Wie macht ein Elektromotor Bewegung?
Elektrischer Strom und Magnetkräfte können einen drehbaren Teil antreiben. Entdeckt, warum dafür mehr als zwei feste Magnete nötig sind.
Kurz erklärt
Ein Elektromotor macht aus elektrischer Energie eine Drehbewegung. Strom kann einen Draht mit vielen Windungen zu einem Magneten machen. Andere Magnete ziehen oder drücken an diesem drehbaren Teil. Die Stromrichtung wird passend verändert, damit der Teil weiterdreht, statt stehen zu bleiben.

Gleich große erwachsene Wusels betrachten hinter Glas ein stillstehendes Elektromotor-Modell mit kupferfarbener Spule und Drehachse. Erfundener Museumsaufbau; keine geprüfte Verdrahtung und kein Bauplan. Das separate Lernbild erklärt einen einfachen Gleichstrommotor. Mit KI gestaltete Illustration; keine Naturaufnahme.
Das zeigt das Erklärbild
Das Schaubild vereinfacht den Vorgang. Vergleiche zuerst die Formen und Pfeile. Du kannst die Bildwörter darunter größer nachlesen.
Bildbeschriftungen gut lesbar nachschauen
Hier stehen die Wörter und Sätze aus dem Schaubild darüber. Die ausführliche Erklärung folgt darunter.
- Einfacher Gleichstrommotor: Pole passend umschalten
- 1. Schräg
- Rotor kann sich drehen im Feld der festen Pole.
- 2. Ausgerichtet
- Ohne Polwechsel kann er hier stehen bleiben.
- 3. Pole gewechselt
- Schon etwas über die Mittelstellung hinaus.
- N = Nordpol, S = Südpol; die äußeren Pole bleiben fest. Gleiche Pole stoßen einander ab, unterschiedliche ziehen einander an.
- Die Stromrichtung in der Spule wechselt passend zur Drehung.
- Der Polwender heißt Kommutator. Der Motor braucht zugeführte elektrische Energie.
- Vereinfachte Ansicht: Rotor als Magnetbalken; Verdrahtung und Kontakte fehlen. Keine Bauanleitung. Ein einzelner einfacher Rotor startet nicht aus jeder Stellung.
Eine erfundene Wuselszene
Puschel und Flauschi entdecken
Puschel zeichnet den drehenden Teil, aber keine Verbindung zur Stromquelle. Flauschi verfolgt im Modell den Stromweg und die Magnetanordnung. Sie ergänzen diese vor den Bewegungspfeil. Nun erklärt ihre Skizze, woher die Drehung kommt, statt sie nur zu zeigen.
Schau genau hin
Die Wusels betrachten einen stillstehenden Motor als erfundenes Museumsmodell hinter Glas. Die kupferfarbene Spule und der stabförmige Drehteil helfen beim Wiedererkennen. Das Modell ist keine geprüfte elektrische Verdrahtung. Für Rotorpole und den Ablauf benutzt das beschriftete Lernbild.
Ein Beispiel zum Verstehen
Macht einen Papiervergleich ohne Strom und ohne echte Magnete. Zeichnet links ein festes N, rechts ein festes S. N und S sind Abkürzungen für die beiden Magnetpole. In der Mitte zeichnet ihr einen drehbaren Balken mit N und S. Zeichnet drei Zustände ab: erst schräg, dann passend ausgerichtet, schließlich mit gewechselten Rotorpolen etwas weitergedreht. Besprecht: Was würde ohne Polwechsel passieren? Der Rotor könnte in der passenden Stellung bleiben. Der letzte Zustand im Lernbild ist schon über die genau ausgerichtete Stellung hinausgedreht. Ein echter Rotor hat Bewegung und mehrere technische Teile; ein einzelner einfacher Rotor startet nicht aus jeder Stellung von selbst. Das Papier bewegt sich nicht automatisch: Ihr stellt den Ablauf nur dar.
Erkläre es selbst
Was wandelt ein Elektromotor in Bewegung um?
Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.
- a)Die Bewegung eines gedrehten Rades.
- b)Elektrische Energie.
- c)Wärme aus dem Gehäuse.
Erklärung zeigen
Richtig ist b): Elektrische Energie.
Ein Elektromotor macht aus elektrischer Energie eine Drehbewegung. Strom kann einen Draht mit vielen Windungen zu einem Magneten machen. Andere Magnete ziehen oder drücken an diesem drehbaren Teil. Die Stromrichtung wird passend verändert, damit der Teil weiterdreht, statt stehen zu bleiben.
Hier geht elektrische Energie hinein und Bewegung kommt heraus. Beim Stromerzeugen aus Bewegung ist die Richtung der Umwandlung anders.
Wörterhilfe
- Achse
- Eine gedachte Linie, um die sich etwas dreht; bei Geräten kann sie auch ein echtes Bauteil sein.
- Rotor
- Ein Teil einer Maschine, das sich dreht.
- Kommutator
- Ein Schalter, der im gezeigten einfachen Motor die Stromverbindung passend zur Drehung wechselt. Er heißt auch Polwender.
- Spule
- Draht, der in mehreren Windungen aufgewickelt ist. Fließt Strom hindurch, entsteht ein Magnetfeld.
Genauer entdecken
Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.
1. Strom und Magnetkraft treffen zusammen
Bei vielen Elektromotoren wirken elektrischer Strom und Magnetismus zusammen. Elektrische Ladung ist eine Eigenschaft winziger Teilchen; man unterscheidet positive und negative Ladung. Strom bedeutet, dass sich solche Ladung bewegt. In einem Metalldraht übernehmen das bewegliche Elektronen, also winzige negativ geladene Teilchen. In einem geeigneten Draht im Magnetfeld kann dadurch eine Kraft wirken. Ein Magnetfeld beschreibt die magnetische Wirkung im Raum; es ist kein sichtbarer Nebel. Der Draht wird also nicht von kleinen Händen geschoben. Im Museum und auf Papier schauen wir, wie diese Wirkung für Bewegung genutzt werden kann.
Dazu geprüft: [1]
2. Ein Teil steht, ein anderer dreht
In unserem einfachen Beispiel sitzt eine Spule auf einer drehbaren Achse. Eine Spule ist Draht, der in Windungen gelegt ist. Durch Strom wird sie zu einem Elektromagneten: einem Magneten, dessen Wirkung mit dem Strom zusammenhängt. Der drehbare Teil heißt Rotor. Die feststehenden Teile heißen zusammen Stator. Die magnetischen Kräfte können den Rotor drehen. Eine Welle ist hier der stabförmige Teil, der seine Drehung an etwas anderes weitergeben kann. Nicht jeder Motor sieht innen wie dieses vereinfachte Beispiel aus.
3. Einmal hinziehen reicht nicht
Jeder Magnet hat einen Nord- und einen Südpol. Verschiedene Pole ziehen einander an; gleiche stoßen einander ab. So können sie den drehbaren Teil des Motors bewegen. Dieser Teil heißt Rotor.
Blieben seine Magnetpole gleich, könnte sich der Rotor passend zu den festen Magneten ausrichten und stehen bleiben. Für eine weitere Drehung muss die magnetische Wirkung im richtigen Moment wechseln.
Im einfachen Gleichstrommotor erledigt das ein Polwender. Sein Fachname ist Kommutator. Er ändert die Verbindung zur gewickelten Drahtspule. Dadurch kehren Stromrichtung und Magnetpole der Spule um, während der Rotor sich weiterdreht. Die Stromquelle behält ihre Richtung; der Polwender vertauscht die Anschlüsse zur Spule.
4. Die Bewegung braucht Energie
Ein Elektromotor erzeugt seine Bewegung nicht aus dem Nichts. Er wandelt elektrische Energie in mechanische Energie um: Energie, die hier als Drehbewegung und Arbeit nutzbar wird. Arbeit meint in der Physik zum Beispiel, dass eine Kraft etwas bewegt. Verschiedene Motoren nutzen unterschiedliche Anordnungen von Spulen, Magneten und Steuerung. Steuerung heißt hier, elektrische Abläufe passend zu bestimmen. Bei manchen sitzen feste Magnete im Rotor und stromdurchflossene Spulen im Stator. Unser Lernbild erklärt daher einen bestimmten einfachen Motortyp, nicht den Aufbau sämtlicher Motoren.
Dazu geprüft: [4]
Eine freiwillige Frage zur Vertiefung
Du darfst in der längeren Erklärung darüber nachlesen. Das ist eine Zusatzaufgabe für Interessierte.
Eine Zusatzfrage
Könnten zwei feste Magnete ohne weitere Energiezufuhr unseren Motor unendlich antreiben?
Antwort entdecken
Nein. In diesem Motor braucht es elektrische Energie und passende Stromführung. Unveränderte Magnetpole können sich ausrichten; daraus folgt keine endlose Drehung. Ein Elektromotor wandelt zugeführte Energie um.
Bilder und Quellen für Erwachsene
Quellen zum Nachlesen
Sachinformationen am 12. Oktober 2026 mit den folgenden Fachquellen abgeglichen. Die Wusel-Szene ist erfunden; Vergleiche und vereinfachte Modelle werden ausdrücklich erklärt. Quellen auf Deutsch und Englisch.