Puschels Pannen · 50
Puschel und der kälteste Forschungsauftrag

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi
Puschel öffnete den Kühlschrank, um ein Stück Käse zu holen. Drinnen wurde es hell. Er blieb mit der Pfote am Griff stehen und schaute zur kleinen Lampe hinauf.
Puschel„Sag mal … leuchtest du eigentlich auch, wenn ich die Tür zumache?“

Die Lampe leuchtete. Eine Antwort gab sie nicht. Puschel zog die Tür ein Stück zu und spähte durch den Spalt.
Puschel„Ich sehe dich noch!“
Er machte den Spalt kleiner. Noch kleiner. Dann war die Tür zu. Puschel blinzelte gegen die geschlossene Tür.
Puschel„Jetzt sehe ich gar nichts. Das ist ein sehr schwieriger Kühlschrank.“
Flauschi kam in die Küche. Puschel öffnete die Tür wieder und zeigte auf die Lampe.
Flauschi„Suchst du deinen Käse?“
Puschel„Nein. Eine Antwort. Die versteckt sich immer, wenn ich die Tür zumache.“
Er versuchte es noch einmal. Nase an den Spalt, Tür ein Stück zu, Kopf schräg. Sobald er nichts mehr sehen konnte, zog er sie wieder auf.
Puschel„Wir brauchen jemanden, der drinnen nachschaut.“
Dann bekam Puschel diesen besonderen Blick. Den Blick, bei dem Flauschi meistens schon ein bisschen schmunzeln musste.
Puschel„Teddy!“

Er schloss den Kühlschrank und holte seinen kleinen Stoffteddy. Dazu suchte er eine winzige gelbe Jacke, eine blaugrüne Bommelmütze und einen roten Schal heraus. Zurück in der Küche zog er Teddy alles sorgfältig an.
Puschel„Ein Forschungsauftrag. Aber ein kalter.“
Flauschi hob kurz eine Pfote. Sie wollte gerade sagen, dass Teddy doch gar nicht sprechen konnte. Dann sah sie, wie gewissenhaft Puschel den kleinen Schal zurechtzupfte. Sie senkte die Pfote wieder und sagte schmunzelnd nichts.
Puschel„Du musst nur schauen, ob das Licht anbleibt. Danach erzählst du mir alles.“

Puschel öffnete den Kühlschrank und setzte den kleinen Stoffteddy auf den sauberen weißen Teller im untersten Fach. Über ihm stand der Käse. Die Mütze saß ein bisschen schief.
Puschel„Falls du frierst: Denk an eine warme Decke. Das mache ich auch immer.“
Flauschi sah zu, wie Puschel die Tür vorsichtig schloss. Er wartete einen winzigen Augenblick. Dann öffnete er sie schon wieder.
Puschel„Forschung fertig!“

Er nahm Teddy sofort heraus und hielt ihn dicht an sein Ohr.
Puschel„Und? War es hell?“
Teddy schwieg. Puschel wechselte das Ohr.
Puschel„Du kannst ruhig leise sprechen. Es ist ja ein Forschungsgeheimnis.“
Flauschi legte den Kopf schief. Teddy schaute mit seinen kleinen Knopfaugen genauso freundlich wie immer. Puschel schaute zurück. Dann fiel es ihm ein.
Puschel„Ach so. Du kannst ja gar nicht reden.“
Er betrachtete die Jacke, die Mütze und den sorgfältig gewickelten Schal.
Puschel„Sehr gut angezogen. Sehr schlecht zum Berichten.“
Jetzt musste Flauschi leise lachen. Puschel grinste mit. Gemeinsam setzten sie Teddy auf den Küchentisch.

Flauschi„Komm, ich zeige dir, wie die Tür das Licht ausschaltet.“
Flauschi trat dicht an den offenen Kühlschrank und zeigte auf den kleinen Türkontakt rechts innen am Rahmen.
Flauschi„Wenn die Tür zugeht, drückt sie diesen kleinen Knopf hinein. Schau!“
Flauschi drückte den Kontakt mit einer Pfote hinein. Die Lampe ging aus. Puschels Ohren stellten sich auf.
Puschel„Du hast zugemacht, ohne zuzumachen!“
Flauschi ließ den Kontakt wieder los. Die Lampe leuchtete auf.
Flauschi„Genau. Tür auf: Licht an. Tür zu: Licht aus. Bei unserem Kühlschrank macht das dieser Kontakt.“
Puschel nickte langsam. Dann schaute er zu Teddy auf dem Tisch.
Puschel„Hast du das gehört? Du hättest gar keine Mütze gebraucht.“

Flauschi schloss den Kühlschrank. Puschel nahm Teddy auf den Arm und drückte ihn an seine weiche Brust.
Flauschi„Und was erforscht ihr als Nächstes?“
Puschel strich über die blaugrüne Mütze.
Puschel„Ob es unter meiner Kuscheldecke schön warm ist.“
Flauschi„Und wer berichtet diesmal?“
Puschel drückte Teddy noch ein bisschen fester an sich.
Puschel„Ich. Teddy ist für das Kuscheln zuständig.“
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