Gemeinsam entdecken · Kurzer Einstieg und mehr zum Nachlesen

Warum ist Merkur tagsüber heiß und nachts kalt?

Der kleinste Planet kreist nah an der Sonne. Seine dünne Gashülle macht einen großen Unterschied.

Kurz erklärt

Merkur hat fast keine schützende Lufthülle. Auf seiner Tagseite heizt die Sonne den Boden stark auf; auf der langen Nachtseite geht Wärme wieder verloren. Wärme wird dort kaum durch Luft verteilt oder festgehalten.

Puschel und Flauschi im Museum. Merkurmodell: Sonnenlicht trifft ein, Wärme geht nach außen.
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Puschel und Flauschi im Museum. Merkurmodell: Sonnenlicht trifft ein, Wärme geht nach außen. Vereinfachtes, unbelebtes Museumsmodell; Pfeile und Farben helfen beim Erklären. Mit KI gestaltete Illustration; keine Naturaufnahme.

In drei Bildern erklärt

  1. 1 Sonnenlicht hinein

    Sonnenlicht hineinSonnenlicht heizt Merkurs Tagseite auf.

    Sonnenlicht heizt Merkurs Tagseite auf.

  2. 2 Wärme hinaus

    Wärme hinausDer Boden gibt Wärme nach außen ab.

    Der Boden gibt Wärme nach außen ab.

  3. 3 Kaum Gashülle

    Kaum GashülleMerkur hat kaum eine Gashülle. Nachts kühlt der Boden stark ab.

    Merkur hat kaum eine Gashülle. Nachts kühlt der Boden stark ab.

Mehr zum Bild

Merkur besitzt nur eine äußerst dünne Teilchenhülle, keine dichte Atmosphäre. Licht wärmt die Tagseite; nachts verliert die Oberfläche Wärme. Möglich sind etwa 430 °C am Tag und −180 °C im Dunkeln, nicht überall gleichzeitig.

Eine erfundene Wuselszene

Puschel und Flauschi entdecken

Puschel legt Merkur auf seiner Karte dicht an die Sonne und malt nur Hitzezeichen. Flauschi dreht die Planetenkugel zur Nachtseite. Gemeinsam ergänzen sie eine zweite Karte für die lange Nacht und die kaum vorhandene Luft.

Nun erklärt ihre Zeichnung zwei sehr verschiedene Seiten.

Schau genau hin

Vergleiche das Museumsmodell mit den drei Bildschritten. Der Boden gibt Wärme nach außen ab.

Ein Beispiel zum Verstehen

Zeichne zwei getrennte Symbole: einen Kreis mit Pfeil um sich selbst für die Drehung und einen Kreis auf einem Weg um die Sonne für den Umlauf. Die beiden Bewegungen haben unterschiedliche Zeiten. Das Papier ist ein Denkmodell und erzeugt nicht die Hitze eines Planeten. Für Merkur kannst du 59 bei die Drehung und 88 bei den Umlauf schreiben;176 gehört zum ganzen Sonnenaufgangs-Zyklus.

Erkläre es selbst

Warum unterscheiden sich Merkurs Tag- und Nachttemperaturen so stark?

Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.

  • a)Eine dichte Wolkendecke gleicht Tag und Nacht aus.
  • b)Fast keine Luft verteilt und hält die Wärme.
  • c)Merkur speichert auf der Nachtseite besonders viel Sonnenwärme.
Erklärung zeigen

Richtig ist b): Fast keine Luft verteilt und hält die Wärme.

Merkur hat fast keine schützende Lufthülle. Auf seiner Tagseite heizt die Sonne den Boden stark auf; auf der langen Nachtseite geht Wärme wieder verloren. Wärme wird dort kaum durch Luft verteilt oder festgehalten.

Wörterhilfe
Atmosphäre
Die Gashülle um einen Himmelskörper, bei der Erde die Luft über uns.
Genauer entdecken

Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.

1. Ein kleiner Gesteinsplanet

Merkur ist der sonnennächste und kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems. Er besitzt eine feste felsige Oberfläche mit vielen Einschlagskratern. Ein Krater ist hier eine Vertiefung, die durch den Aufprall eines Himmelskörpers entstanden ist. Seine Oberfläche erinnert deshalb an den Mond. Doch Merkur ist ein Planet um die Sonne, nicht ein Mond der Erde.

Dazu geprüft: [1], [2]

2. Kaum eine schützende Gashülle

Eine Atmosphäre ist die Gashülle um einen Himmelskörper. Merkur hat keine dichte Atmosphäre wie die Erde. Um ihn liegt nur eine äußerst dünne Hülle einzelner Teilchen, die Exosphäre. Auf der sonnenbeschienenen Oberfläche kann es ungefähr 430 Grad Celsius heiß werden; im Dunkeln bis ungefähr minus 180 Grad kalt. Das sind mögliche Oberflächentemperaturen, kein überall gleicher Wetterbericht. Die dünne Gashülle hält Wärme nachts kaum zurück.

Dazu geprüft: [1]

3. Drehen und Umlaufen sind verschieden

Für einen Umlauf um die Sonne braucht Merkur ungefähr 88 Erdtage. Das ist sein Jahr. Eine Drehung gegenüber den fernen Sternen dauert etwa 59 Erdtage. Aber von einem Sonnenaufgang bis zum nächsten vergehen ungefähr 176 Erdtage. Während er sich dreht, bewegt er sich nämlich auch um die Sonne. Darum sind „eine Drehung“ und „ein Tag von Sonnenaufgang zu Sonnenaufgang“ nicht dasselbe. Noch erstaunlicher: Weil Merkur auf seiner länglichen Bahn unterschiedlich schnell unterwegs ist, kann die Sonne von manchen Stellen aus kurz aufgehen, wieder untergehen und erneut aufgehen. Die 176 Tage meinen deshalb den vollständigen Sonnenzyklus, nicht jeden einzelnen lokalen kurzen Sonnenaufgang.

Dazu geprüft: [1], [2]

4. Nähe allein erklärt nicht die größte Hitze

Obwohl Merkur näher an der Sonne ist, hat die Venus die heißere Oberfläche. Ihre viel dichtere Atmosphäre hält Wärme stark zurück. Man muss also außer dem Abstand auch die Gashülle betrachten. Merkur besitzt keinen eigenen Mond und keine Ringe. Raumsonden haben seine Oberfläche vermessen; unser Modell ist dagegen nur ein vereinfachter Überblick.

Dazu geprüft: [1], [2]

Eine freiwillige Frage zur Vertiefung

Du darfst in der längeren Erklärung darüber nachlesen. Das ist eine Zusatzaufgabe für Interessierte.

Eine Zusatzfrage

Warum wäre „Merkur dreht sich in 59 Tagen, also geht dort alle 59 Tage die Sonne auf“ falsch?

Antwort entdecken

Weil Merkur während der Drehung zugleich um die Sonne läuft. Eine Drehung gegenüber den Sternen dauert etwa 59 Erdtage, ein vollständiger Sonnenaufgangs-Zyklus aber ungefähr 176.

Bilder und Quellen für Erwachsene

Quellen zum Nachlesen

Sachinformationen am 12. Oktober 2026 mit den folgenden Fachquellen abgeglichen. Die Wusel-Szene ist erfunden; Vergleiche und vereinfachte Modelle werden ausdrücklich erklärt. Quellen auf Englisch.

  1. NASA: Mercury facts
  2. NASA Space Place: All about Mercury

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