Entdeckung 13 / 27
Puschel & Flauschis Waldentdeckungen
Die Pusteblume auf Reisen
Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

An einem freundlichen Frühlingstag blieben Puschel und Flauschi am hellen Waldrand stehen. Zwischen den Gräsern stand eine Pusteblume. Ihr weißer Kopf sah aus wie ein winziger runder Wolkenball.
Puschel„Flauschi! Eine Wolke mit Stiel. Hoffentlich regnet es daraus keine Nüsse.“
Eine sanfte Brise strich über den Weg. Ein einzelnes weißes Schirmchen löste sich und schwebte an Puschels Nase vorbei. Er hielt beide Pfoten vor seinem Bauch und verfolgte es nur mit den Augen.
Flauschi„Das gehört zum Löwenzahn. Aus seinen gelben Blüten entstehen später kleine Früchte mit solchen Schirmchen. Zusammen sehen sie wie eine Pusteblume aus.“
Puschel sah unter den feinen weißen Härchen ein kleines braunes Stück hängen. Flauschi erklärte, dass darin ein Samen steckt. Aus einem Samen kann an einem passenden Platz eine neue Pflanze wachsen.
Puschel„Dann fährt hier ein kleiner Löwenzahn von morgen vorbei. Aber wo ist sein Motor?“
Flauschi„Er hat keinen. Die Härchen bremsen das Fallen in der Luft. Der Wind kann die kleine Frucht weitertragen. Das Schirmchen sieht wie ein Fallschirm aus, besteht aber aus feinen Härchen statt aus Stoff.“
Flauschi ließ die grüne Lupe unten neben ihrem Bauch. Dem fliegenden Schirmchen mussten sie nicht hinterherlaufen. Manche landeten schon im Gras, andere schwebten weiter über den Weg.
Puschel„Ich würde ja gern eine Fahrkarte kaufen. Aber mein Schweif wäre bestimmt zu schwer.“
Flauschi kicherte. Sie bliesen nicht an der Pusteblume und ließen sie stehen. Eine weitere kleine Frucht ging mit dem Wind auf Reisen. Puschel winkte ihr mit einer Pfote nach. Diesmal hatte er das Geheimnis auch ohne Einsteigen entdeckt.
Genau hingeschaut
Das haben die beiden entdeckt
Nach den gelben Blüten bildet der Löwenzahn viele kleine Früchte. In jeder steckt ein Samen. Die Früchte mit ihren weißen Schirmchen bilden zusammen die Pusteblume.
Jedes Schirmchen besteht aus feinen Härchen. Sie bremsen das Fallen in der Luft. So kann der Wind die kleine Frucht forttragen. Das nennt man Windverbreitung: Der Wind bringt Samen an andere Orte.
Das braune Stück hängt unter dem Schirmchen. Es ist eine kleine Frucht mit einem Samen darin – kein Staubkorn. Die ganze Frucht reist zusammen mit dem Schirmchen.
Nicht jede fliegende Frucht wird eine neue Pflanze. Der Samen muss an einen passenden Platz kommen und genug Wasser und geeignete Bedingungen zum Wachsen finden. Wir schauen dem Flug nur zu.
Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.
Quellen für Erwachsene: University of Edinburgh: Dandelion fruit flight · University of Edinburgh: How dandelion seeds fly
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