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Entdeckung 25 / 27

Puschel & Flauschis Waldentdeckungen

Die Pfütze mit dem Glasdeckel

Eine flache Pfütze glänzt am Morgen ganz anders. Puschel vermutet einen Deckel – bis Flauschi das Eis entdeckt.

Etwa 6–10 JahreVorlesen: ca. 4–5 Minuten1 Bild

Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Puschel und Flauschi stehen auf trockenem Boden neben einer kleinen Pfütze mit dünner Eisschicht.
Unter der dünnen Eisschicht ist noch ein Blatt zu sehen. Beide bleiben mit ihren Füßen auf dem trockenen Weg.

Am Abend zuvor hatte es geregnet. Nun war der Morgen klar und kalt. Puschel und Flauschi gingen über den trockenen Randweg. Neben ihnen lag eine kleine flache Pfütze. Ein braunes Blatt war darin zu sehen, aber die Oberfläche wackelte nicht. Sie glänzte glatt wie ein Fenster.

Puschel„Jemand hat die Pfütze zugemacht.“

Flauschi blieb auf dem trockenen Boden stehen. Puschel hielt ebenfalls Abstand. Das Blatt lag unter einer dünnen durchsichtigen Schicht. Er beugte sich nur ein wenig vor, ohne seine Füße vom Weg zu nehmen. Dann schaute er Flauschi an.

Puschel„Gibt es jetzt Pfützen mit Deckel? Hoffentlich ist der nicht so fest wie am Marmeladenglas.“
Flauschi„Das ist Eis. In der kalten Nacht ist oben Wasser gefroren.“

Puschel betrachtete die glatte Fläche. Die Pfütze war am Abend flüssig gewesen. Nun sah sie aus, als hätte jemand ein kleines Stück Glas darübergelegt. Flauschi erklärte, dass Wasser bei genügend Kälte fest werden konnte. Dabei wurde aus dem flüssigen Wasser Eis. Es kam kein fremder Deckel dazu.

Puschel„Die Pfütze hat ihren Deckel also selbst mitgebracht. Er ist aus derselben Sache wie der Rest.“

Am Rand sahen sie kleine Linien und Luftbläschen in der Eisschicht. Darunter blieb das Blatt braun. Es war nicht plötzlich ein Winterblatt geworden. Puschel wollte mit seiner Pfote zeigen, wo die Schicht besonders klar war. Er zeigte aus der Luft und ließ die Oberfläche unberührt.

Flauschi„Wir schauen nur. Dünnes Eis kann brechen, und glatte Stellen sind rutschig.“
Puschel„Ich brauche keinen Pfützendeckel in meiner Pfote. Auf dem Boden sieht er besser aus.“

Ein Sonnenstrahl erreichte den Weg. Puschel fragte, ob die Sonne das Eis gleich wegzaubern würde. Flauschi schüttelte den Kopf. Zum Schmelzen musste das Eis genügend Wärme bekommen. Wie schnell das ging, hing vom Wetter und von der Eisschicht ab. Sie konnten nicht einfach eine Uhr stellen und sicher sein.

Puschel„Dann warten wir nicht, bis die Pfütze fertig ist. Wir besuchen sie später noch einmal.“

Sie gingen ein Stück weiter. Dort glitzerte Reif auf einem Grashalm. Das war ebenfalls gefrorenes Wasser, sah aber ganz anders aus als die glatte Schicht auf der Pfütze. Sie betrachteten beides von sicheren Stellen aus. Puschel fand es erstaunlich, wie unterschiedlich etwas aussehen konnte, das mit Wasser zu tun hatte.

Puschel„Heute hat der Wald Fenster an den falschen Stellen.“
Flauschi„Und wir lassen sie alle heil.“

Als sie am Nachmittag mit einem Erwachsenen noch einmal vorbeikamen, war der Weg sicher begehbar. Die kleine Pfütze zeigte wieder eine bewegliche Wasserfläche. Das braune Blatt schwamm noch darin. Puschel blieb genau dort stehen, wo er am Morgen gestanden hatte.

Puschel„Der Deckel ist wieder zur Pfütze geworden.“

Flauschi nickte. Niemand musste etwas wegräumen, und niemand hatte das Eis aufgebrochen. Sie sahen noch einen Augenblick zu. Dann machten sie sich auf den Heimweg, während im Wasser ein Stück Himmel zwischen den braunen Blatträndern zitterte.

Genau hingeschaut

Das haben die beiden entdeckt

  • Wasser kann bei genügend Kälte gefrieren. Reines Wasser gefriert unter üblichen Bedingungen bei etwa 0 °C.

  • Auf einer Pfütze kann zuerst eine dünne Eisschicht entstehen. Darunter kann noch flüssiges Wasser liegen.

  • Bekommt Eis genügend Wärme, schmilzt es wieder zu Wasser. Es verschwindet dabei nicht einfach.

  • Glattes Eis ist rutschig. Aus seinem Aussehen lässt sich nicht zuverlässig schließen, ob es ein Gewicht tragen könnte.

Kleines Wuselquiz

Wähle eine Antwort: a) oder b).

Woraus besteht der scheinbare Pfützendeckel?

  • a) Aus gefrorenem Wasser – also Eis.
  • b) Aus einer Glasscheibe, die über Nacht gewachsen ist.
Antwort zeigen

Richtig ist a). Flüssiges Wasser ist fest geworden. Wenn das Eis schmilzt, wird es wieder zu Wasser.

Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.

Quellen für Erwachsene: Met Office: Frost and ice (Englisch / English) · Met Office: Wie Eis an der Oberfläche entsteht / Surface ice

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