Halloween · 17 Tage noch ·

Eine Einladung für leise Gäste

Die gleich großen erwachsenen Wuselhörnchen Puschel und Flauschi betrachten am niedrigen Gartentisch Einladungszeichnungen mit freundlichen Kürbissen und violetten Kissensymbolen. Beide stehen mit sichtbaren Füßen auf dem Gartenweg.
Ein Kürbis lädt zum Fest ein, ein weiches Kissen verspricht eine ruhige Pause.

„Siebzehn Tage noch“, sagte Flauschi und legte zwei Blätter auf den niedrigen Gartentisch. „Heute zeichnen wir Einladungen für unser Halloweenfest.“

Puschel nahm einen orangefarbenen Stift. Auf sein Blatt malte er einen Kürbis mit einem breiten Lächeln. Neben dem Tisch stand der echte Kürbis mit seiner hellen Sichelstelle. „Du bist unser Festzeichen“, erklärte Puschel ihm. „Aber auf der Einladung musst du nicht still liegen. Da darfst du grinsen!“ Flauschi zeichnete ebenfalls einen freundlichen Kürbis. Hinter ihnen hingen die Papiergespenster und Fledermäuse am Zaun. Ein Windstoß ließ die orange Schleife wackeln.

„Was sagen wir unseren Gästen?“, fragte Puschel. „Dass sie kommen dürfen“, antwortete Flauschi. „Und dass sie selbst entscheiden, ob sie mitspielen oder lieber zuschauen.“ Sie zeichnete in eine Ecke ihres Blattes einen ruhigen Platz. „Hier kann jemand sitzen, wenn ihm das Fest gerade zu wuselig wird. Man darf sich ausruhen und später wieder dazukommen.“

Puschel betrachtete die Ecke. „Dann braucht sie etwas Weiches.“ Mit einem violetten Stift malte er ein Kissen. Er machte den Rand rund und dann noch ein bisschen runder. Das Kissen bekam drei weiche Beulen. „Besonders gemütlich“, murmelte er. Flauschi schaute hin. „Ist das eine Wolke?“ Puschel hielt den Stift mitten in der Luft an. „Eine Sitzwolke?“ Sie stellten sich vor, wie ein Gast darauf Platz nahm und langsam über den Zaun schwebte. Puschel musste lachen. „Dann wäre unsere ruhige Ecke plötzlich unterwegs!“

Er malte zwei kleine Kissenecken und eine kurze Naht dazu. Nun sah das Bild wirklich wie ein dickes Kissen aus. „Es bleibt am Boden“, sagte er zufrieden. Flauschi ergänzte das Kissensymbol auch auf ihrer Einladung. Gemeinsam prüften sie die beiden Bilder. Ein lächelnder Kürbis für das Fest, ein weiches Kissen für die Pause. „Die Bilder erzählen schon etwas“, sagte Flauschi. „Aber wo und wann wir uns treffen, erklären wir unserem Gast persönlich.“

„Muss ein leiser Gast dann die ganze Zeit leise sein?“, fragte Puschel. „Nein“, sagte Flauschi. „Vielleicht möchte er später mitsummen. Vielleicht bleibt er beim Zuhören. Beides ist willkommen.“ Puschel nickte. „Und wer laut lachen möchte, darf trotzdem eine Pause machen.“ Er tippte auf das Kissen. „Das ist für alle da.“

Sie legten die fertigen Einladungen nebeneinander. Noch war die ruhige Festecke nur eine Idee auf Papier. Den richtigen Platz würden sie gemeinsam vorbereiten. Heute bewahrten sie die Blätter sicher auf, um sie später einer vertrauten Person zu zeigen. Puschel strich vorsichtig neben seinem gemalten Kissen über das Papier. „Schade. Es ist noch gar nicht weich.“ Flauschi lächelte. „Aber die Einladung ist schon freundlich.“ Und das fand Puschel sogar noch wichtiger.

Eure kleine Familienidee

Gestaltet auf Papier eine Einladung für eine vertraute Person. Malt ein freundliches Festzeichen und ein Kissen für eine ruhige Pause. Erzählt der Person mit einem Erwachsenen persönlich, wann und wo ihr euch treffen möchtet. Auch Zuschauen oder Absagen ist erlaubt.

Für Erwachsene: Lumis Hinweis für Erwachsene: Begleiten Sie die Einladung und stimmen Sie Ort, Zeitpunkt und Teilnahme selbst mit der vertrauten Person ab. Keine Namen, Adressen, Telefonnummern oder Treffdetails öffentlich teilen. Planen Sie einen gut erreichbaren ruhigen Platz ohne Stolperstellen; niemand muss mitspielen oder seine Pause erklären. Heute genügen Bilder auf Papier.

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