Warum leuchten manche Tiere in der Tiefsee?
Tief unten fehlt Sonnenlicht. Manche Meeresbewohner erzeugen dort ihr eigenes Licht.
Kurz erklärt
Manche Tiefseetiere erzeugen durch chemische Vorgänge eigenes Licht. Je nach Art lockt es Beute an, hilft bei der Verständigung oder tarnt den Körper. Eigenes Licht ist etwas anderes als nur zurückgeworfenes Sonnenlicht.

Gleich große Puschel und Flauschi betrachten im Museum ein Modell eines weiblichen Tiefsee-Anglerfisches mit leuchtendem Köder. Künstlerisches vergrößertes Modell, keine genaue Artbestimmung. Das Modell wird von außen beleuchtet, damit der Körper sichtbar ist; ein echtes Tiefseetier lebt nicht in einer Museumsbox. Mit KI gestaltete Illustration; keine Naturaufnahme.
Das zeigt das Erklärbild
Das Schaubild vereinfacht den Vorgang. Vergleiche zuerst die Formen und Pfeile. Du kannst die Bildwörter darunter größer nachlesen.
Bildbeschriftungen gut lesbar nachschauen
Hier stehen die Wörter und Sätze aus dem Schaubild darüber. Die ausführliche Erklärung folgt darunter.
- Ein leuchtender Köder
- Weiblicher Tiefsee-Anglerfisch
- Mögliche Beute
- Bakterien im Leuchtorgan → chemische Reaktion → Licht Der Köder gehört zum Fisch. Bakterien sind winzige Lebewesen. Modell: vergrößert, vereinfacht; Beute wird nicht immer angelockt.
Eine erfundene Wuselszene
Puschel und Flauschi entdecken
Im dunklen Museumsausschnitt findet Flauschi einen hellen Punkt. Puschel sucht zuerst nach einer Sonne im Bild. Auf dem Schild entdecken sie das eigene Licht des Tieres. Sie ordnen die Beispiele nach ihren Aufgaben und finden nicht für jedes Leuchten dieselbe Erklärung.
Schau genau hin
Suche im Museumsbild den kleinen hellen Punkt vor dem Fischkopf. Das Modell zeigt einen weiblichen Tiefsee-Anglerfisch. Im Schaubild darunter kannst du Lichtquelle, Köder und mögliche Beute unterscheiden.
Ein Beispiel zum Verstehen
Halte mit einem Erwachsenen eine kleine batteriebetriebene Taschenlampe hinter eine ausgeschnittene Fischform aus Karton. Nur an der Stelle des Köders bleibt ein Loch. In einem etwas abgedunkelten Zimmer sieht man diesen Punkt besonders gut. Der Vergleich zeigt, wie Licht Aufmerksamkeit wecken kann. Die Lampe funktioniert aber elektrisch; das Tierlicht entsteht durch chemische Reaktionen. Ihr bildet also die Sichtbarkeit nach, nicht die Biolumineszenz.
Erkläre es selbst
Was können manche Tiefseetiere selbst erzeugen?
Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.
- a)Wärme, die wir im dunklen Wasser als Licht sehen.
- b)Licht durch Vorgänge im Körper.
- c)Licht, das sie von der Meeresoberfläche zurückwerfen.
Erklärung zeigen
Richtig ist b): Licht durch Vorgänge im Körper.
Manche Tiefseetiere erzeugen durch chemische Vorgänge eigenes Licht. Je nach Art lockt es Beute an, hilft bei der Verständigung oder tarnt den Körper. Eigenes Licht ist etwas anderes als nur zurückgeworfenes Sonnenlicht.
Wörterhilfe
- Nährstoff
- Ein Stoff, den ein Lebewesen zum Leben und Wachsen braucht.
Genauer entdecken
Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.
1. Das Sonnenlicht wird weniger
Nahe der Meeresoberfläche ist es tagsüber hell. Weiter unten kommt immer weniger Sonnenlicht an. Unter ungefähr zweihundert Metern bleibt meist nur wenig davon übrig. Unter etwa tausend Metern erreicht gewöhnlich kein Sonnenlicht mehr das Wasser. Dort ist es dunkel, aber nicht unbedingt völlig ohne Licht: Manche Lebewesen leuchten selbst. Die genaue Lichtmenge hängt auch davon ab, wie klar das Wasser ist.
Dazu geprüft: [1]
2. Licht aus einer chemischen Reaktion
Bei einer chemischen Reaktion werden Stoffe in andere Stoffe umgewandelt. Dabei kann Energie als Licht freiwerden. Manche Lebewesen nutzen solche Reaktionen. Das nennt man Biolumineszenz: Licht, das von Lebewesen erzeugt wird. Sie brauchen dafür keine Glühlampe. Ihre Körper leuchten auch nicht einfach, weil sie vorher in der Sonne waren.
Dazu geprüft: [2]
3. Ein Köder, der leuchtet
Bei manchen weiblichen Tiefsee-Anglerfischen hängt vor dem Kopf ein besonderer Köder. Er gehört zum Körper des Fisches. In seinem Leuchtorgan leben winzige Bakterien, die das Licht erzeugen. Bakterien sind sehr kleine Lebewesen. Der Fisch bietet ihnen Schutz und Nährstoffe. Der leuchtende Köder kann Beutetiere anlocken. Nicht alle Anglerfische leben in der Tiefsee und nicht alle Köder leuchten.
Dazu geprüft: [3]
4. Leuchten kann verschiedene Aufgaben haben
Licht hilft nicht jedem Tier auf dieselbe Weise. Manche Arten locken Beute an, andere verständigen sich mit Artgenossen oder verwenden Licht zur Abwehr und zum Entkommen. Artgenossen sind Tiere derselben Art. Forschende kennen noch nicht bei jedem Lebewesen die genaue Aufgabe seines Leuchtens. Darum wäre der Satz falsch, alle leuchtenden Tiere wollten nur Futter finden.
Dazu geprüft: [2]
Eine freiwillige Frage zur Vertiefung
Du darfst in der längeren Erklärung darüber nachlesen. Das ist eine Zusatzaufgabe für Interessierte.
Eine Zusatzfrage
Was stimmt an dem Vergleich mit einer Taschenlampe – und wo endet der Vergleich?
Antwort entdecken
Beide können im Dunkeln gut sichtbares Licht liefern. Die Taschenlampe verwendet aber elektrischen Strom. Biolumineszenz entsteht durch chemische Reaktionen; im Köder mancher Tiefsee-Anglerfische erzeugen Bakterien das Licht.
Bilder und Quellen für Erwachsene
Quellen zum Nachlesen
Sachinformationen am 12. Oktober 2026 mit den folgenden Fachquellen abgeglichen. Die Wusel-Szene ist erfunden; Vergleiche und vereinfachte Modelle werden ausdrücklich erklärt. Quellen auf Englisch.