Entdeckung 21 / 27
Puschel & Flauschis Waldentdeckungen
Puschel und Flauschi bauen einen Schneewusel
Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi · mit Ton
An einem hellen Wintertag lag Schnee auf der Wiese am Waldrand. Puschel und Flauschi hatten eine freie, ebene Stelle ausgesucht. Der Weg blieb frei, und die kleinen Büsche behielten ihre weiße Decke. Puschel nahm etwas Schnee zwischen die Pfoten und drückte ihn zusammen. Eine kleine Kugel blieb liegen.
Puschel„Flauschi! Heute können wir einen Schneemann bauen. Einen mit richtig großen Wuselohren!“
Flauschi„Dann wird es ein Schneewusel. Probieren wir zuerst, ob der Schnee gut zusammenhält.“
Flauschi formte ebenfalls eine kleine Kugel. Sie blieb ganz. Der Schnee war etwas feucht und ließ sich zusammendrücken. An einem anderen kalten Tag war er ihnen wie weißes Pulver durch die Pfoten gerieselt. Heute konnte es klappen. Flauschi legte ihre grüne Forscherlupe mit Blattgriff auf einen niedrigen Schneehügel.
Puschel„Meine Kugel bekommt als Erste einen Kopf!“
Er setzte eine größere Kugel auf seine kleine. Für einen Augenblick sah das lustig aus. Dann kippte die obere Kugel zur Seite und landete weich im Schnee. Puschel betrachtete die beiden Stücke.
Puschel„Unser Schneewusel hat sich schon hingelegt. Dabei ist er noch gar nicht fertig.“

Flauschi„Wir geben ihm unten mehr Platz zum Stehen. Die größte Kugel kommt nach unten, die kleinste nach oben.“
Puschel nickte und rollte seine erste Kugel langsam über eine kurze Strecke. Neuer Schnee blieb daran hängen. Er drehte die Kugel auch einmal in eine andere Richtung. So wurde sie rundlicher statt lang wie ein Brot. Bevor sie schwer wurde, hörte er auf. Flauschi drückte ihre Unterseite etwas flach und stellte sie fest auf den Boden.
Puschel„Ein Schneebauch! Der darf ruhig ein bisschen rund sein.“
Zusammen formten sie eine kleinere Kugel für die Mitte. Sie machten auf der unteren Kugel eine flache Mulde, also eine kleine Vertiefung. Dort setzten sie die zweite Kugel hinein. Die beiden konnten sie bequem halten. Rund um die Verbindung drückten sie etwas weichen Schnee an. Zuletzt kam ein noch kleinerer Kopf obenauf.
Flauschi„Jetzt hat er drei Kugeln. Aber woran erkennt man, dass er ein Wusel ist?“
Puschel„An den Ohren. Und natürlich am Schweif! Ohne Schweif würde ich mich dauernd nach mir umdrehen.“
Flauschi formte zwei kleine runde Ohren und drückte sie mit etwas Schnee an den Kopf. Puschel sammelte daneben Schnee für einen gebogenen Schweif. Zuerst wollte er ihn ganz hoch machen. Die Spitze brach ab.
Puschel„Mein Schweif kann das. Der aus Schnee braucht wohl eine andere Idee.“
Flauschi„Lassen wir ihn unten auf dem Boden liegen. Dann muss die schmale Spitze nicht so viel tragen.“
Sie formten einen breiten, niedrigen Bogen neben der hinteren Seite der unteren Kugel. Der Schneeschweif blieb mit dem Körper verbunden und ruhte auf dem Boden. Puschel drückte ihn vorsichtig fest. Flauschi rundete noch einmal ein Ohr. Beide traten einen Schritt zurück und schauten.

Puschel„Er sieht aus, als hätte er gerade eine sehr gute Idee.“
Für das Gesicht hatten sie eine Karotte und ein paar kleine glatte Steinchen mitgebracht. Flauschi drückte zwei Steinchen als Augen vorsichtig auf den Schnee. Puschel steckte die Karotte als Nase hinein. Vier kleine Steinchen darunter wurden zu einem freundlichen Lächeln. Puschel gab ihm noch zwei kleine Schneepfoten vorne am Bauch. Eine davon war ein bisschen größer.
Flauschi„Vielleicht ist das seine Winkepfote.“
Puschel„Dann winkt er eben besonders deutlich!“
Puschel hatte einen kleinen roten Hut mitgebracht. Vorsichtig setzte er ihn zwischen die runden Schneeohren. Jetzt war ihr Schneewusel fertig: mit Augen, Nase, Lächeln, Pfoten und Hut.
Flauschi nahm die Lupe wieder mit. Sie hatten nichts von den Büschen abgebrochen und keinen Müll im Schnee versteckt. Ihr Winterfreund durfte schief lächeln und unterschiedlich große Pfoten haben. Puschel stellte sich neben ihn und winkte. Der Schneewusel blieb still.
Puschel„Er spart seine Bewegung für später. Wenn es wärmer wird, macht er sich auf die Reise als Wasser.“
Flauschi lächelte. Irgendwann würde ihr Schneewusel schmelzen. Heute stand er da, rund und freundlich. Und drinnen wartete ein warmer Platz für zwei zufriedene Schneebauer. Bevor sie gingen, nahmen sie den geliehenen Hut, die Karotte und die Steinchen wieder mit.

Genau hingeschaut
Das haben die beiden entdeckt
Leicht feuchter Schnee lässt sich meist gut zu Kugeln drücken. Sehr kalter, trockener Pulverschnee zerfällt leichter. Probiert eine kleine Kugel: Hält sie nicht, braucht ihr heute keinen großen Schneewusel zu bauen.
Beim Rollen bleibt weiterer Schnee an einer klebrigen Schneekugel hängen. Rollt sie auch in eine andere Richtung, damit sie rundlicher wird. Eine kleine Kugel reicht zum Ausprobieren.
Unten breit, oben klein: Die größte Kugel bildet den Fuß, die kleinste den Kopf. Eine flache Unterseite und ein ebener Platz helfen beim Stehen. Große, schwere Kugeln machen den Bau schwieriger.
Schnee besteht aus kleinen Eiskristallen. Wird er warm genug, schmilzt er zu Wasser. Ein Schneewusel bleibt deshalb nicht für immer. Das macht die gemeinsame Bauzeit nicht weniger schön.
Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.
Quellen für Erwachsene: Met Office: Schnee – feuchter und trockener Schnee (Englisch) · NSIDC: Schnee und Eiskristalle (Englisch)
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