Weihnachtscountdown · 61 Tage noch · 2026-10-24
Flauschis eigenes Geheimnis

Flauschi saß nicht auf einer großen Überraschung. Die hätte unter ihr vermutlich geknistert. Sie stand am niedrigen Tisch und hielt nur einen kleinen gefalteten Zettel in der Pfote. Trotzdem fühlte es sich an, als hüpfte darin eine ganze Handvoll lustiger Ideen.
Puschel sortierte die Fragen vom Vortag. PuschelPuschel: „Frühstück, Ausflug, gemütliche Geräusche. Unsere Schachtel wird richtig gesprächig.“ Flauschi nickte. Dabei dachte sie an etwas, das sie für Puschel vorbereiten wollte. Es war noch keine fertige Gabe. Erst einmal war es eine Idee, die zu ihm passen sollte.
Dann stellte sie sich sein Gesicht vor, wenn er später davon erfuhr. Ein Kichern kitzelte in ihrer Nase. Schnell legte sie die freie Pfote vor den Mund. Puschel blickte kurz auf. PuschelPuschel: „Hat deine Nase gerade gelacht?“ FlauschiFlauschi: „Ein kleines bisschen.“ Mehr konnte sie kaum sagen, ohne gleich wieder loszukichern.
Puschel legte den nächsten Fragezettel in die Schachtel. PuschelPuschel: „Meine Nase macht meistens nur mit, wenn es etwas zu schnuppern gibt.“ Jetzt lachte Flauschi doch. Sie hatte sich so fest vorgenommen, ganz unauffällig auszusehen. Das klappte ungefähr so gut wie eine Schleife, die sich für unsichtbar hielt.
FlauschiFlauschi: „Ich denke gerade an etwas für dich. Aber ich möchte noch ein bisschen daran tüfteln.“ Puschel ließ seine Pfoten an der Schachtel. PuschelPuschel: „Dann tüftle ruhig. Ich muss es nicht vorher wissen.“ Er sagte es ganz selbstverständlich. Flauschi merkte, wie angenehm das war.
Sie faltete den Zettel noch einmal sorgfältig. Daneben lagen die Zeichnungen, das rote Band und die kleinen Namensschilder. Für eine schöne Überraschung brauchte sie nicht alles auf einmal. Vielleicht würde ein kleiner Einfall reichen. Welcher es werden sollte, durfte sie in Ruhe herausfinden.
Puschel nahm einen leeren Fragezettel. PuschelPuschel: „Eine Frage hätte ich trotzdem: Soll ich weiter sortieren?“ FlauschiFlauschi: „Sehr gern.“ PuschelPuschel: „Gut. Darin kenne ich mich inzwischen fast so gut aus wie im Frühstücken.“ Flauschi hielt sich wieder die Pfote vor den Mund. Diesmal wusste sie genau, weshalb sie kichern musste.
Eure kleine Vorbereitung
Wenn ihr mögt, überlegt euch eine kleine freundliche Überraschung: eine Zeichnung, eine gemeinsame Spielidee oder eine helfende Hand. Sie darf auch sofort erzählt werden. Niemand muss etwas verstecken, schenken oder vorzeigen; zusammen überlegen und zuschauen zählen genauso.
Für Erwachsene: Eine angenehme freiwillige Überraschung von belastenden Geheimnissen unterscheiden. Kinder dürfen beängstigende, unangenehme oder verwirrende Geheimnisse immer einer vertrauten erwachsenen Person erzählen. Keine Geheimhaltungsversprechen verlangen und keine persönlichen Geheimnisse abfragen. Die Idee braucht weder Geld noch eine Gegenleistung.
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