Entdeckung 16 / 27
Puschel & Flauschis Waldentdeckungen
Warum riecht der Wald nach Regen?
Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Der Regen hatte aufgehört. Kleine Tropfen glänzten auf den Blättern. Puschel blieb auf dem festen Waldweg stehen und hob die Nase. Etwas roch anders als vor dem Schauer.
Puschel„Flauschi, hat jemand den Wald frisch gewaschen? Er riecht wie eine Geschichte mit nassen Füßen.“
Flauschi lachte und hielt die grüne Forscherlupe unten. Für diese Entdeckung brauchten sie zuerst ihre Nasen. Beide atmeten ganz normal die Luft ein. Sie hielten keine Blätter, Pilze oder Erde vor ihr Gesicht.
Flauschi„Der Regen selbst ist nicht einfach ein Waldparfüm. Auf Pflanzen und im Boden gibt es Stoffe, die riechen. Regen kann helfen, solche Duftstoffe in die Luft zu bringen.“
Flauschi erklärte, dass auf manchen Böden winzige Luftbläschen entstehen, wenn Regentropfen auftreffen. Die Bläschen können platzen und kleine Tröpfchen mit Duftstoffen in die Luft schicken. Das passiert besonders bei Regen nach trockener Zeit.
Puschel„Dann schickt der Boden Duftpost. Aber die Briefmarken sind zu klein für meine Augen.“
Flauschi„Im Boden leben auch winzige Lebewesen, die Bakterien heißen. Manche stellen Stoffe her, die nach Erde riechen. Zusammen mit Düften aus Pflanzen kann daraus der typische Geruch nach Regen werden. Er heißt Petrichor.“
Puschel wiederholte das neue Wort langsam. Flauschi erklärte, dass nicht jeder Wald und nicht jeder Schauer gleich riecht. Welche Pflanzen wachsen und wie trocken der Boden war, macht einen Unterschied.
Puschel„Pe-tri-chor. Das klingt wie ein winziger Chor, den man mit der Nase hört.“
Flauschi kicherte. Ein echter Chor sang hier natürlich nicht. Puschel ließ die Erde unberührt und lauschte noch einem Tropfen, der vom Zweig fiel. Dann gingen sie weiter. Manche Waldgeheimnisse musste man nicht sehen, um sie zu entdecken.
Genau hingeschaut
Das haben die beiden entdeckt
Auf Pflanzen und im Boden gibt es Stoffe, die wir riechen können. Der typische Geruch nach Regen entsteht aus verschiedenen solchen Stoffen. Er wird Petrichor genannt.
Wenn Regen auf bestimmte Böden trifft, können kleine Luftbläschen platzen. Dabei gelangen winzige Tröpfchen mit Duftstoffen in die Luft. Besonders nach einer trockenen Zeit kann der Geruch auffallen.
Bakterien sind winzige Lebewesen im Boden. Manche bilden Stoffe, die erdig riechen. Auch Stoffe aus Pflanzen tragen zum Regengeruch bei. Das ist kein zugesetztes Parfüm.
Nicht jeder Regen und jeder Waldboden riecht gleich. Pflanzen, Boden und das Wetter davor machen einen Unterschied. Wir nehmen den Duft aus der Luft wahr und halten keine Erde oder Pilze an die Nase.
Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.
Quellen für Erwachsene: Met Office: Rain and its smell
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