Weihnachtscountdown · 51 Tage noch · 2026-11-03
Der Waldgruß

Am Vormittag waren Puschel und Flauschi auf dem Waldweg einem Nachbarn begegnet. Er hatte freundlich gegrüßt und ihnen gezeigt, wo es hinter einer großen Pfütze trocken weiterging. Zu Hause dachte Flauschi noch daran. FlauschiFlauschi: „So ein kleiner Gruß kann lange warm bleiben.“ PuschelPuschel: „Dann schicken wir einen zurück. Einen, den man anschauen kann.“
Sie holten Papier und Wachsmalstifte. Puschel malte einen blauen Wuselhörnchenfreund, Flauschi einen orangefarbenen. Zwischen ihnen entstand ein geschwungener brauner Weg. Dahinter wuchs eine grüne Fichte, und oben kamen goldene Blätter hinzu. FlauschiFlauschi: „Die Blätter sehen aus, als würden sie winken.“ Vorsichtig malte sie noch einen kleinen Zweig dazu.
Puschel hätte beinahe eine riesige Schleife um die Fichte gemalt. Dann hielt er inne. PuschelPuschel: „Der Baum war ja gar kein Weihnachtsbaum.“ FlauschiFlauschi: „Dann darf er einfach ein Waldbaum bleiben.“ Das gefiel ihnen. Ihr Dankeschön brauchte keinen Schmuck. Die Fichte und der gemeinsame Weg erzählten schon genug.
Später gingen sie mit dem fertigen Bild noch einmal hinaus. Die Stifte lagen wieder zu Hause. Puschel hielt das Blatt mit beiden Pfoten am Rand. Zwischen Birken und Buchen leuchtete das letzte goldene Laub; die Fichten blieben grün. Es war derselbe Wald, und trotzdem schauten die beiden nun auf etwas Neues: auf ihren kleinen Waldgruß.
An einer ruhigen Stelle blieben sie stehen. Flauschi deutete mit einer Pfote auf den gemalten Weg, ohne das Blatt festzuhalten. FlauschiFlauschi: „Hier haben unsere beiden Freunde genug Platz.“ PuschelPuschel: „Und keiner muss dem anderen hinterherlaufen.“ Nicht jeder Strich saß genau dort, wo sie ihn geplant hatten. Aber das Bild sah nach ihnen aus, und das war schön.
Den Nachbarn sahen sie auf diesem Stück des Weges noch nicht. Bei der nächsten passenden Gelegenheit wollten sie ihm das Bild persönlich überreichen. PuschelPuschel: „Ob er gleich erkennt, dass wir Danke sagen wollen?“ FlauschiFlauschi: „Das können wir ihm erzählen.“ Sie mussten nicht hoffen, dass jemand jedes gemalte Blatt richtig deutete. Ein paar freundliche Worte konnten mit dem Bild zusammengehören.
Bis Weihnachten würden sie vielleicht noch öfter eine Kleinigkeit verschenken. Heute übten sie etwas, das zu keinem bestimmten Tag gehörte: aufmerksam sein und einen guten Moment nicht einfach vergessen. Dafür musste niemand etwas kaufen. Und wer gerade kein Bild malen wollte, konnte seinen Dank auch mit einem Gruß oder einem Satz zeigen.
Eine leichte Brise strich über den Weg. Puschel hielt das Blatt ruhig und wartete, bis die Luft wieder stiller wurde. PuschelPuschel: „Unser Dankeschön hat schon einen kleinen Ausflug gemacht.“ Dann gingen sie nebeneinander weiter. Der Waldgruß war noch bei ihnen. Aus einer kurzen freundlichen Begegnung war eine Erinnerung geworden, die sie nun teilen wollten.
Eure kleine Vorbereitung
Wenn ihr mögt, denkt an eine freundliche Begegnung und malt ein kleines Dankebild. Ihr könnt auch erzählen, winken oder einen Dank aussprechen. Ob und wem ihr das Bild schenkt, entscheidet ihr selbst.
Für Erwachsene: Mitmachen und Verschenken bleiben freiwillig. Kindgerechte Stifte verwenden. Draußen auf dem sicheren Weg bleiben; Bilder nur gemeinsam und mit Zustimmung an bekannte Personen überreichen, nicht im Wald zurücklassen.
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