Puschels Pannen · 48

Puschel und die beleidigte Socke

Puschel öffnet die fertige Waschmaschine, Flauschi hält den Korb.
Das Wäschekarussell ist angekommen.

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi

Die Waschmaschine hatte aufgehört zu brummen. Durch die beiden runden Milchglasfenster fiel warmes Licht ins Badezimmer. Auf dem Blätterteppich wartete ein leerer Wäschekorb.

Puschel hockte vor der kleinen cremefarbenen Maschine rechts neben dem Waschbecken. Erst als das Programm beendet und die Tür freigegeben war, öffnete er sie.

Puschel„So, liebe Wäsche. Euer Karussell ist angekommen!“

Flauschi hielt den Korb bereit. Gemeinsam holten sie die saubere Wäsche heraus: zwei Handtücher, einen grünen Pullover und eine gelbe Socke.

Puschel griff noch einmal in die leere Trommel.

Dann schaute er hinein.

Dann schaute er Flauschi an.

Puschel„Da fehlt jemand.“
Flauschi„Wer denn?“

Puschel hob die gelbe Socke hoch.

Puschel„Ihre andere Hälfte.“

Er legte sie auf ein Handtuch neben den Korb. Die Socke blieb liegen. Sie sah nicht besonders aufgeregt aus. Puschel dagegen schon.

Puschel„Vorhin waren es zwei. Ich habe sie persönlich hineingewuselt.“
Flauschi„Dann schauen wir gemeinsam nach.“
Puschel sucht die zweite Socke; eine liegt auf dem mintfarbenen Handtuch.
Da fehlt jemand.

Puschel untersuchte den leeren Korb. Er hob das Handtuch an und sah darunter. Schließlich beugte er sich vor die Waschmaschine.

Puschel„Hallo? Kleine gelbe Socke? Die Fahrt ist wirklich zu Ende!“

Keine Antwort.

Er richtete sich langsam auf.

Puschel„Vielleicht ist sie beleidigt.“

Flauschi schaute ihn neugierig an.

Flauschi„Weswegen könnte eine Socke denn beleidigt sein?“
Puschel„Ich habe beim Sortieren gesagt, dass sie nach Käse riecht.“

Einen Augenblick war es still.

Puschel„Vielleicht hätte ich wenigstens leckeren Käse sagen sollen.“

Flauschi presste die Lippen zusammen. Ihr Schmunzeln ließ sich trotzdem nicht ganz verstecken.

Flauschi„Bevor wir uns bei der Socke entschuldigen, prüfen wir noch die anderen Wäschestücke.“
Die gelbe Socke knickt auf dem Handtuch um; Puschels Pfote ist schon gelöst.
Eine ziemlich geknickte Socke.

Doch Puschel hatte bereits die einzelne Socke genommen. Sorgfältig stellte er sie vor die Maschine. Sie knickte um.

Er stellte sie wieder hin.

Sie knickte wieder um.

Puschel„Sie ist auch ganz geknickt.“
Flauschi„Socken stehen selten besonders aufrecht.“

Puschel hielt die Socke nun selbst hoch und beugte sich zu ihr.

Puschel flüstert der einzelnen Socke zu, während Flauschi schmunzelt.
Ruf sie mal. Dich kennt sie besser!
Puschel„Ruf sie mal. Dich kennt sie besser!“

Flauschi musste leise kichern.

Flauschi„Und wie ruft eine Socke?“

Puschel überlegte.

Dann flüsterte er sehr feierlich:

Puschel„Söckchen?“

Die Socke antwortete nicht. Aus der Maschine kam ebenfalls kein Söckchen.

Flauschi nahm inzwischen den grünen Pullover aus dem Korb. Sie breitete ihn aus und strich vorsichtig über die Ärmel.

Einer fühlte sich an der Spitze ungewöhnlich dick an.

Flauschi„Puschel, ich glaube, dein Pullover hat etwas mitgebracht.“

Puschel drehte sich sofort um.

Puschel„Ein Entschuldigungsschreiben?“
Flauschi„Eher einen blinden Passagier.“

Sie hielt den Ärmel über den Korb und schüttelte ihn ganz leicht.

Etwas Gelbes rutschte bis zum Bündchen.

Flauschi zeigt den grünen Pullover; ein gelber Zipfel steckt im Ärmel.
Ein verdächtiger Ärmel.

Puschel riss die Augen auf.

Puschel„Sie hat sich als Pullover verkleidet!“

Flauschi zog die Socke behutsam heraus und legte sie neben die erste. Zwei gelbe Socken. Genau gleich groß. Beide frisch gewaschen.

Flauschi zieht die zweite Socke heraus; Puschel hält die erste daneben.
Zurück vom Ärmelausflug.
Flauschi„Sie war nur auf Ärmelausflug.“

Puschel betrachtete die wiedervereinten Socken.

Dann schaute er in den leeren Ärmel.

Puschel„War es wenigstens gemütlich?“

Flauschi hielt den Pullover hoch.

Flauschi„Ein bisschen eng. Aber mit eigenem Ausgang.“

Jetzt lachte auch Puschel. Er nahm in jede Pfote eine Socke und ließ die Spitzen einander berühren.

Puschel„Da seid ihr ja wieder. Bitte künftig gemeinsam verreisen.“

Flauschi legte den Pullover zurück in den Korb.

Flauschi„Beim Waschen kann sich ein kleines Wäschestück in einem größeren verstecken. Deshalb schauen wir vor dem Aufhängen noch einmal alles durch.“

Puschel nickte ernst. Dann hob er die beiden Socken vor sein Gesicht.

Puschel„Und wegen der Sache mit dem Käse …“

Er machte eine kleine Pause.

Puschel„Das war vor dem Waschen.“

Gemeinsam sammelten sie die übrige Wäsche ein. Zum Schluss legte Puschel beide Socken nebeneinander ganz oben auf den Pullover.

Flauschi wollte den Korb nehmen, doch Puschel hob noch einmal eine Pfote.

Beide gelben Socken, der grüne Pullover und beide Handtücher sind im Korb.
Zwei Wusels und die vollständige Wäsche.
Puschel„Warte. Ich zähle nach.“

Er zeigte auf die erste Socke.

Puschel„Eine.“

Dann auf die zweite.

Puschel„Auch eine.“

Flauschi nickte.

Flauschi„Zusammen zwei.“

Puschel strahlte.

Puschel„Dann sind wir vollständig. Zwei Wusels, zwei Socken, zwei Handtücher und ein Pullover mit Reiseerfahrung.“

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