Gefühle & Miteinander
Warum fragen wir, bevor wir uns etwas ausleihen?
Puschel möchte etwas ausleihen. Flauschi zeigt, warum die Antwort des anderen wichtig ist.

Kurz erklärt
Vor dem Ausleihen fragst du, weil eine Sache jemand anderem gehört. Die Person darf Ja oder Nein sagen. Bei einem Ja vereinbart ihr, wie du sie benutzt und wann du sie zurückgibst.

Eine erfundene Wuselszene
Puschel und Flauschi entdecken
Puschel greift nach Flauschi Lieblingsstift und hält inne. Er fragt, ob er ihn ausleihen darf. Sie braucht ihn gerade selbst und sagt Nein. Puschel nimmt einen anderen Stift. Später fragt er erneut, statt das spätere Ja schon vorauszusetzen.
Erkläre es selbst
Hier geht es um eine erfundene Situation und rücksichtsvolles Handeln, nicht darum, welche Gefühle du haben sollst.
Eine Sache liegt erreichbar auf dem Tisch. Was folgt daraus?
Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.
- a)Ein Nein darf deshalb ignoriert werden.
- b)Vor dem Ausleihen muss trotzdem gefragt werden.
- c)Erreichbar bedeutet automatisch freigegeben.
Erklärung zeigen
Richtig ist b): Vor dem Ausleihen muss trotzdem gefragt werden.
Vor dem Ausleihen fragst du, weil eine Sache jemand anderem gehört. Die Person darf Ja oder Nein sagen. Bei einem Ja vereinbart ihr, wie du sie benutzt und wann du sie zurückgibst.
Wenn du magst: Denk darüber nach
Du kannst bei der erfundenen Situation bleiben und musst nichts Persönliches erzählen.
Eine Sache liegt offen auf dem Tisch. Darfst du sie deshalb einfach ausleihen?
Eine mögliche Idee
Nein. Erreichbar heißt nicht freigegeben. Frage und achte auch ein Nein.
Genauer entdecken
Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.
Schritt für Schritt verstehen
Was bedeutet das im Alltag?
Die Beispiele sind mögliche Situationen. Du musst kein bestimmtes Gefühl haben und keine persönliche Geschichte erzählen.
Erreichbar ist nicht freigegeben
Ein Stift liegt auf dem Tisch, gehört aber jemand anderem. Ihn nehmen zu können bedeutet nicht, ihn benutzen zu dürfen.
Fragen lässt eine Wahl
Eine echte Bitte erlaubt Ja oder Nein. Druck oder wiederholtes Drängen nimmt der anderen Person diese Wahl.
Ein Ja braucht Sorgfalt
Ihr könnt Dauer und Rückgabe besprechen. Benutze die Sache wie vereinbart und melde Beschädigungen. Ausleihen bedeutet zeitweise nutzen, nicht Besitzer werden.
Das Wichtigste noch einmal
Wissen 1
Eine Sache gehört nicht automatisch allen, nur weil sie erreichbar ist.
Beleg: [1]
Wissen 2
Fragen gibt der anderen Person eine echte Wahl. Ein Nein muss möglich bleiben.
Beleg: [2]
Wissen 3
Bei einer Zusage hilft eine Absprache darüber, wie lange und wie sorgfältig die Sache benutzt und zurückgegeben wird.
Beleg: [1]