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Entdeckung 29 / 33

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Die winzig kleinen Erdhäufchen

Am Wegrand liegen kleine braune Krümel. Puschel vermutet einen Bagger unter der Erde – doch Flauschi kennt einen viel kleineren Bodenbewohner.

Etwa 6–10 JahreVorlesen: ca. 4–5 Minuten1 Bild

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Bodennahe Ansicht eines kleinen krümeligen Erdhäufchens am Wegrand. Puschel und Flauschi betrachten es weiter hinten; Flauschi hält die grüne Lupe. Der Boden bleibt ungestört.
So kann ein Wurmhäufchen aussehen. Bei einem einzelnen Fund bleiben die beiden mit der Bestimmung vorsichtig.

Nach einem Regenschauer glänzte der Waldrand noch feucht. Auf einem kleinen Stück Erde neben dem Weg bemerkte Puschel ein Häufchen aus braunen Krümeln. Es war viel kleiner als seine Pfote. Daneben lag noch eines. Er kniete auf dem festen Weg nieder.

Puschel„Hier hat jemand gebaut. Bestimmt fährt unter uns ein Bagger in Nussgröße!“

Flauschi kniete neben ihm und hielt die grüne Lupe mit Abstand über die Krümel. Sie sahen kleine, unregelmäßig gebogene Erdstränge. Keiner der beiden berührte das Häufchen oder schob Erde beiseite.

Flauschi„Solche Häufchen können von Regenwürmern stammen. Aber nicht jedes Häufchen Erde ist automatisch ein Wurmzeichen.“
Puschel„Hat der Wurm den Bagger gefahren?“
Flauschi„Er braucht keinen. Regenwürmer können sich mit ihrem beweglichen Körper durch den Boden arbeiten. Dabei entstehen Gänge. Manche nehmen auch Erde mit abgestorbenen Pflanzenteilen auf.“

Puschel sah auf die winzigen Krümel. Flauschi erklärte, dass der Körper Nahrung verarbeitet. Was danach wieder herauskommt, heißt Kot. Bei Regenwürmern steckt darin viel Erde. Manche Arten geben diesen Kot auch an der Oberfläche ab. Daraus können kleine Häufchen werden.

Puschel„Ein Wurm war also vielleicht hier. Aber seine Baupläne liegen tiefer.“

Flauschi nickte. Die Gänge im Boden konnten Luft und Wasser Wege öffnen. Nicht alle Regenwurmarten lebten gleich; manche hielten sich näher an der Oberfläche auf als andere. Für ihre Entdeckung mussten die beiden keinen Wurm ausgraben.

Puschel„Ich sehe die Krümel. Den Bewohner sehe ich nicht. Dann bleibt mein Bericht vorsichtig.“
Flauschi„Genau. Wir haben einen möglichen Hinweis gefunden und etwas über Regenwürmer gelernt.“

Sie ließen die Häufchen stehen. Puschel setzte die Füße auf die freie Mitte des Weges. Der kleine Bodenfund war kein Spielzeug und kein Futter zum Probieren. Auch ohne sichtbaren Bagger war unter ihren Füßen offenbar viel los.

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • Regenwürmer bewegen sich durch den Boden. Dabei können Gänge entstehen. Regenwurmarten leben unterschiedlich: Manche nutzen vor allem die oberste Laub- und Bodenschicht, andere graben tiefere Röhren.

  • Viele Regenwürmer nehmen abgestorbene Pflanzenteile und Erde auf. Ihr Körper verarbeitet die Nahrung. Die Reste, die wieder ausgeschieden werden, heißen Kot. Bei Regenwürmern enthält er viel Erde.

  • Manche Regenwürmer geben ihren Kot auch auf der Bodenoberfläche ab. Dort kann er kleine krümelige Häufchen bilden. Ein Erdhäufchen allein beweist aber nicht sicher, wer es hinterlassen hat.

  • Wurmgänge schaffen Hohlräume im Boden. Darin können sich Luft und Wasser bewegen. Die Würmer wirken dabei am Umbau des Bodens mit. Wir müssen sie dafür weder ausgraben noch in ein Glas setzen.

Kleines Wuselquiz

Wähle eine Antwort: a) oder b).

Was kann in einem Wurmhäufchen stecken?

  • a) Erde und Nahrungsreste, die durch den Körper des Wurms gewandert sind.
  • b) Nur Erde, die der Wurm von außen vor sich hergeschoben hat.
Antwort zeigen

Richtig ist a) Erde und Nahrungsreste, die durch den Körper des Wurms gewandert sind. Solche Häufchen können ausgeschiedene Erde und verarbeitete Nahrungsreste enthalten. Sie sind nicht einfach nur ein Haufen Erde, der von außen angehäuft wurde.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: Universität Münster: Regenwurmgänge · RHS: Earthworms and worm casts

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