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Entdeckung 1 / 27

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Die Perlen im Spinnennetz

Im Morgenlicht glitzert zwischen zwei Farnen eine geheimnisvolle Perlenkette. Mit der Forscherlupe finden Puschel und Flauschi heraus, wem sie gehört.

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Puschel betrachtet mit einer grünen Lupe ein Spinnennetz voller Wassertropfen, während Flauschi begeistert auf die glitzernden Tropfen zeigt
Die Tautropfen machen jeden feinen Faden des Spinnennetzes sichtbar.

Früh am Morgen spazierten Puschel und Flauschi durch den noch stillen Wuselwald. Zwischen zwei Farnen blitzte plötzlich etwas auf. Puschel blieb so plötzlich stehen, dass sein Schweif noch einen kleinen Schritt weiterwuselte.

Puschel„Flauschi, schau! Der Wald hat über Nacht eine Perlenkette aufgehängt!“

Flauschi kniete sich neben ihn und reichte ihm ihre grüne Forscherlupe. Eine Lupe ist ein besonderes Glas, durch das kleine Dinge größer aussehen. Der Griff sah aus wie ein Blatt. Durch das runde Glas erkannte Puschel, dass jede einzelne Perle an einem hauchdünnen Faden hing.

Flauschi„Das sind Wassertropfen. Sie sitzen auf einem Spinnennetz und lassen seine feinen Fäden glitzern.“

Puschel schaute noch genauer hin. In manchen Tropfen stand der ganze Wald winzig klein und auf dem Kopf. Am Rand des Netzes wartete ruhig eine kleine Gartenkreuzspinne.

Puschel„Dann ist das ihre Perlenkette. Ich zähle die Tropfen, ohne ihr Kunstwerk anzufassen.“

Bei siebenundvierzig kitzelte ihn ein Farn an der Nase. Puschel hielt sein Niesen gerade noch zurück und trat vorsichtig einen Schritt vom Netz weg. Flauschi musste leise lachen.

Flauschi„Eine ausgezeichnete Forscherregel: genau hinsehen und den Tieren ihr Zuhause lassen.“

Als die Sonne höher stieg, wurden die Tropfen langsam kleiner. Das Netz war bald wieder fast unsichtbar. Puschel legte die Lupe behutsam in den Rucksack.

Puschel„Die Perlen sind verschwunden, aber jetzt wissen wir, wo wir morgen früh suchen müssen.“

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • In der Luft ist Wasser, das wir nicht sehen können. Es heißt Wasserdampf. Wird ein Blatt oder Spinnenfaden nachts kalt genug, können sich daran kleine Wassertropfen bilden. Diese Tropfen heißen Tau.

  • Die Tautropfen hängen an den dünnen Fäden des Spinnennetzes. Im Licht glitzern sie. So entdecken wir ein Netz, das wir ohne die Tropfen leicht übersehen würden.

  • Spinnen machen ihre Fäden selbst. Diese Fäden heißen Spinnseide. Sie sind sehr leicht und können sich biegen, ohne gleich zu reißen. Viele Spinnen bauen daraus ein Netz zum Fangen kleiner Tiere.

  • Mit ihrem Netz kann eine Spinne Futter fangen. Es gehört zu ihrem Zuhause. Deshalb schauen wir nur zu und fassen es nicht an.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: Met Office: Tau / dew · Natural History Museum: Spinnseide / spider silk

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