Halloween · 7 Tage noch ·
Ein Schatz, den man teilen kann

„Noch sieben Tage bis Halloween“, sagte Flauschi. Sie strich über den Deckel der kleinen Holzkiste. „Gestern war hier eine Pause versteckt. Was findet man beim Fest?“
Puschel legte drei Bildkarten daneben. „Etwas, das für alle reicht.“
Flauschi sah auf die erste Karte. Zwei runde Gesichter lächelten einander an.
„Ich wünsche dir jemanden, der freundlich Hallo sagt“, erklärte Puschel.
Auf der zweiten Karte reichten sich zwei Pfoten einen grünen Ball. „Und jemanden, der mit dir teilt.“
Die dritte zeigte das Kissen von gestern. Puschel schob alle drei Karten in die Kiste. „Eine ganze Schatzsuche voller freundlicher Wünsche.“
Sie befestigten ihre fünf Papierpfoten wieder flach auf dem trockenen Gartenweg. Diesmal zeigte auch die mittlere nach vorn. Dann gingen sie gemeinsam neben der kurzen Spur entlang. Die Kiste wartete am Ende, sicher auf dem niedrigen Gartentisch.
Flauschi öffnete den Deckel und zog die Karte mit den beiden Gesichtern heraus.
„Die sind aber lustig“, sagte sie. „Warum haben sie so große Nasen?“
Puschel beugte sich vor. „Das sind keine Nasen. Das sind ihre offenen Pfoten.“
Er hatte die Pfoten direkt vor die Gesichter gemalt. Jetzt sah es aus, als würden zwei lange Nasen aneinanderstoßen.
Flauschi musste kichern. „Dann begrüßen sie sich eben mit der Nase.“
Puschel betrachtete sein Bild. „Das wäre ziemlich kitzelig.“
Er nahm einen Stift und malte kurze Arme dazu. Nun konnte Flauschi erkennen, wo die Pfoten hingehörten. Die Gesichter blieben genauso fröhlich.
„So“, sagte Puschel. „Ein Hallo, bei dem niemand niesen muss.“
Flauschi legte die Karte zurück. Dann sah sie zum Kissenbild.
„Was wünschen wir jemandem, der gar nicht viel reden möchte?“
„Ein besonders leises Hallo?“
„Das auch. Und dass jemand ruhig neben ihm sitzen darf, ohne gleich ein Spiel anzufangen.“
Sie holte eine neue Karte. Puschel malte ein zweites lila Kissen neben das erste. Flauschi ergänzte weiche Ecken und kleine Falten.
„Zwei Plätze“, sagte sie. „Zusammensitzen darf auch leise sein.“
Puschel nickte. „Und allein ausruhen geht trotzdem.“
Sie stellten die neue Karte zu den anderen. Beim Fest konnten sie die Bilder gemeinsam anschauen und erzählen, was sie damit meinten. Niemand musste eine Karte nehmen oder einen eigenen Wunsch malen.
„Wird der Schatz weniger, wenn wir ihn teilen?“, fragte Flauschi.
Puschel schaute in die Kiste. „Die Karten bleiben hier. Aber ein freundliches Hallo können wir mehrmals verschenken.“
Nach der Probe sammelten sie die Papierpfoten ein. Die Kiste brachten sie ebenfalls ins Trockene.
Puschel trug sie besonders vorsichtig.
„Nicht wegen der langen Nasen“, erklärte er. „Hier sind jetzt vier gute Ideen drin.“
Eure kleine Familienidee
Malt gemeinsam eine freundliche Bildbotschaft: zum Beispiel ein Hallo, etwas teilen oder einen ruhigen Platz anbieten. Sammelt eure Bilder in einer kleinen Schachtel und erzählt freiwillig, was ihr damit meint. Auch Zuschauen ist willkommen.
Für Erwachsene: Lumi erinnert Erwachsene: Fragt nach der Bedeutung eines Bildes, statt sie vorzugeben. Kein Kind muss sprechen, etwas malen oder persönliche Wünsche offenlegen; ruhiges Dabeisitzen und Alleinpausen sind gleichwertig. Für eine Bilderspur nur freie ebene Wege, flache rutschfeste Befestigung und gemeinsame Begleitung nutzen. Karten und Schachtel danach trocken wegräumen; keine Münzen oder kleinen Belohnungsteile nötig.
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