Halloween · 20 Tage noch ·

Der Umhang mit der Schweiflücke

Puschel trägt auf dem freien Gartenweg einen kurzen violetten Umhang mit einer breiten offenen Lücke für seinen blauen Schweif. Flauschi prüft den Saum mit einer Pfote. Beide stehen mit sichtbaren Füßen auf dem Boden; die bekannte Papierdekoration hängt am Zaun.
Vorne passt der Umhang – und hinten bekommt Puschels Schweif seinen eigenen Platz.

Noch zwanzig Tage bis Halloween. Auf dem niedrigen Gartentisch lag ein kurzer violetter Umhang. Daneben stand der ganze Kürbis mit seiner hellen Sichelstelle. Am Zaun winkten die Papiergespenster, und die mittlere der drei Papierfledermäuse hing noch immer kopfüber. Puschel betrachtete den Stoff. Puschel„Heute probiere ich meine Verkleidung“, sagte er.

Flauschi half ihm, den Umhang über die Schultern zu legen. Eine breite, weiche Stofflasche hielt ihn vorne an der Brust zusammen. Am Hals hing keine Schnur. Puschels Gesicht, Ohren und Pfoten blieben frei. Puschel„Vorne passt er wunderbar“, sagte Puschel. Puschel„Ich kann sogar meinen Bauch noch sehen.“ Er schaute hinunter und lächelte zufrieden.

Dann wollte er seinen Schweif ein wenig bewegen. Hinter ihm hob sich der violette Stoff wie ein kleines Zelt. Puschel blieb stehen. Puschel„Mein Umhang hat einen Hügel bekommen.“ Flauschi ging einen Schritt zur Seite. Flauschi„Dein Schweif steckt unter dem hinteren Stoff.“ Puschel blickte über seine Schulter. Puschel„Den habe ich bei der Anprobe vergessen. Dabei kommt er immer mit.“

Flauschi„Dann braucht er seinen eigenen Platz“, sagte Flauschi. Puschel nahm den Umhang wieder ab. Gemeinsam breiteten sie ihn auf dem Tisch aus. Hinten lagen zwei Stoffseiten dicht übereinander. Flauschi schob sie etwas auseinander. Zwischen ihnen entstand eine breite Lücke, die von unten nach oben reichte. Flauschi„Hier könnte dein Schweif frei bleiben.“ Puschel„Eine Schweiflücke!“, sagte Puschel. Puschel„Die fehlt auf unserem Festplan.“ Flauschi„Auf dem Umhang fehlt sie“, antwortete Flauschi und kicherte.

Sie legten die hinteren Stoffseiten so, dass die Lücke offen blieb. Die weichen Laschen des Umhangs hielten den Stoff in seiner neuen Form. Dann probierte Puschel ihn noch einmal an. Diesmal lag der kurze Saum locker neben seinem Schweif. Nichts drückte auf das Fell. Flauschi prüfte die Stoffkante mit einer Pfote. Flauschi„Der Saum bleibt weit über deinen Füßen“, sagte sie. Puschel bewegte seinen Schweif vorsichtig. Puschel„Jetzt hat der Hügel einen Ausgang.“

Er ging ein paar ruhige Schritte auf dem freien Weg und drehte sich langsam zu Flauschi. Der Umhang blieb kurz, die Pfoten blieben frei und der Schweif bewegte sich neben dem Stoff. Flauschi„Kannst du gut sehen?“, fragte Flauschi. Puschel„Dich, den Weg und sogar das Kürbislächeln.“ Flauschi„Und kannst du bequem gehen?“ Puschel nickte. Puschel„Mit allem, was zu mir gehört.“

Puschel„Willst du auch einen Umhang?“, fragte er. Flauschi„Heute schaue ich lieber zu“, sagte Flauschi. Puschel„Dann bist du unsere Saumprüferin.“ Flauschi„Das mache ich gern.“ Puschel hob die Pfoten kurz zu einem freundlichen Gruß. Ein Buh musste nicht dazu.

Später nahmen sie den Umhang wieder mit hinein. Puschel wollte seine Idee auf Papier malen: vorne Platz zum Schauen, unten Platz zum Gehen und hinten Platz für den Schweif. Puschel„Meine Verkleidung muss mich nicht verstecken“, sagte er. Flauschi nickte. Flauschi„Sie soll zu dir passen.“ Und diesmal hatte Puschel wirklich an seinen ganzen Puschel gedacht.

Eure kleine Familienidee

Entwerft auf Papier eine freiwillige Verkleidung. Zeichnet ein freies Gesicht und Füße, die gut gehen können. Überlegt gemeinsam: Wo braucht eure Verkleidung noch Platz? Ihr müsst nichts nähen oder anziehen; auch eine Zeichnung oder Zuschauen gehört dazu.

Für Erwachsene: Lumi-Tipp für Erwachsene: Heute genügt ein Papierentwurf. Falls ein vorhandenes Kostüm anprobiert wird, begleiten Sie die Anprobe und prüfen Sie freie Sicht, Bewegungsfreiheit und einen kurzen Saum ohne Stolperstellen. Keine Schnüre oder Knoten am Hals. Schneiden, Nähen und Änderungen übernehmen Erwachsene. Bei Unbehagen sofort ausziehen; Verkleiden bleibt freiwillig.

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