Puschels Wuselwerkstatt

Puschels Murmelwald

Aus einem Kartondeckel wird ein Waldlabyrinth. Mit kleinen Kippbewegungen findet die Murmel den Weg zum Papierhaus.

Etwa 6–10 Jahre mit ErwachsenenhilfeBasteln: ca. 45 Minuten + Trocknungszeit
Puschel befestigt eine Pappwand im Kartondeckel, während Flauschi einen weiteren Streifen hält. Die Murmel wartet in einem Schälchen.
Puschel befestigt eine Pappwand im Kartondeckel, während Flauschi einen weiteren Streifen hält. Die Murmel wartet in einem Schälchen.

Die kleine Wuselgeschichte

Puschel legte eine blaue Murmel in einen leeren Kartondeckel und hob eine Seite an. Klack! Schon lag sie am anderen Rand. Puschel„Mein Wald hat heute einen sehr kurzen Weg“, stellte er fest.

Flauschi legte einen gefalteten Pappstreifen quer hinein. Neben seinem Ende blieb eine breite Lücke frei. Flauschi„Was passiert, wenn hier ein Baumstamm liegt?“ Puschel kippte den Deckel noch einmal. Die Murmel rollte gegen die Pappe. Dann blieb sie liegen.

Puschel„Der Baumstamm ist im Weg“, sagte Puschel. Flauschi„Kannst du sie um sein Ende herumführen?“, fragte Flauschi. Puschel neigte den Deckel zur Seite. Die Murmel rollte an der Pappe entlang und durch die Lücke. Puschel„Sie kann abbiegen!“

Sie stellten einen zweiten Streifen von der anderen Seite hinein. Bevor sie ihn festklebten, ließen sie die Murmel überall durchrollen. Eine Stelle war zu eng. Puschel schob den Streifen zurück. Puschel„Unser Wald soll Abenteuer haben. Aber keine eingeklemmten Murmeln.“

Mit Hilfe befestigten sie die gefalteten Füße der Pappstreifen. Während alles trocknete, malten sie einen Baum und ein kleines Haus auf Papier. Die Bilder kamen an die Wände, damit der Weg frei blieb.

Beim ersten Versuch hob Puschel seinen Rand viel zu hoch. Die Murmel sauste bis zur nächsten Wand. Puschel„Da war mein Hügel wohl ein Berg.“ Beim zweiten Versuch bewegte er den Deckel nur ein kleines bisschen. Jetzt konnte er der Murmel bis zur nächsten Kurve folgen.

Flauschi übernahm den anderen Rand. Gemeinsam ließen sie die Murmel am Baum vorbeiwandern. Einmal rollte sie zurück. Puschel wollte schon schneller kippen, doch Flauschi hielt ruhig dagegen. Flauschi„Wir haben Zeit.“

Puschel und Flauschi kippen den fertigen Murmelwald gemeinsam leicht über dem Tisch. Eine blaue Murmel rollt zwischen breiten Pappwegen zum Papierhaus.
Puschel und Flauschi kippen den fertigen Murmelwald gemeinsam leicht über dem Tisch. Eine blaue Murmel rollt zwischen breiten Pappwegen zum Papierhaus.

Am Papierhaus blieb die Murmel liegen. Puschel atmete aus. Puschel„Angekommen! Und ich habe den Wald nicht einmal verlassen.“ Flauschi stellte den Deckel wieder flach hin. Flauschi„Möchtest du noch eine Runde?“ Puschel grinste. Puschel„Ja. Diesmal darfst du den ersten Hügel machen.“

Das braucht ihr

  • ein stabiler Kartondeckel mit umlaufendem Rand, etwa 30 × 20 cm
  • dünne, feste Pappe für zwei oder drei Wände
  • eine unbeschädigte Murmel, etwa 16 mm Durchmesser, und ein Schälchen zum Aufbewahren
  • Lineal, Stift, Kinderschere und starkes Papierklebeband; optional geeigneter Bastelkleber
  • Papierreste für einen Baum und ein kleines Zielhaus
  • eine geschützte Arbeitsfläche; zum Schneiden der festen Pappe hilft ein Erwachsener

So geht es

  1. Prüft den Deckel auf Stabilität und scharfe Kanten. Legt ihn flach hin und bestimmt zwei gegenüberliegende Ecken als Start und Ziel. Es werden keine Löcher hineingeschnitten.
  2. Ein Erwachsener schneidet zunächst zwei etwa 3 cm breite Pappstreifen zu. Faltet längs eine ungefähr 1 cm breite Klebelasche um; die aufstehende Wand ist dann etwa 2 cm hoch.
  3. Legt die erste Wand von einer Deckelseite aus quer hinein. Die zweite beginnt an der gegenüberliegenden Seite. An jedem freien Ende und zwischen den Wänden bleiben mindestens 3 cm breite Wege für die 16-mm-Murmel. Größere Murmeln brauchen breitere Wege.
  4. Probiert den gesamten Weg zuerst ohne feste Klebestellen aus; ein Erwachsener kann die Wände dabei halten. Die Murmel muss von Start bis Ziel kommen und darf nirgends zwischen zwei Wänden festklemmen. Bei Bedarf die Streifen kürzen oder verschieben.
  5. Klebt die gefalteten Laschen flach auf den Boden, möglichst auf der Seite außerhalb des Rollwegs. Deckt abstehende Kanten mit Klebeband ab. Falls ihr Kleber verwendet, vor dem Spielen vollständig nach Verpackungsangabe trocknen lassen.
  6. Malt Baum und Haus auf kleine Papierstücke. Klebt sie flach an die Wände, ohne die Durchgänge zu verengen. Für den Anfang genügen zwei Wände; eine dritte darf erst nach einem neuen vollständigen Rolltest dazu.
  7. Legt eine Murmel an den Start. Haltet den Deckel über dem Tisch mit beiden Händen an den Außenrändern und kippt ihn nur leicht. Zu zweit bewegt ihr ihn gemeinsam. Nach dem Spiel Murmel zurück ins Schälchen und außer Reichweite jüngerer Kinder räumen.

Erwachsenenhilfe: Murmeln sind verschluckbare Kleinteile: nur begleitet spielen, nicht für Kinder unter drei Jahren und nicht für Kinder, die Gegenstände in den Mund nehmen. Erwachsene schneiden feste Pappe und prüfen Ränder und Klebestellen. Nicht werfen oder stark schütteln. Als Variante ohne Glasmurmel einen selbst geknüllten Papierball verwenden und alle Wege deutlich breiter bauen; auch dieser gehört nicht in den Mund.

Noch eine Idee

  • Wenige breite Wege sind für den Anfang besser als viele enge Sackgassen.
  • Die Zeichnung zeigt ein Beispiel von oben. Ihr müsst sie nicht maßgenau nachbauen.

So bleiben die Murmelwege frei

Draufsicht mit zwei abwechselnd angeordneten Wänden und einem freien Weg vom Start zum Haus.

Vorschau der DruckvorlageDraufsicht mit zwei abwechselnd angeordneten Wänden und einem freien Weg vom Start zum Haus.

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