Puschels Pannen · 43

Puschels sehr anhängliche Wäsche

Puschel und Flauschi hängen kleine Wuselsachen auf einer Wiese auf.
Ein sehr entschlossener Wäschehelfer.

Auf der kleinen Wiese am Wuselwald duftete es nach frischem Gras und sauberer Wäsche. Zwischen zwei Holzpfosten wartete die Leine. Flauschi stellte den geflochtenen Wäschekorb daneben ab. Puschel stellte sich daneben auf. Sehr bereit. Sehr wichtig.

Puschel„Heute bin ich dein allerflinkster Wäschehelfer!“
Flauschi„Das passt gut. Du reichst mir die Sachen, und wir hängen sie zusammen auf.“

Flauschi befestigte eine lila Socke mit einer Holzklammer. Puschel hob ein hellgelbes Unterhemd aus dem Korb und hielt es vor sich. Dann betrachtete er den Weg um den Pfosten. Er war eigentlich ganz kurz. Unter der Leine war er allerdings noch kürzer.

Puschel„Ich nehme die Abkürzung. Das spart mindestens zwei Wuselschritte.“

Er reichte Flauschi das Unterhemd, duckte sich und schlüpfte unter der Leine hindurch. Dabei streifte seine Stirnlocke die Socke. Die Klammer rutschte ab, die Socke rutschte weiter – und blieb weich über seinem Ohr hängen. Puschel richtete sich auf.

Puschel„Komisch. Auf einer Seite ist der Wind plötzlich ganz leise.“
Flauschi„Vielleicht solltest du einmal nach deinem Ohr schauen.“
Eine lila Socke hängt über Puschels Ohr.
Die erste Socke findet einen flauschigen Platz.

Puschel tastete nach der Socke und musste kichern. Zum Abnehmen fehlte ihm gerade die Zeit, fand er. Schließlich wartete eine mintgrüne kleine Hose im Korb. Flauschi hatte inzwischen das Unterhemd aufgehängt.

Puschel„Die Socke darf kurz mithelfen. Ich hole schon das Nächste!“

Er legte die Hose über die Leine und nahm eine Klammer. Doch statt außen herumzugehen, nahm er wieder seine Abkürzung. Das Unterhemd streifte seinen Wuschelkopf. Ein kleiner Windstoß half nach. Nun saß das gelbe Hemd wie eine viel zu große Mütze auf seinen Haaren. Die Socke rutschte dabei aufs andere Ohr. Seine Augen blieben frei, aber sein wichtiger Helferblick war verschwunden.

Puschel„Flauschi? Die Wäsche verfolgt mich.“

Flauschi hielt mitten in ihrer Bewegung inne. Vor ihr stand Puschel mit einer Socke am Ohr und einem Unterhemd auf dem Kopf. Seine Schwanzspitze wippte verdächtig nahe an der noch ungeklammerten Hose.

Flauschi„Ich glaube, sie hat dich für einen besonders flauschigen Wäscheständer gehalten.“
Puschel„Dann sollte sie aber vorher fragen!“

Puschel drehte sich zum Korb um. Sein Schweif strich an der Hose entlang. Die kleine Hose glitt von der Leine und blieb lose auf der breiten Schweifspitze liegen. Puschel blieb stehen. Ganz langsam schaute er nach hinten.

Puschel„Jetzt wird sogar mein Schweif angezogen. Dabei habe ich heute gar nichts vor!“
Puschel trägt eine Socke am Ohr, ein gelbes Unterhemd auf dem Kopf und eine mintgrüne Hose auf seinem Schweif.
Ein Wäscheständer mit zwei erstaunten Augen.

Flauschi musste kichern. Puschel schaute noch einmal von seinem gelben Kopfschmuck zu seiner mintgrünen Schweifdekoration. Dann lachte er mit. Das Lachen hüpfte zwischen ihnen hin und her, ohne dass jemand an der Leine ziehen musste.

Flauschi„Soll ich dich von deiner sehr anhänglichen Wäsche befreien?“
Puschel„Bitte. Ich glaube, ich trockne schon hinter den Ohren.“

Flauschi nahm ihm vorsichtig die Socke vom Ohr. Puschel hielt still, während sie das Unterhemd von seinen Haaren hob. Die kleine Hose reichte er ihr selbst. Sein Schweif plusterte sich erleichtert auf.

Flauschi„Wie wäre es mit einer neuen Aufgabe? Du hältst das Klammerkörbchen. Ich nehme mir eine Klammer, und du reichst mir die nächste.“
Puschel„Ein Klammermeister! Das klingt nach einer Aufgabe mit Überblick.“

Sie stellten sich nebeneinander vor die Leine. Das kleine Körbchen lag sicher in Puschels Pfoten. Flauschi hängte Socke, Unterhemd und Hose wieder auf. Diesmal ging Puschel außen um den Pfosten, wenn er etwas holen wollte. Es waren zwei Wuselschritte mehr. Dafür kam er mit zwei freien Ohren zurück.

Puschel„Klammer für die Socke. Klammer für das Hemd. Klammer für die Hose. Keine Klammer für mich.“
Flauschi„Genau. Du bist schon richtig gut aufgehoben.“
Puschel reicht Flauschi Wäscheklammern; sie hängen die Sachen gemeinsam auf.
Zusammen geht es leichter – und mit freien Ohren.

Zuletzt wollte Puschel die pfirsichfarbene Socke aus dem großen Korb holen. Er beugte sich hinein. Dabei blieb sie unbemerkt am langen Fell auf seinem Rücken hängen. Puschel richtete sich auf und zeigte Flauschi seine leeren Pfoten.

Puschel„Die letzte Socke ist wohl schon nach Hause gegangen.“

Flauschi sah den kleinen pfirsichfarbenen Zipfel auf seinem Rücken. Sie lächelte. Die übrige Wäsche flatterte ordentlich an der Leine. Nun setzten sie sich ins Gras daneben; die Leine blieb über und hinter ihnen frei.

Flauschi„Eine möchte wohl bei dir bleiben.“
Puschel und Flauschi sitzen neben der Wäscheleine; eine pfirsichfarbene Socke liegt auf Puschels Rücken.
Eine Socke möchte unbedingt mit.

Puschel schaute über seine Schulter. Da war sie. Die letzte Socke. Er nahm sie ab und legte sie auf seinen Schoß.

Puschel„Die darf mit. Aber sie muss selber laufen!“

Flauschi lachte so warm, dass Puschel gleich wieder mitlachte. Die Socke blieb natürlich liegen. Schließlich hatten Socken keine Pfoten. Und für heute war Puschel wirklich genug für andere herumgelaufen.

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