Gefühle & Miteinander
Was kann ich tun, wenn jemand ausgeschlossen wird?
Ein freier Platz wird zu einer freundlichen Einladung.

Kurz erklärt
Frage freundlich, ob die Person Gesellschaft oder Hilfe möchte. Du kannst einladen und an ihrer Seite bleiben. Bei wiederholtem absichtlichem Ausgrenzen helfen Erwachsene. Niemand muss allein dafür sorgen, dass die Gruppe fair wird.

Eine erfundene Wuselszene
Puschel und Flauschi entdecken
Am Gartentisch steht ein Spiel bereit. Puschel bleibt einen Schritt entfernt. Flauschi schaut zu ihm. Flauschi„Möchtest du mitspielen oder erst zuschauen?“
Puschel„Erst zuschauen. Ich kenne die Regeln noch nicht.“ Flauschi zeigt auf den freien Platz, ohne ihn zu ziehen.
Puschel setzt sich. Puschel„Es ist gut, dass du gefragt hast. Ich wollte nicht weg, ich wusste nur nicht, wie ich anfangen soll.“
Flauschi„Wir können die Regeln zusammen ansehen.“ Sie lässt Zeit und schiebt nicht schon den ersten Spielstein in seine Pfote.
Puschel„Jetzt möchte ich eine Runde probieren.“ Seine Entscheidung darf später wieder anders sein. Die Einladung war ein Angebot, kein Auftrag.
Erkläre es selbst
Hier geht es um eine erfundene Situation und rücksichtsvolles Handeln, nicht darum, welche Gefühle du haben sollst.
Eine Figur sitzt allein. Was ist ein guter erster Schritt?
Wähle a), b) oder c) und begründe deine Wahl.
- a)Sicher annehmen, dass sie allein bleiben muss.
- b)Freundlich fragen, ob sie Gesellschaft oder Hilfe möchte.
- c)Sie ohne Fragen ins Spiel ziehen.
Erklärung zeigen
Richtig ist b): Freundlich fragen, ob sie Gesellschaft oder Hilfe möchte.
Frage freundlich, ob die Person Gesellschaft oder Hilfe möchte. Du kannst einladen und an ihrer Seite bleiben. Bei wiederholtem absichtlichem Ausgrenzen helfen Erwachsene. Niemand muss allein dafür sorgen, dass die Gruppe fair wird.
Fragen zum Weiterdenken
Wie könntest du jemanden einladen, ohne zu drängen?
Gesprächsidee zeigen
Zum Beispiel: „Möchtest du mitspielen oder zuschauen?“ Auch ein Nein wird respektiert.
Wann ist Hilfeholen besonders wichtig?
Gesprächsidee zeigen
Bei Gefahr, Drohungen, Gewalt oder wiederholtem Ausgrenzen. Du musst das nicht allein lösen.
Genauer entdecken
Hier findest du längere Erklärungen und weitere Einzelheiten. Ihr könnt sie gemeinsam entdecken.
Schritt für Schritt verstehen
Was bedeutet das im Alltag?
Die Beispiele sind mögliche Situationen. Du musst kein bestimmtes Gefühl haben und keine persönliche Geschichte erzählen.
Erst freundlich fragen
Ein Kind sitzt allein. Vielleicht möchte es Ruhe, vielleicht gern mitspielen. Ohne Nachfrage weißt du das nicht sicher.
Eine echte Einladung anbieten
Du kannst einen Platz anbieten oder eine passende Aufgabe vorschlagen. Ein Nein bleibt möglich. Niemand soll aus Dankbarkeit mitspielen müssen.
Wiederholte Verletzung braucht Hilfe
Wird jemand absichtlich immer wieder ausgeschlossen oder bedroht, hilft ein Erwachsener. Du musst weder wegschauen noch eine gefährliche Gruppe allein stoppen.
Das Wichtigste noch einmal
Wissen 1
Absichtliches wiederholtes Ausgrenzen kann verletzen. Nicht jedes allein sitzende Kind möchte aber mitspielen; wir können zuerst freundlich fragen.
Wissen 2
Eine Einladung, ruhiges Dabeisitzen oder Hilfeholen können unterstützen. Niemand muss selbst eine gefährliche Situation lösen.
Wissen 3
Ein Nein zum Mitspielen bleibt erlaubt. Erwachsene müssen helfen, wenn jemand bedroht, verletzt oder immer wieder ausgegrenzt wird.