Gefühle & Miteinander
Wie kann Warten leichter werden?
Puschel möchte einen Gartenapfel – aber der braucht noch Zeit.

Kurz erklärt
Warten kann leichter werden, wenn du weißt, worauf du wartest und was du inzwischen tun kannst. Eine kleine Beschäftigung oder Hilfe kann passen. Ungeduldig zu sein macht dich nicht schlecht; Geduld wird nach und nach gelernt.

Eine erfundene Wuselszene
Puschel und Flauschi entdecken
Unter einem Apfelbaum schaut Puschel auf einen noch unreifen Apfel. Er streckt seine Pfote nicht danach aus.
Puschel„Ich möchte ihn schon jetzt!“ Flauschi„Zum Pflücken lassen wir uns helfen. Dieser Apfel braucht noch Zeit.“
Puschel„Kannst du mir sagen, wann wir wieder nachsehen?“ Flauschi„Wir fragen gemeinsam nach einem passenden Zeitpunkt.“
Puschel schaut währenddessen nach den gelben Blüten im Gras. Puschel„Ich kann etwas anderes entdecken, während der Apfel am Baum bleibt.“
Er ist noch ein wenig ungeduldig. Flauschi„Du darfst das sagen. Warten muss sich nicht plötzlich leicht anfühlen.“
Erkläre es selbst
Hier geht es um eine erfundene Situation und rücksichtsvolles Handeln, nicht darum, welche Gefühle du haben sollst.
Was könnte einer ungeduldigen Figur beim Warten helfen?
Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.
- a)Den Ablauf erklären und eine kleine Beschäftigung anbieten.
- b)Sie wegen ihres Gefühls beschimpfen.
- c)Ihr verbieten, um Hilfe zu bitten.
Erklärung zeigen
Richtig ist a): Den Ablauf erklären und eine kleine Beschäftigung anbieten.
Warten kann leichter werden, wenn du weißt, worauf du wartest und was du inzwischen tun kannst. Eine kleine Beschäftigung oder Hilfe kann passen. Ungeduldig zu sein macht dich nicht schlecht; Geduld wird nach und nach gelernt.
Fragen zum Weiterdenken
Puschel muss warten und wird unruhig. Welche freundliche Abmachung könnte ihm helfen?
Gesprächsidee zeigen
Zum Beispiel eine klare Reihenfolge und die Zusage, Bescheid zu sagen. Auch Unterstützung oder eine passende Beschäftigung sind mögliche Ideen.
Was könnte Puschel sagen, wenn er während des Wartens Hilfe braucht?
Gesprächsidee zeigen
Zum Beispiel: „Das ist gerade schwer. Kannst du mir helfen?“ Du darfst eine andere passende Formulierung wählen.
Wörterhilfe
- Selbstregulation
- Eigene Gefühle und Handlungen bemerken und einen passenden Umgang damit lernen, auch mit Hilfe.
Genauer entdecken
Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.
Schritt für Schritt verstehen
Was bedeutet das im Alltag?
Die Beispiele sind mögliche Situationen. Du musst kein bestimmtes Gefühl haben und keine persönliche Geschichte erzählen.
Warten hat einen Grund
Ein gemeinsames Spiel hat nur einen Spielstein. Solange ein anderes Kind dran ist, musst du für deinen Zug warten. Das kann ärgern.
Ein Plan macht Zeit übersichtlicher
Ihr könnt die Reihenfolge sichtbar machen oder vereinbaren, wann gewechselt wird. Eine passende ruhige Beschäftigung kann die Wartezeit erleichtern.
Warten ist nicht immer nötig
Bei Schmerz, Gefahr oder einem dringenden Bedürfnis sagst du einem Erwachsenen Bescheid. Geduld ist keine Pflicht, in jeder Lage still zu bleiben.
Das Wichtigste noch einmal
Wissen 1
Warten kann ungeduldig oder ärgerlich machen. Mit Gefühlen und dem eigenen Verhalten umzugehen, heißt Selbstregulation. Zum Beispiel lernst du, Ärger zu bemerken und jemanden um Hilfe zu bitten, statt zu hauen. Kinder lernen das nach und nach und brauchen dabei Unterstützung.
Beleg: [1]
Wissen 2
Eine überschaubare Abmachung kann helfen, etwa: Erst bist du dran, danach ich. Eine ruhige Beschäftigung während des Wartens ist eine Möglichkeit. Nicht jeder Vorschlag hilft jedem Kind gleich gut.
Wissen 3
Geduld bedeutet nicht, dass du bei Gefahr oder starkem Unwohlsein still warten musst. Du darfst einem Erwachsenen sagen, was du brauchst. Die Gesprächsideen hier sind Angebote, keine Prüfung deiner Gefühle.
Beleg: [2]