Puschels Pannen · 53

Puschel sucht das Fettnäpfchen

Puschel prüft im bekannten Wohnzimmer seine saubere Fußsohle, während Flauschi im Sessel zuschaut.
Bis jetzt ist noch alles trocken.

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi

Flauschi saß gemütlich im Wohnzimmer, als Puschel hereinkam. Er setzte eine Pfote vor die andere und betrachtete dabei sehr aufmerksam den Boden.

Flauschi„Was machst du denn da?“
Puschel„Nicht bewegen! Hier könnte irgendwo ein Näpfchen stehen.“

Flauschi schaute neben ihren Sessel.

Flauschi„Was für ein Näpfchen?“
Puschel„Ein Fettnäpfchen. Ich habe gehört, dass man da ganz leicht reintritt.“

Er hob einen Fuß und untersuchte seine Sohle.

Puschel„Bis jetzt ist noch alles trocken.“
Puschel sucht auf dem Küchenboden unter dem kleinen Tisch mit zwei Stühlen.
Nicht einmal unter dem Küchentisch steht ein Fettnäpfchen.

Flauschi wollte gerade nachfragen, doch Puschel war schon zur Küche gewuselt. Dort schaute er unter den Tisch und neben den Kühlschrank.

Puschel„Wenn hier jemand Fett in ein Näpfchen gefüllt hat, hätte er wenigstens einen Deckel draufmachen können.“
Puschel schaut hinter den geschlossenen linken Wäschekorb; die Badewanne bleibt hinten links am ursprünglichen Masterplatz.
Vielleicht hat es jemand ausgespült?

Nichts. Kein Näpfchen. Auch im Badezimmer wurde Puschel nicht fündig. Er spähte hinter den geschlossenen Wäschekorb und beugte sich dann über den Rand der eingelassenen Badewanne.

Puschel„Vielleicht hat es jemand ausgespült.“

Da kam Flauschi herein. Als sie Puschel suchen sah, verstand sie plötzlich, was ihn so beschäftigte. Sie stellte sich neben ihn.

Flauschi„Puschel, du musst kein Näpfchen suchen. Das sagt man nur so.“

Puschel richtete sich auf.

Puschel„Aber wie tritt man denn hinein, wenn gar keins da ist?“
Flauschi„Damit meint man, dass man aus Versehen etwas Unpassendes sagt und jemanden damit verletzt oder in Verlegenheit bringt.“
Flauschi erklärt Puschel die Redewendung im Badezimmer, Puschel schaut nachdenklich auf seine Füße.
Mit dem Mund?

Puschel schaute auf seine Füße.

Puschel„Mit dem Mund?“
Flauschi„Ja.“

Puschel dachte einen Augenblick nach.

Puschel„Dann habe ich die ganze Zeit mit den falschen Pfoten gesucht.“

Jetzt kicherte Flauschi. Sie gingen zurück ins Wohnzimmer und setzten sich nebeneinander aufs Sofa.

Flauschi„Stell dir vor, ich backe einen Kuchen und du sagst sofort, er sieht aus wie ein alter Schwamm.“
Puschel„Auch wenn er ein bisschen so aussieht?“
Flauschi„Dann wäre ich vielleicht traurig. Ich habe mir ja Mühe gegeben.“

Puschel wurde still.

Puschel„Oh. Und was macht man dann?“
Flauschi„Sich entschuldigen. Und beim nächsten Mal erst nachdenken, dann reden.“

Puschel nickte langsam.

Puschel„Also muss niemand den Boden wischen?“
Flauschi„Nein.“
Puschel„Und meine Füße sind auch nicht fettig?“
Flauschi„Kein bisschen.“
Puschel denkt auf dem schwarzen Sofa nach, Flauschi schaut ihn liebevoll und schmunzelnd an.
Ich denke noch. Diesmal vorher.

Erleichtert lehnte sich Puschel zurück. Eine Weile saßen beide still da. Dann betrachtete Puschel Flauschis leicht zerzauste Stirnlocke.

Puschel„Deine Haare sehen heute aus wie ein—“

Er hielt inne.

Flauschi„Wie ein was?“
Puschel„Ich denke noch. Diesmal vorher.“

Flauschi kicherte und strich sich die Stirnlocke glatt.

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