Wie holt man im Notfall Hilfe?
Hilfe holen ist schon Helfen. Entdeckt, warum eine genaue Ortsangabe und Zuhören beim Notruf wichtig sind.
Kurz erklärt
Bringe dich nicht selbst in Gefahr. Hole Erwachsene und rufe in Deutschland bei einem Notfall die 112, wenn Hilfe nötig ist. Sage, wo du bist und was passiert ist. Höre zu und beantworte die Fragen der Leitstelle.

Puschel und Flauschi betrachten ein nicht angeschlossenes Übungstelefon auf einem Tisch in einem Lernraum. Erfundene Gesprächsübung; niemand verletzt, kein echter Notruf oder Behandlung. Mit KI gestaltete Illustration; keine Naturaufnahme.
Das zeigt das Erklärbild
Das Schaubild vereinfacht den Vorgang. Vergleiche zuerst die Formen und Pfeile. Du kannst die Bildwörter darunter größer nachlesen.
Bildbeschriftungen gut lesbar nachschauen
Hier stehen die Wörter und Sätze aus dem Schaubild darüber. Die ausführliche Erklärung folgt darunter.
- Im echten Notfall: 112 in Deutschland und der EU
- Zum Üben nur Papier verwenden – keine echte Nummer wählen!
- Anrufende Person
- Ort möglichst genau nennen
- Beobachtetes berichten
- Fragen beantworten
- Leitstelle
- Hört zu und fragt nach
- Organisiert passende Hilfe
- Kann Anleitungen geben
- Die Pfeile zeigen Gespräch in beide Richtungen, keinen Rettungsweg.
- Nach der Ortsangabe am Telefon bleiben und weiter zuhören.
- Eigene Sicherheit beachten und sofort Hilfe holen.
- Sagen, was bekannt ist – unbekannte Angaben nicht erfinden.
- Keine vollständige Erste-Hilfe-Anleitung; kein Ersatz für einen Kurs.
- Örtliche Notrufmöglichkeiten außerhalb der EU vorher mit Erwachsenen klären.
Eine erfundene Wuselszene
Puschel und Flauschi entdecken
Im ausdrücklich erfundenen Rollenspiel nennt Puschel zuerst nur seinen Namen. Flauschi spielt die Leitstelle und fragt nach dem Ort. Gemeinsam ergänzen sie den genauen Übungsort auf ihrer Karte. Sie proben ohne einen echten Notruf zu wählen und lassen Zeit zum Zuhören.
Schau genau hin
Puschel und Flauschi sitzen in einem erfundenen Lernraum vor einem eindeutig spielerischen, nicht angeschlossenen Übungstelefon. Niemand ist verletzt. Die Szene zeigt Gesprächsübung und keine tatsächliche Behandlung.
Ein Beispiel zum Verstehen
Malt ein Telefon auf Papier. Eine erwachsene Person spielt die Leitstelle, ihr spielt einen erfundenen Anruf aus einem erfundenen Ort. Sagt zum Beispiel: „Am Eingang des ausgedachten Wuselparks, neben dem blauen Tor, braucht jemand dringend Hilfe.“ Die erwachsene Person fragt nach dem Ort und dem beobachteten Geschehen. Ihr antwortet und wartet auf die nächste Frage. Keine echte Nummer wählen, keinen Unfall nachstellen und keine medizinischen Handgriffe aneinander üben. Das Rollenspiel soll das Gespräch verständlich machen, nicht eine vollständige Ausbildung ersetzen.
Erkläre es selbst
Was hilft nach dem Wählen des Notrufs?
Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.
- a)Ort und Geschehen nennen, zuhören und Fragen beantworten.
- b)Nach der Ortsangabe auflegen, ohne Rückfragen abzuwarten.
- c)Nur das Geschehen nennen; den Ort muss die Leitstelle nicht erfahren.
Erklärung zeigen
Richtig ist a): Ort und Geschehen nennen, zuhören und Fragen beantworten.
Bringe dich nicht selbst in Gefahr. Hole Erwachsene und rufe in Deutschland bei einem Notfall die 112, wenn Hilfe nötig ist. Sage, wo du bist und was passiert ist. Höre zu und beantworte die Fragen der Leitstelle.
Genauer entdecken
Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.
1. Helfen beginnt mit der eigenen Sicherheit
Eigenschutz bedeutet, dass Helfende sich nicht selbst in Gefahr bringen. Ein Kind muss keine gefährliche Rettung versuchen. Aus sicherer Position laut nach Erwachsenen und Hilfe rufen ist wichtig. Wenn dringend Hilfe nötig ist, kann auch ein Kind den Notruf absetzen; es muss nicht auf einen perfekten Satz warten. Die Tätigkeit richtet sich nach Situation und Möglichkeiten, nicht nach einer Mutprobe.
2. 112 verbindet mit der Notfallhilfe
112 ist in allen EU-Ländern die kostenlose gemeinsame Notrufnummer. In Deutschland erreicht man darüber Feuerwehr und Rettungsdienst. Für andere Reiseziele prüfen Erwachsene vorher die örtlichen Notrufmöglichkeiten. Ein Anruf ist ein Gespräch mit geschultem Personal in der Leitstelle. Leitstelle heißt die Stelle, die Notrufe bearbeitet und geeignete Hilfe organisiert. Ein echter Notruf ist für echte Notfälle da, niemals zum Ausprobieren.
3. Den Ort nennen und Fragen beantworten
Wichtig ist, den Notfallort möglichst genau zu beschreiben: etwa Ort, Straße, Hausnummer oder einen bekannten Treffpunkt. Danach am Telefon bleiben und weitere Fragen beantworten. Berichtet, was ihr wirklich beobachtet; unbekannte Informationen werden nicht erfunden. Die Leitstelle fragt nach Geschehen, Betroffenen und Zustand. Ein geordnetes Gespräch hilft dabei, Hilfe passend zu organisieren. Man muss keine auswendig gelernte Liste herunterrattern.
4. Zuhören und altersgerecht weiterhelfen
Am Telefon auf Rückfragen und Anleitungen hören, nicht einfach auflegen. Wenn es sicher möglich ist, bei der betroffenen Person bleiben, beruhigend sprechen und erwachsene Helfende unterstützen. Praktische Handgriffe werden in einem altersgerechten Kurs angeleitet geübt. Unsere Seite zeigt keine Wiederbelebungs-, Verband- oder Medikamentenanleitung. Das bedeutet nicht, in einem Notfall untätig zu bleiben: Hilfe holen und Anleitungen der Leitstelle folgen sind wichtige Beiträge.
Eine freiwillige Frage zur Vertiefung
Du darfst in der längeren Erklärung darüber nachlesen. Das ist eine Zusatzaufgabe für Interessierte.
Eine Zusatzfrage
Soll man nach der Ortsangabe sofort auflegen?
Antwort entdecken
Nein. Am Telefon bleiben, Rückfragen beantworten und den Anleitungen der Leitstelle folgen. Die Ortsangabe hilft beim Finden, weitere Antworten helfen beim Organisieren passender Hilfe. Zum Üben wird kein echter Notruf gewählt.
Bilder und Quellen für Erwachsene
Quellen zum Nachlesen
Sachinformationen am 12. Oktober 2026 mit den folgenden Fachquellen abgeglichen. Die Wusel-Szene ist erfunden; Vergleiche und vereinfachte Modelle werden ausdrücklich erklärt. Quellen auf Englisch.