Weihnachtscountdown · 55 Tage noch · 2026-10-30

Die trockene Fußmatte

Puschel beugt sich links am Wuselhaus hinunter und prüft den Rand einer flachen braunen Fußmatte. Flauschi steht rechts mit einer offenen Pfote daneben. Beide stehen mit zwei Füßen auf den Steinplatten; die niedrigen Eingangsstufen hinter der Matte sind frei. Die hölzerne Haustür bleibt geschlossen.
Eine trockene Matte und ein freier Weg: Puschel bereitet das Ankommen vor.

Puschel blieb vor der Haustür stehen und betrachtete die Fußmatte. Sie lag trocken auf den Steinplatten vor den niedrigen Stufen. Ein goldenes Blatt war bis an ihren Rand geweht. Puschel„Wenn unsere Wintergäste kommen, sollen ihre Füße schon vor der Tür merken, dass sie willkommen sind.“ Flauschi lächelte. So hatte sie über Füße noch nie nachgedacht.

Puschel bückte sich und prüfte eine Ecke der Matte. Sie lag schön flach. Dann schaute er zur Tür, zu den Stufen und wieder zur Matte. Puschel„Vielleicht fehlt eine Schleife.“ Flauschi„Hier unten würde die uns nur im Weg liegen.“ Puschel stellte sich seine eigene Pfote in einer feierlichen Schleife vor. Nein, das war kein besonders guter Empfang.

Die Schleife blieb also in der Weihnachtskiste. Auch das kleine Glöckchen durfte auf seinem weichen Tuch warten. Heute brauchte der Eingang keinen Schmuck. Flauschi„Trocken, ordentlich und mit Platz zum Gehen ist schon freundlich.“ Puschel strich mit seiner Pfote über den Mattenrand. Nichts stand hoch, nichts war darunter eingeklemmt.

Das goldene Blatt nahm er behutsam vom Rand und legte es seitlich zu den anderen Blättern, weit weg von den Stufen. Nicht jedes Blatt musste aus dem Garten verschwinden. Nur dort, wo jemand seine Füße hinstellte, wollte Puschel genau hinschauen. Hinter ihm wartete Flauschi, bis er sich wieder aufgerichtet hatte.

Dann machte Puschel einen sehr kleinen Probeschritt. Beide Füße blieben sicher auf der ebenen Fläche. Puschel„Guten Tag, liebe Matte. Ich bin ein Gast.“ Er winkte so höflich, dass Flauschi kichern musste. Flauschi„Willkommen. Du darfst ganz ohne Kunststücke hereinkommen.“ Puschel nickte erleichtert. Eine Begrüßungsverbeugung mit dem Schweif nach vorn hätte er ohnehin erst üben müssen.

Er sah den Eingang noch einmal an. Die Matte lag vor den Stufen, die Stufen waren frei und die Tür blieb bei ihrer Probe geschlossen. Puschel„Wenn es später regnet, schauen wir wieder nach.“ Flauschi„Genau. Trocken bleibt nicht automatisch trocken.“ Heute war kein Wasser da. Für einen anderen Tag konnten sie neu entscheiden.

Puschel stellte sich vor, wie irgendwann ein Freund vor der Tür stehen würde: vielleicht müde vom Weg, vielleicht mit kalten Pfoten und einer Geschichte im Kopf. Dann sollte er nicht erst über ihre Sachen steigen müssen. Für ihn Platz zu lassen, fühlte sich plötzlich ein bisschen wie ein Geschenk an.

Puschel„Wir haben gar nichts gebastelt, und trotzdem etwas für Weihnachten vorbereitet.“ Flauschi„Einen guten Anfang fürs Ankommen.“ Puschel grinste und stellte sich neben sie. Er hatte einen kurzen Wuselruf für seine Gäste und nun auch einen freien Weg zur Tür. Die Matte sagte kein Wort. Sie lag einfach da – und war genau richtig.

Eure kleine Vorbereitung

Wenn ihr mögt, schaut gemeinsam mit einem Erwachsenen euren Eingang an: Liegen Schuhe und andere Dinge so, dass der Weg frei bleibt? Ihr könnt eine kleine Sache an ihren Platz räumen oder euren Gästen einen freundlichen Gruß überlegen. Niemand muss draußen arbeiten; Zuschauen ist genauso gut.

Für Erwachsene: Erwachsene prüfen, ob eine Matte für den Untergrund geeignet und rutschfest ist, flach liegt und keine Stolperkante bildet. Stufen und Türbereich frei halten. Nässe, Laub, Frost oder Eis können den Eingang verändern; bei Bedarf erneut prüfen und selbst beheben. Kinder nicht auf glatten Flächen testen lassen oder schwere Matten tragen lassen.

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