Halloween · 15 Tage noch ·
Das Klopfzeichen hinter dem Korb

Puschel zog seinen Bastelkorb ein kleines Stück vom niedrigen Werkstatttisch weg. Er wollte nachsehen, wie viel Papier noch darin lag. Da machte es hinter dem Korbrand: klopf, klopf.
Puschel hielt inne. „Flauschi? Hat gerade jemand an meinen Korb geklopft?“
Flauschi blieb neben ihm stehen. „Ich habe es auch gehört. Wollen wir gemeinsam nachsehen?“
Puschel nickte. Die Werkstatt war hell, und die beiden hatten Zeit. Bis Halloween waren es noch fünfzehn Tage. Für ihr Fest fehlten noch ein paar Spielideen. Aber ein klopfender Korb stand bisher nicht auf ihrer Liste.
„Vielleicht möchte er hereinkommen“, sagte Puschel.
Flauschi betrachtete den offenen Korb. „Dann ist er schon sehr weit. Er ist mitten in der Werkstatt.“
Puschel musste lachen. Dabei berührte seine Pfote wieder den Rand. Der Korb wackelte ein wenig. Klopf, klopf.
„Da war es wieder!“ Er nahm die Pfote weg. Beide lauschten. Jetzt war alles still.
„Vielleicht gehört das Wackeln dazu“, überlegte Flauschi.
Sie beugten sich über den offenen Korb. Oben lag ein gefalteter Stoffrest. Dahinter steckten zwei kurze Holzstücke mit glatten, runden Kanten. Puschel schob den Stoff vorsichtig zur Seite. Dann bewegte er den Korbrand noch einmal ganz leicht. Die Holzstücke kippten gegeneinander. Klopf.
„Zwei Holzstücke!“, sagte er. „Die haben miteinander gesprochen.“
„Sie sind zusammengestoßen“, sagte Flauschi. „Wollen wir prüfen, ob das unser Geräusch war?“
Puschel nahm eines der beiden Stücke heraus und legte es auf den Boden. Flauschi hielt den Korb fest, während er das zweite herausnahm. Nichts klopfte mehr. Nun hielt jeder ein Holzstück. Einmal ließen sie die glatten Enden ganz sanft aneinanderstoßen.
Klopf.
„Genau das!“, rief Puschel. Dann sagte er leiser: „Unser Korb braucht also keine Tür. Er braucht nur ein bisschen Ordnung.“
Sie legten beide Stücke nebeneinander in den Korb und schoben den Stoff dazwischen. Als Puschel den Korb bewegte, blieb das Klopfen aus.
Flauschi lächelte. „Daraus könnten wir ein Geräuscherätsel fürs Fest machen.“
„Ich mache heimlich klopf, und alle springen hoch!“
Flauschi schüttelte freundlich den Kopf. „Wir fragen vorher, wer mitraten möchte. Und wir machen die Geräusche leise.“
Puschel nickte. „Dann muss niemand hochspringen. Auch der Korb nicht.“
Zur Probe strich Flauschi über den Stoff. Puschel hörte ein weiches Rascheln und erriet es sofort. Danach durfte er ein Geräusch aussuchen. Wer nicht raten wollte, konnte einfach zuschauen.
Am Ende stand der Korb ordentlich neben dem Tisch. Das erste Geräuscherätsel war gefunden. Und der geheimnisvolle Klopfgast? Der lag ganz gemütlich zwischen einem Stück Holz und einem Stoffrest.
Eure kleine Familienidee
Erratet mit einem Erwachsenen zwei oder drei leise Alltagsgeräusche, zum Beispiel Stoffrascheln oder sanftes Klopfen mit glatten Holzklötzen. Zeigt zuerst die Gegenstände und fragt, wer mitmachen möchte. Zuschauen und Aufhören sind jederzeit erlaubt.
Für Erwachsene: Lumis Tipp für Erwachsene: Wählen Sie große, saubere, splitterfreie Gegenstände ohne scharfe Kanten oder lose Kleinteile. Prüfen Sie Holz vorher selbst. Halten Sie den Korb standsicher und Wege frei; Geräusche nur sanft, mit Abstand zu den Ohren und nach Ankündigung. Kein heimliches Erschrecken, kein Augenverbinden und kein Druck beim Raten. Bei Unbehagen sofort stoppen.
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