Entdeckung 10 / 27
Puschel & Flauschis Waldentdeckungen
Wo schlafen die Tiere im Winter?
Die grüne Forscherlupe mit Blattgriff

Der erste Schnee lag zwischen den goldenen Blättern, als Puschel vor einem großen Laubhaufen stehen blieb.
Puschel„Wenn ich ein Tier wäre, würde ich den Winter in einer Höhle mit sieben Decken und acht Nusskissen verbringen.“
Flauschi hielt die grüne Forscherlupe bei sich und betrachtete den Laubhaufen nur von außen. Ob darin ein Tier ruhte, konnten sie nicht sehen. Sie schoben kein Blatt beiseite.
Flauschi„Ganz still. Hier könnte ein Igel einen geschützten Platz für den Winter haben. So ein Platz heißt Winterquartier. Igel halten Winterschlaf: Ihr Körper wird kühler, ihr Herz schlägt langsamer, und sie atmen seltener. Sie leben von dem Fett, das sie sich im Herbst angefressen haben. So reicht es länger.“
Sie gingen ein paar Schritte zurück. Das Laub blieb genau dort, wo es lag, damit Wind und Kälte nicht in das Nest gelangen konnten.
Puschel„Dann ist der Laubhaufen kein unordentlicher Garten. Er ist ein warmes Winterschlafhaus.“
Flauschi zeigte auf eine Baumhöhle. Manche Tiere schlafen oder ruhen dort eine Weile. Eichhörnchen bleiben an kalten Tagen oft länger in ihrem Nest. Dieses Nest heißt Kobel. Sie halten keinen Winterschlaf. Auch im Winter kommen sie heraus, um Futter zu suchen oder versteckte Nüsse zu holen. Das längere Ruhen nennt man oft Winterruhe.
Flauschi„Nicht jedes Tier verschläft den ganzen Winter. Manche bleiben aktiv, manche ruhen länger und manche Vögel ziehen in wärmere Gebiete.“
Puschel betrachtete seine beiden Pfoten, seinen munteren Schweif und schließlich den verschneiten Heimweg.
Puschel„Ich halte heute eine fünfminütige Wuselruhe. Danach brauche ich dringend eine Nuss.“
Genau hingeschaut
Das haben die beiden entdeckt
Ein Igel kann im Winter sehr lange schlafen. Sein Körper wird dabei viel kühler. Sein Herz schlägt langsamer, und er atmet seltener. Er lebt von dem Fett, das er sich im Herbst angefressen hat. So reicht es länger. Das heißt Winterschlaf.
Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf. Bei Kälte bleiben sie länger in ihrem Nest. Dieses Nest heißt Kobel. Sie kommen aber auch im Winter heraus und holen Futter aus ihren Verstecken. Das längere Ruhen nennt man oft Winterruhe.
Manche Tiere bleiben im Winter munter, andere ziehen in wärmere Gegenden. Bei Fröschen wird der Körper mit der Umgebung kälter oder wärmer. Solche Tiere heißen wechselwarm. Bei großer Kälte können sie fast reglos werden. Das nennt man Winterstarre.
Ein Laubhaufen, Holzstapel oder eine Höhle kann ein sicherer Platz für den Winter sein. Solch ein Platz heißt Winterquartier. Wir schauen nur von außen und aus Abstand. Wir greifen nicht hinein, decken nichts auf und wecken keine Tiere.
Forscherregel: Tiere und Pflanzen in Ruhe lassen. Nur zuschauen und nichts kaputtmachen.
Quellen für Erwachsene: LBV: Eichhörnchen / red squirrel · NABU: Winterquartiere im Garten / winter shelters
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