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Gefühle & Miteinander

Gemeinsam entdecken · Kurzer Einstieg und mehr zum Nachlesen

Was unterscheidet eine Überraschung von einem belastenden Geheimnis?

Ein Geschenk bleibt verpackt – Sorgen müssen nicht versteckt bleiben.

Die gleich großen Wusels sprechen ruhig neben einem verpackten Geschenk; keine Schweigegeste.
Eine Wuselgeschichte zum Entdecken.

Kurz erklärt

Eine Überraschung wird meist später aufgelöst. Ein Geheimnis kann dagegen belasten oder Angst machen. Du darfst darüber mit einer vertrauten Person sprechen, auch wenn du Schweigen versprochen hast. Dein Schutz ist wichtiger als das Versprechen.

Die gleich großen Wusels sprechen ruhig neben einem verpackten Geschenk; keine Schweigegeste.
Die gleich großen Wusels sprechen ruhig neben einem verpackten Geschenk; keine Schweigegeste.

Eine erfundene Wuselszene

Puschel und Flauschi entdecken

Auf dem Tisch liegt ein verpacktes Geschenk. Puschel sitzt auf der Bank. Puschel„Ich weiß, für wen es ist. Muss ich jetzt alles für mich behalten?“

Flauschi„Eine schöne Überraschung wird später aufgelöst. Aber wenn dich etwas belastet, darfst du dir Hilfe holen – auch bei einem Geschenk.“

Puschel„Und wenn jemand sagt, ich darf es niemals erzählen?“ Flauschi„Ein solches Versprechen darf dich nicht von Hilfe abhalten.“

Puschel lässt die Pfoten offen auf den Knien liegen. Puschel„Dann sind Sorgen kein Paket, das ich fest zuschnüren muss.“

Flauschi hört zu. Das Geschenk bleibt auf dem Tisch. Niemand muss für diese Geschichte ein echtes Geheimnis nennen oder erklären, was ihm passiert ist.

Erkläre es selbst

Hier geht es um eine erfundene Situation und rücksichtsvolles Handeln, nicht darum, welche Gefühle du haben sollst.

Ein Geheimnis macht einer Figur Angst. Darf sie Hilfe holen?

Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.

  • a)Ja, auch nach einem Schweigeversprechen.
  • b)Nein, ein Versprechen ist wichtiger als Schutz.
  • c)Nur wenn die Person zustimmt, die das Geheimnis verlangt.
Erklärung zeigen

Richtig ist a): Ja, auch nach einem Schweigeversprechen.

Eine Überraschung wird meist später aufgelöst. Ein Geheimnis kann dagegen belasten oder Angst machen. Du darfst darüber mit einer vertrauten Person sprechen, auch wenn du Schweigen versprochen hast. Dein Schutz ist wichtiger als das Versprechen.

Fragen zum Weiterdenken

Darf eine Figur Hilfe holen, obwohl jemand Schweigen verlangt?

Gesprächsidee zeigen

Ja. Ein Versprechen oder eine Drohung darf sie nicht von Hilfe abhalten.

Muss man hier ein eigenes Geheimnis erzählen?

Gesprächsidee zeigen

Nein. Die Beispiele sind erfunden; niemand muss etwas Persönliches erzählen.

Genauer entdecken

Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.

Schritt für Schritt verstehen

Was bedeutet das im Alltag?

Die Beispiele sind mögliche Situationen. Du musst kein bestimmtes Gefühl haben und keine persönliche Geschichte erzählen.

Mögliche Gedanken und Hilfen

Eine Überraschung hat ein Ende

Ein Geschenk soll später gezeigt werden. Das kurze Warten auf seine Enthüllung unterscheidet sich von einem verlangten dauerhaften Schweigen.

Unwohlsein zählt trotzdem

Auch bei einer Überraschung darfst du Unterstützung holen, wenn du dich sorgst. Es braucht kein Geheimnis-Etikett, damit dein Gefühl wichtig ist.

Belastendes erzählen darfst du

Wer dich bedroht oder zum Schweigen zwingt, hat dadurch kein Recht auf dein Schweigen. Sichere Erwachsene helfen. Keine kindliche Antwort macht eine Grenzverletzung zu deiner Schuld.

Belege zur Erklärung: [1], [2]

Das Wichtigste noch einmal

Wissen 1

Eine Überraschung wie ein Geschenk wird meist später aufgelöst. Trotzdem darfst du darüber sprechen, wenn du dich damit unwohl fühlst.

Beleg: [1], [2]

Wissen 2

Ein Geheimnis, das dich belastet, ängstigt oder zu dem dich jemand drängt, darfst du einem sicheren Erwachsenen erzählen. Auch wenn jemand Schweigen verlangt oder droht.

Beleg: [1], [2]

Wissen 3

Du musst nicht erst sicher wissen, ob etwas schlimm ist. Hört ein Erwachsener nicht zu, darfst du weitere Hilfe suchen. Wenn jemand dich verletzt, bedroht oder unerlaubt anfasst, ist das nicht deine Schuld.

Beleg: [1], [2]

Bilder und Quellen für Erwachsene