Halloween · 14 Tage noch ·
Eine Laterne ohne Feuer

Draußen wurde der Himmel langsam blau. In der Werkstatt stand Puschels Bastelkorb ordentlich an der Wand. Die beiden Holzstücke lagen mit einem Stoffrest dazwischen still nebeneinander. Heute wollten Puschel und Flauschi überlegen, welches Licht zu ihrem kleinen Halloweenfest passen könnte. Noch vierzehn Tage waren es bis dahin.
Flauschi brachte ein kleines Windlicht zum niedrigen Tisch. Es hatte einen breiten Boden und eine bruchsichere, durchscheinende Hülle. Darin saß ein batteriebetriebenes LED-Licht. Das Batteriefach war fest verschlossen.
„Eine Laterne“, sagte Puschel. „Wo ist denn das Feuer?“
„Hier brauchen wir keins“, antwortete Flauschi. Sie schaltete das Licht ein. Ein warmer Schein fiel durch die Hülle auf das Holz.
Puschel schaute hinein, ohne das Licht anzuheben. „Dann hat die Flamme heute frei.“
„Die war gar nicht eingeladen“, sagte Flauschi. „Das leuchtet elektrisch.“
Sie stellte das Windlicht zunächst auf den Boden neben dem Tisch. Dort sah der helle Fleck besonders gemütlich aus. Puschel wollte ihn Flauschi zeigen und blieb rechtzeitig stehen.
„Da gehen wir doch immer zum Materialkorb“, sagte er. „Wenn ich nur auf das Leuchten schaue, übersehe ich vielleicht die Laterne.“
Flauschi sah auf den Weg. „Du hast recht. Das Licht soll uns helfen und nicht im Weg stehen.“
Sie hob das Windlicht wieder auf und stellte es auf die freie rechte Seite des niedrigen Tisches, mit Abstand zur Kante. Papier und Stoff lagen anderswo. Die Laterne stand fest. Der Weg zum Korb war wieder frei.
Puschel betrachtete den warmen Lichtfleck auf dem Boden. Als er eine Pfote hob, bewegte sich daneben etwas Dunkles. Er hielt inne. Dann hob er die Pfote noch einmal. Das Dunkle bewegte sich mit.
„Flauschi! Mein Schatten übt schon fürs Fest.“
Flauschi lächelte. „Du bewegst dich im Licht. Deshalb bewegt er sich mit.“
Puschel wackelte vorsichtig mit den Fingern. Sein Schatten wackelte auch. Dann senkte er die Pfote und blieb stehen.
„Er kann sogar Pause“, stellte er zufrieden fest.
„So wie wir“, sagte Flauschi.
Sie ließen das Licht eine Weile ruhig leuchten. Niemand musste sich gruseln. Durch die runden Fenster sah man noch den Garten, und in der Werkstatt konnten beide alles gut erkennen.
„Wir brauchen für heute keinen großen Schattentanz“, sagte Puschel. „Ein kleiner Pfotenwackler reicht.“
Flauschi nickte. „Und ein freier Weg.“
Bevor sie die Werkstatt verließen, schaltete sie das Windlicht aus. Puschel sah noch einmal zum Tisch.
„Gute Nacht, Laterne ohne Feuer. Morgen darfst du wieder leuchten.“
Der Bastelkorb blieb still. Der Weg blieb frei. Und auf ihrem Festplan gab es nun auch einen Platz für ein freundliches, warmes Licht.
Eure kleine Familienidee
Ein Erwachsener richtet ein standfestes, bruchsicheres LED-Licht mit fest gesichertem Batteriefach ein. Sucht gemeinsam einen Platz abseits von Laufwegen und Tischkanten. Betrachtet den Lichtfleck und bewegt eine Hand langsam darin. Zuschauen oder eine Pause sind genauso in Ordnung.
Für Erwachsene: Lumis Tipp für Erwachsene: Verwenden Sie ausschließlich ein geeignetes kühles LED-Licht ohne offene Flamme, mit bruchsicherer Hülle und kindersicher verschlossenem Batteriefach. Batterien bleiben unzugänglich; wechseln und sichern dürfen sie nur Erwachsene. Prüfen Sie den festen Stand, halten Sie Papier, Stoff und Laufwege frei und lassen Sie genügend Raumlicht an. Nicht direkt in helle LEDs schauen. Ausschalten, bevor Sie den Raum verlassen; bei Unbehagen sofort aufhören.
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