Halloween · 18 Tage noch ·
Der Kürbischor auf der Fensterbank

Noch achtzehn Tage bis Halloween. Auf dem niedrigen Gartentisch lagen drei Kürbisse aus festem Papier. Flauschi hatte jedem einen grünen Stiel gemalt. Der erste grinste breit, der zweite hatte einen runden Staunemund, und der dritte lächelte ein wenig schief. „Der sieht aus wie unser echter Kürbis“, sagte Puschel. Am anderen Tischende lag der ganze Kürbis mit seiner hellen Sichelstelle. Heute bekam nur das Papier neue Gesichter.
Flauschi stellte die drei Papierkürbisse in die breite Rille einer kleinen, glatten Holzleiste. So blieben sie aufrecht stehen. „Die Leiste können wir nachher auf die Fensterbank stellen“, sagte sie. „Dann schauen die Gesichter zu uns herein.“ Puschel betrachtete die Reihe. „Sie sehen aus, als wollten sie etwas sagen.“ „Was denn?“ Er beugte sich ein wenig zum breiten Grinsen. „Dieser hier möchte summen.“
Puschel summte einen tiefen, gemütlichen Ton. Für den Kürbis mit dem Staunemund probierte er einen hellen Ton. Der schief lächelnde bekam ein kurzes, hüpfendes Summen. Flauschi lauschte und wippte mit einer Pfote. „Jetzt haben wir einen Kürbischor.“ „Mit drei Sängern und einem Puschel“, sagte er zufrieden.
Dann wollte er alle drei nacheinander vorstellen. Er zeigte auf das breite Grinsen und summte sehr hell. Beim Staunemund kam der tiefe Ton. Puschel hielt inne. „Oh. Die Stimmen stehen falsch herum.“ Flauschi schaute hinter die Papierreihe. „Die Kürbisse stehen richtig.“ „Dann habe ich sie in meinem Kopf vertauscht.“ Er tippte sanft an seine Stirnlocke. „Hier drinnen ist heute viel Chorverkehr.“
Beide kicherten. Flauschi zeigte langsam von einem Gesicht zum nächsten. Puschel gab jedem wieder seine erste Stimme. Diesmal klappte es. „Darf ein großer Kürbis auch eine kleine Stimme haben?“, fragte sie. Puschel nickte. „Natürlich. Und ein kleiner eine tiefe.“ Sie tauschten die Stimmen noch einmal. Absichtlich. Der Chor klang plötzlich ganz anders, obwohl die Gesichter gleich geblieben waren.
„Möchtest du mitsummen?“, fragte Puschel. „Heute möchte ich lieber zuhören“, sagte Flauschi. „Dann bist du unser Publikum.“ Sie musste dafür nicht klatschen oder eine Rolle spielen. Sie blieb einfach neben ihm und lächelte. Puschel summte leise genug, dass zwischen den Tönen noch das Rascheln der Herbstblätter zu hören war.
Als die Probe vorbei war, trugen sie die Leiste gemeinsam zur niedrigen Fensterbank. Beide blieben auf dem Boden. Die Papierkürbisse standen sicher und schauten nach innen. Kein Fenster musste dafür geöffnet werden. Puschel schaute den schiefen Sänger an. „Der singt jetzt ganz still.“ „Und wir können uns seine Stimme trotzdem vorstellen“, sagte Flauschi. Draußen blieb der echte Kürbis ganz. Drinnen warteten drei kleine Papiergesichter auf das nächste freiwillige Konzert.
Eure kleine Familienidee
Zeichnet drei Kürbisgesichter auf Papier: zum Beispiel fröhlich, staunend und schief lächelnd. Probiert freiwillig unterschiedliche leise Summstimmen dazu aus. Tauscht die Stimmen oder hört einfach zu; niemand muss vorsingen.
Für Erwachsene: Lumi-Tipp für Erwachsene: Papiergesichter können auf einem Blatt bleiben; Ausschneiden und eine glatte, standfeste Halterung übernehmen bei Bedarf Erwachsene. Nur eine niedrige, sicher erreichbare Ablage nutzen, Fenster geschlossen lassen und niemals zum Basteln hinaufklettern. Keine echten Kürbisse schneiden. Lautstärke gemeinsam angenehm wählen; Zuhören und Aufhören sind jederzeit erlaubt.
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