stand ein kleiner Fotoautomat aus warmem Holz. Oben prangte ein Kamerasymbol, und hinter einem roten Vorhang wartete eine gemütliche Sitzbank.
Puschel„Flauschi! Da können wir ein Foto von uns machen!“
Flauschi schob den Vorhang zur Seite.
Flauschi„Sogar vier. Schau, hier steht es.“
Puschel war schon hineingehuscht.
Puschel„Dann müssen wir viermal besonders schön aussehen.“
Sie setzten sich nebeneinander auf die petrolfarbene Bank. Flauschi drückte den Startknopf und rückte wieder neben ihn.

Auf dem Bildschirm erschien eine Drei. Puschel richtete sich auf. Eine Zwei. Er legte die Pfoten ordentlich auf die Knie und zog die Schultern hoch. Eine Eins. Jetzt presste er die Lippen zu einem so breiten Lächeln zusammen, dass seine Wangen ganz rund wurden.
Flauschi betrachtete ihn von der Seite.
Flauschi„Du darfst dabei ruhig atmen.“
Puschel holte überrascht Luft. Blitz! Seine Augen waren kugelrund, sein Mund stand offen.
Puschel„Moment! Ich war noch gar nicht fertig mit schön aussehen!“
Schon erschien die nächste Drei. Puschel beugte sich vor und betrachtete das kleine Kamerafenster.

Puschel„Woher weiß der denn, wann ich bereit bin?“
Er rückte noch ein Stück näher.
Puschel„Hallo?“
Blitz! Flauschi schlug eine Pfote vor den Mund.
Flauschi„Jetzt kennt er deine Nase jedenfalls sehr gut.“
Puschel blinzelte.
Puschel„Hat er schon wieder eins gemacht?“
Flauschi nickte und legte ihm liebevoll eine Pfote auf die Schulter.
Flauschi„Komm wieder her. Der macht die vier Fotos hintereinander.“
Hastig rutschte Puschel zurück. Dabei geriet die Spitze seines buschigen Schweifs unter seinen Po. Er zuckte hoch.
Puschel„Huch!“
Blitz! Seine Füße schwebten einen winzigen Moment über dem Polster. Flauschi konnte ihr Kichern nicht mehr zurückhalten.

Puschel„Der hat meinen Hüpfer fotografiert!“
Flauschi„Und meinen Lachanfall.“
Puschel landete wieder auf der Bank und zog seinen Schweif sorgfältig neben sich. Er schaute Flauschi an. Ihre Augen funkelten, und ihre Schultern wackelten noch immer ein bisschen. Da musste er selbst grinsen.
Auf dem Bildschirm erschien die letzte Drei. Flauschi rückte dicht an ihn heran.
Flauschi„Das letzte machen wir einfach zusammen.“
Eine Zwei. Puschel lehnte seinen Kopf an ihren. Eine Eins.
Puschel„Ist meine Nase diesmal ganz drauf?“
Nun mussten beide lachen. Blitz!
Kurz darauf surrte es im Automaten. Puschel sprang von der Bank, schob den Vorhang zur Seite und wartete vor dem Ausgabeschlitz. Langsam erschien ein weißer Papierstreifen. Vorsichtig nahm er ihn heraus.

Flauschi stellte sich neben ihn. Gemeinsam betrachteten sie die vier Bilder. Auf dem ersten saß Puschel mit offenem Mund da, als hätte ihm gerade jemand eine sehr überraschende Frage gestellt. Auf dem zweiten war seine Nase riesengroß. Flauschi schaute dahinter hervor. Auf dem dritten hüpfte er über der Bank, während Flauschi sich vor Lachen die Pfote an den Mund hielt. Und auf dem letzten lehnten beide aneinander und lachten.
Puschel betrachtete den Streifen noch einmal von oben bis unten.
Puschel„Ich habe wirklich viermal anders schön ausgesehen.“
Flauschi kicherte.
Flauschi„Das letzte mag ich am liebsten.“
Puschel nickte. Dann tippte er vorsichtig neben das Bild mit seiner großen Nase.
Puschel„Das mit der Nase schenken wir Teddy.“
Flauschi„Warum gerade das?“
Puschel„So sieht er mich doch jeden Abend beim Gute-Nacht-Kuss.“
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