Staffel 3 · Folge 1 · Geschichte 5 von 5
Küche & Genuss
Mondbeeren für den Nachtweg

Eine Reise zum Sternenhügel brauchte guten Proviant. Flauschi stellte einen Korb auf den Küchentisch und füllte ihn mit Blattgebäck, Nüssen und zwei kleinen Flaschen Holunderlimonade. Puschel übernahm die Mondbeeren. Das zumindest war der Plan.
Die runden silberblauen Beeren wollten jedoch nicht im Glas bleiben. Eine rollte über den Tisch, eine zweite hinterher, und plötzlich kullerte eine ganze Schar in alle Richtungen. Puschel sprang nach links, Flauschi nach rechts. Die Sternenlaterne blieb genau einmal auf dem Regal stehen und beobachtete alles mit ihrem kleinen goldenen Funken.
Puschel fing zwei Beeren mit den Pfoten und eine mit seinem buschigen Schweif. Auf die vierte setzte er sich versehentlich. Flauschi hielt inne, sah seine überraschten Augen und musste so herzlich lachen, dass auch ihr beinahe das Glas entglitt.
Gemeinsam sammelten sie jede Beere wieder ein. Die zerdrückte kam in eine Schale, wurde mit Honig verrührt und landete als violette Füllung im Blattgebäck. Puschel„Das war Absicht“, erklärte Puschel. Flauschi kostete. Flauschi„Dann war es eine sehr leckere Absicht.“
Als sie das erste Gebäck teilten, leuchtete der Funke in der kupferfarbenen Laterne heller. Ein schmaler Lichtstrahl fiel auf den gepackten Korb und anschließend zur Tür. Offenbar war nun auch die Laterne reisefertig.
Puschel hob den Korb an. Eine letzte Mondbeere rollte unten heraus. Flauschi fing sie mit einer Pfote auf und legte sie ihm in den Mund. Flauschi„Für unterwegs“, sagte sie. So begann ihre Reise mit vollen Taschen, warmem Licht und genau einer Beere weniger als geplant.
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