Weihnachtscountdown · 58 Tage noch · 2026-10-27
Die immergrüne Fichte

Zwischen den goldenen Bäumen stand eine Fichte. Ihre Zweige waren dunkelgrün, obwohl ringsum immer mehr Blätter auf dem Boden lagen. Flauschi blieb auf dem Waldweg stehen und hob eine offene Pfote. Sie ließ ein Stück Luft zwischen ihrer Pfote und dem niedrigen Zweig. FlauschiFlauschi: „Schau mal, Puschel. Dieser Baum hat sein Grün noch an.“
Puschel betrachtete die vielen feinen Nadeln. PuschelPuschel: „Vielleicht hat er den Herbst überhört.“ Flauschi musste lächeln. FlauschiFlauschi: „Ich glaube, eine Fichte macht es einfach anders als die Bäume mit den gelben Blättern.“ Puschel legte die Pfoten vor seinen Bauch. Das war ein Gedanke, den er sich in Ruhe anschauen wollte.
Der Weg raschelte bei jedem kleinen Schritt. An der Fichte dagegen hingen grüne Zweige wie viele weiche Bögen übereinander. Aus der Nähe konnten die beiden sehen, dass es keine breiten Blätter waren. Es waren schmale Nadeln. PuschelPuschel: „Ein Baum mit lauter winzigen grünen Strichen.“ FlauschiFlauschi: „Und wir müssen keinen davon mitnehmen, um ihn uns zu merken.“
Puschel dachte an die Weihnachtskiste zu Hause und den einzelnen Papierstern am Fenster. PuschelPuschel: „Grün passt auch zu Weihnachten.“ Flauschi nickte. FlauschiFlauschi: „Und hier gehört es erst einmal dem Baum.“ Sie brauchten keinen Zweig für die Stube. Der Wald war kein Regal, aus dem sie einfach etwas herausnehmen mussten.
Eine Weile schauten sie nach oben. Die Fichte war viel größer als sie beide. Zwischen ihren Zweigen fiel ein heller Streifen Tageslicht auf den Weg. PuschelPuschel: „Bleibt sie wirklich immer grün?“ FlauschiFlauschi: „Auch im Winter trägt sie grüne Nadeln. Die alten fallen aber nicht alle auf einmal ab; nach und nach kommen neue dazu.“ Puschel sah sich den Baum noch einmal an. PuschelPuschel: „Dann ist immergrün also nicht dasselbe wie immer dieselbe Nadel.“
Flauschi freute sich über seinen Gedanken. Ein Windhauch bewegte die feinen Zweigspitzen, und die beiden ließen sie ungestört schwingen. Nichts wurde gepflückt, nichts abgebrochen. PuschelPuschel: „Wir könnten später ein grünes Bild malen.“ FlauschiFlauschi: „Oder einfach erzählen, wie es hier ausgesehen hat.“ Beides durfte warten, bis sie wieder zu Hause waren.
Auf dem Rückweg lag noch immer goldenes Laub unter ihren Pfoten. Hinter ihnen blieb die Fichte grün. PuschelPuschel: „Heute haben wir gar nichts gesammelt.“ FlauschiFlauschi: „Doch. Einen schönen Moment.“ Puschel grinste. Den konnten sie mit nach Hause nehmen, ohne dass dem Wald etwas fehlte.
Eure kleine Vorbereitung
Wenn ihr mögt, erinnert euch gemeinsam an einen grünen Baum oder malt einen aus der Vorstellung. Draußen könnt ihr mit einer verantwortlichen erwachsenen Begleitperson von einem sicheren Weg aus beobachten. Zweige und Nadeln dürfen am Baum bleiben; niemand muss etwas anfassen oder mitmachen.
Für Erwachsene: Nur sichere, erlaubte Wege bei passender Witterung wählen. Unbekannte Pflanzen nicht kosten und keine Zweige abreißen; Beobachten genügt. Nicht alle Nadelbäume sind immergrün, etwa Lärchen verlieren ihre Nadeln im Herbst. Bei Fichten werden ältere Nadeln über mehrere Jahre nach und nach ersetzt.
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