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Erde & Weltraum

Gemeinsam entdecken · Kurzer Einstieg und mehr zum Nachlesen

Warum sehen wir vom Mond fast immer dieselbe Seite?

Der Mond dreht sich – und zeigt uns doch fast immer dieselbe Seite. Puschel rätselt mit.

Die Wusels betrachten ein Tischmodell mit Erdkugel und kleiner Mondkugel.
Eine Wuselgeschichte zum Entdecken.

Kurz erklärt

Der Mond dreht sich einmal um sich selbst, während er einmal um die Erde läuft. Beide Bewegungen dauern etwa gleich lang. Deshalb bleibt fast dieselbe Mondseite zur Erde gerichtet. Die andere Seite bekommt trotzdem auch Sonnenlicht.

Die Wusels betrachten ein Tischmodell mit Erdkugel und kleiner Mondkugel.
Die Wusels betrachten ein Tischmodell mit Erdkugel und kleiner Mondkugel.

Ein Umlauf, eine Eigendrehung

  1. 1. Start rechts von der Erde

    Start rechts von der Erde. Blau steht für die Erde, grau für den Mond. Der orange Punkt markiert eine Mondseite. Hier zeigt er nach links zur Erde. Merke dir seine Richtung im Bild.

    Blau steht für die Erde, grau für den Mond. Der orange Punkt markiert eine Mondseite. Hier zeigt er nach links zur Erde. Merke dir seine Richtung im Bild.

  2. 2. Ein Viertel der Runde

    Ein Viertel der Runde. Der Mond steht nun oberhalb der Erde. Der orange Punkt zeigt nach unten zur Erde. Er hat seine Richtung im Bild verändert: Der Mond hat sich zugleich selbst gedreht.

    Der Mond steht nun oberhalb der Erde. Der orange Punkt zeigt nach unten zur Erde. Er hat seine Richtung im Bild verändert: Der Mond hat sich zugleich selbst gedreht.

  3. 3. Eine halbe Runde

    Eine halbe Runde. Jetzt steht der Mond links von der Erde. Der Punkt zeigt nach rechts zur Erde. Gegenüber dem Start hat sich der Mond um eine halbe Drehung gedreht und einen halben Umlauf geschafft.

    Jetzt steht der Mond links von der Erde. Der Punkt zeigt nach rechts zur Erde. Gegenüber dem Start hat sich der Mond um eine halbe Drehung gedreht und einen halben Umlauf geschafft.

  4. 4. Zurück am Start

    Zurück am Start. Nach einem ganzen Umlauf steht der Mond wieder rechts. Der Punkt zeigt wieder nach links. Inzwischen hat der Mond auch eine vollständige Eigendrehung gemacht. Er hat der Erde dabei dieselbe markierte Seite zugewandt.

    Nach einem ganzen Umlauf steht der Mond wieder rechts. Der Punkt zeigt wieder nach links. Inzwischen hat der Mond auch eine vollständige Eigendrehung gemacht. Er hat der Erde dabei dieselbe markierte Seite zugewandt.

Die vier Bilder schauen von derselben Richtung auf die Umlaufbahn. Der Punkt ist eine gedachte Markierung, keine helle Mondphase.

Umlauf bedeutet um die Erde herum; Eigendrehung bedeutet Drehen um sich selbst. Beide dauern beim Mond ungefähr gleich lange.

Kleine Schwankungen sind weggelassen; deshalb heißt es in Wirklichkeit fast immer dieselbe Ansicht. Die erdabgewandte Seite bekommt ebenfalls Sonnenlicht.

Würde ein Mond ohne Eigendrehung der Erde dieselbe Seite zeigen?

Nein. Ohne Eigendrehung bliebe der Punkt in unserer Zeichnung immer in dieselbe Richtung ausgerichtet, etwa nach links. Auf der anderen Seite der Erde würde er dann von ihr wegzeigen. Unser Mond dreht sich beim Umlaufen passend mit: eine Eigendrehung je Umlauf.

Eine erfundene Wuselszene

Puschel und Flauschi entdecken

Puschel trägt eine markierte Kugel um eine Erdkugel. Zuerst hält er die Markierung immer zur gleichen Zimmerwand; Flauschi sieht von der Erde aus verschiedene Seiten. Beim zweiten Versuch dreht er sie stets zur Erde.

Jetzt hat sich die Kugel auf dem Weg auch einmal selbst gedreht.

Erkläre es selbst

Was muss ein Mondmodell tun, damit seine Markierung immer zur Erde zeigt?

Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.

  • a)Sich während eines Umlaufs zweimal um die eigene Achse drehen.
  • b)Sich während eines Umlaufs auch einmal selbst drehen.
  • c)Sich während eines Umlaufs nicht um die eigene Achse drehen.
Erklärung zeigen

Richtig ist b): Sich während eines Umlaufs auch einmal selbst drehen.

Der Mond dreht sich einmal um sich selbst, während er einmal um die Erde läuft. Beide Bewegungen dauern etwa gleich lang. Deshalb bleibt fast dieselbe Mondseite zur Erde gerichtet. Die andere Seite bekommt trotzdem auch Sonnenlicht.

Wörterhilfe
Achse
Eine gedachte Linie, um die sich etwas dreht; bei Geräten kann sie auch ein echtes Bauteil sein.
Genauer entdecken

Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.

Schritt für Schritt verstehen

So funktioniert es – einfach erklärt

So hängen die Schritte zusammen
  1. Der Mond wandert um die Erde
  2. Zwei Zeiten passen zusammen
  3. Die andere Seite bekommt Sonne

Der Mond wandert um die Erde

Ein Umlauf bedeutet einmal um die Erde herum. Zugleich dreht der Mond sich um seine eigene Achse.

Zwei Zeiten passen zusammen

Eine vollständige Eigendrehung dauert ungefähr so lange wie ein Umlauf. Dadurch richtet er auf seiner Bahn fast immer dieselbe Seite zur Erde. Ohne die Eigendrehung würden wir nach und nach andere Seiten sehen.

Die andere Seite bekommt Sonne

Erdfern bedeutet nicht ständig dunkel. Auch die abgewandte Seite wird im Monatslauf beleuchtet. Eine Drehzeichnung zeigt die Orientierung, nicht die echten Größen.

Warum der Mond sich trotz gleicher Ansicht dreht

Stell dir vor, du gehst um einen Tisch und hältst dein Gesicht immer zu seiner Mitte gerichtet. Auf deinem Weg musst du dich selbst mitdrehen. Nach einer ganzen Runde hast du auch deinen Körper einmal gedreht. Der Mond verhält sich ähnlich: Ein Umlauf und eine Eigendrehung dauern ungefähr gleich lange. Deshalb sehen wir fast immer dieselbe Seite. Das ist eine Vorstellungshilfe, keine Aufforderung, sich schnell im Kreis zu drehen.

Belege zur Erklärung: [1]

Das Wichtigste noch einmal

Wissen 1

Der Mond dreht sich um seine eigene Achse und läuft zugleich um die Erde.

Beleg: [1]

Wissen 2

Eine Drehung dauert ungefähr so lange wie ein Umlauf. Dadurch zeigt er der Erde fast immer dieselbe Seite.

Beleg: [1]

Wissen 3

Die erdabgewandte Seite ist nicht ständig dunkel. Auch sie bekommt im Monatslauf Sonnenlicht.

Beleg: [1]

Bilder und Quellen für Erwachsene