Puschels kleine Abenteuer
Puschel und die winzig kleine Halloween-Auswahl

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi
Auf dem Küchentisch stand eine Schüssel voller Halloween-Süßigkeiten. Kleine Schokoladenkürbisse glänzten in orangefarbenem Papier. Daneben lagen Fruchtgummifledermäuse, weiche Gespenster und ein paar einzeln verpackte Karamellbonbons. Puschel stand davor und betrachtete alles sehr aufmerksam. Flauschi stellte zwei kleine Teller auf den Tisch.
Flauschi„Wir suchen uns ein paar aus. Den Rest heben wir für unsere Gäste auf.“
Puschel„Natürlich. Ich nehme nur meine Lieblingssüßigkeit.“
Er griff nach einem Schokoladenkürbis und legte ihn auf seinen Teller. Dann nahm er einen zweiten. Flauschi schaute auf den Teller.
Flauschi„Du wolltest doch nur eine nehmen.“
Puschel„Eine Sorte. Bei der Anzahl war ich noch nicht fertig mit Überlegen.“
Er nickte zufrieden. Das war schließlich ein Unterschied. Flauschi lächelte. Puschel beugte sich wieder über die Schüssel. Zwischen zwei Gespenstern lag eine kleine violette Fruchtgummifledermaus.
Puschel„Oh.“
Er nahm sie vorsichtig heraus.
Flauschi„Auch eine Lieblingssüßigkeit?“
Puschel„Die kann doch nicht zwischen den Gespenstern schlafen.“
Er legte sie neben die Kürbisse. Dann noch eine.
Flauschi„Und die zweite?“
Puschel„Fledermäuse mögen Gesellschaft.“
Flauschi presste die Lippen zusammen. An ihren Wangen konnte Puschel erkennen, dass irgendwo ein Kichern saß. Er betrachtete seinen Teller. Zwei Kürbisse. Zwei Fledermäuse. Da fehlte etwas.
Puschel„Ein Gespenst.“
Flauschi„Wofür?“
Puschel„Damit es richtig Halloween ist.“
Das weiche weiße Gespenst bekam einen Platz in der Mitte. Puschel rückte es ein wenig nach links. Dann nach rechts. Schließlich nahm er ein zweites aus der Schüssel.

Puschel„Das erste sieht so allein aus.“
Jetzt musste Flauschi kichern. Puschel schaute auf.
Puschel„Was denn?“
Flauschi„Deine kleine Auswahl bekommt gerade ziemlich viel Besuch.“
Puschel betrachtete die sechs Süßigkeiten.
Puschel„Das ist noch übersichtlich.“
Er deutete mit einer Pfote auf den Teller.
Puschel„Hier wohnen die Kürbisse. Da schlafen die Fledermäuse. Und die Gespenster stehen in der Mitte.“
Flauschi„Dann hast du gar keinen Teller.“
Puschel„Doch.“
Flauschi„Du hast ein kleines Halloween-Dorf.“
Puschel blickte noch einmal hin. Dann grinste er.
Puschel„Stimmt. Aber ohne Bürgermeister.“
Seine Pfote wanderte zu den Karamellbonbons. Flauschi fing an zu lachen.
Flauschi„Puschel!“
Er hielt mitten in der Bewegung inne.
Puschel„Was? Jemand muss sich doch kümmern.“
Das Karamellbonbon landete vor den beiden Gespenstern. Puschel schob die Kürbisse ein kleines Stück auseinander. Dann runzelte er die Stirn.
Puschel„Jetzt brauchen wir einen Weg.“
Flauschi„Die Süßigkeiten können gar nicht laufen.“
Puschel sah sie an. Dann schaute er auf die Fledermäuse.
Puschel„Die beiden könnten fliegen.“
Flauschi legte den Kopf auf ihre Pfote. Ihre Schultern hüpften vor Kichern. Puschel freute sich. Wenn Flauschi so lachte, hatte er meistens etwas besonders Gutes gesagt. Er griff nach einem weiteren Schokoladenkürbis.
Flauschi„Wer zieht denn jetzt noch ein?“
Puschel„Niemand. Das ist die Straßenlaterne.“
Flauschi„Die leuchtet nicht.“
Puschel hielt den Kürbis ins Küchenlicht. Das orangefarbene Papier glänzte.

Puschel„Ein bisschen schon.“
Flauschi wischte sich lachend über die Wange. Auf Puschels Teller wurde es langsam eng. Ein Gespenst lag halb auf einer Fledermaus. Der Bürgermeister war zwischen zwei Kürbisse gerutscht. Puschel schob und rückte. Schließlich drehte er den Teller ein Stück. Es wurde nicht besser.
Puschel„Flauschi?“
Flauschi„Ja?“
Puschel„Unser Dorf braucht einen größeren Teller.“
Nun konnte Flauschi überhaupt nicht mehr aufhören zu kichern. Puschel schaute erst sie an. Dann seinen Teller. Dann die große Schüssel. Langsam musste auch er lachen.
Puschel„Ich wollte wirklich nur meine Lieblingssüßigkeit nehmen.“
Flauschi„Das glaube ich dir. Deine Lieblingssüßigkeit hat bloß sehr viele Freunde.“
Puschel setzte sich. Er betrachtete das kleine Durcheinander vor sich und nahm einen der Schokoladenkürbisse in die Pfote.
Puschel„Den hier möchte ich jetzt essen.“
Flauschi„Und die anderen?“
Puschel dachte nach. Dann legte er die übrigen verpackten Kürbisse zurück in die Schüssel. Die Fledermäuse und Gespenster verteilte er mit Flauschi in kleine Schälchen für ihre Gäste. Das Karamellbonbon blieb zuletzt auf seinem Teller liegen. Flauschi hob eine Augenbraue.
Flauschi„Der Bürgermeister?“
Puschel nahm ihn hoch.
Puschel„Der hat heute frei.“
Er legte ihn ebenfalls zurück. Dann nahm er seinen Schokoladenkürbis und begann, das orangefarbene Papier auseinanderzufalten. Flauschi griff nach dem Karamellbonbon.
Flauschi„Ich nehme den Bürgermeister.“
Puschel hielt mit dem Auswickeln inne.
Puschel„Dann hat das Dorf ja keinen mehr.“

Flauschi schaute auf seinen fast leeren Teller.
Flauschi„Das Dorf ist doch schon weg.“
Puschel betrachtete die Schälchen für ihre Gäste. Dann grinste er.
Puschel„Stimmt. Alle umgezogen.“
Flauschi musste wieder kichern. Sie nahm das Karamellbonbon, und Puschel biss zufrieden in seinen Schokokürbis.