Halloween · 27 Tage noch ·
Raschel, raschel – wer ist da?

Noch 27 Tage bis Halloween! Am Gartenzaun winkten die beiden Papiergespenster vom Vortag. Unter ihnen lagen gelbe und rote Blätter auf dem Weg. Flauschi stellte einen kleinen Korb bereit. Flauschi„Wir sammeln nur die losen Blätter vom freien Weg“, sagte sie. Flauschi„Dann kann jeder gut zu unserem Fest kommen.“
Puschel legte eine braune Eichel auf den niedrigen Gartentisch. Er hatte sie auf dem Weg gefunden und wollte ihre kleine Kappe später genauer anschauen. Neben dem ganzen Kürbis sah sie winzig aus. Puschel„Du wartest hier“, sagte er und machte sich an die Arbeit.
Die beiden trugen ein paar trockene Blätter zum Korb. Ein kleiner Rest lag noch offen neben dem Weg. Da hörten sie: raschel, raschel. Puschel hielt inne. Flauschi spitzte die Ohren. Flauschi„Warst du das?“ Puschel„Nein“, flüsterte Puschel. Puschel„Vielleicht ist schon ein Festgast da!“
Wieder raschelte es. Ein Blatt zuckte. Puschel beugte sich vorsichtig vor und spähte um die wenigen Blätter herum. Puschel„Hallo? Möchtest du mitfeiern?“ Er blieb auf dem freien Weg. In die dichten Büsche neben dem Zaun schaute er nicht hinein. Dort sollte alles ungestört bleiben.
Flauschi entdeckte etwas Braunes am Rand eines Blattes. Flauschi„Unser Gast hat eine Kappe!“, sagte sie und zeigte darauf. Puschel blinzelte. Dann musste er lachen. Es war die Eichel! Puschel„Ach, du bist vom Tisch gerollt!“ Beim Blättersammeln hatte sein Schweif sie angestupst. Die Eichel war über die Tischkante gepurzelt und langsam durch die trockenen Blätter gekullert.
Flauschi hob sie auf. Flauschi„Ein ziemlich leiser Festgast.“ Puschel„Und ohne Einladung!“, kicherte Puschel. Diesmal legte er die Eichel in eine kleine Schale auf den Tisch. Dort konnte sie nicht gleich wieder davonrollen. Die beiden sammelten die letzten losen Blätter ein. Unter Sträuchern und in alten Laubhaufen ließen sie alles liegen.
Später knüllte Flauschi ein Stück übriges Bastelpapier ganz sanft. Raschel, raschel. Puschel schloss die Augen. Puschel„Ein winziger Papierwind?“ Flauschi„Fast!“, sagte Flauschi. Nun durfte er ein Geräusch machen. Sein Papier knisterte so leise, dass beide näher zusammenrückten.
Die Gespenster winkten am Zaun, der Weg war frei, und die Eichel ruhte in ihrer Schale. Flauschi„Heute haben wir einen neuen Festklang gefunden“, sagte Flauschi. Puschel nickte. Puschel„Ein freundliches Rascheln. Das reicht mir völlig.“ Gemeinsam lauschten sie noch einen Moment den echten Blättern im Wind.
Eure kleine Familienidee
Macht mit einem Stück Papier ein leises Rascheln. Wer möchte, schließt die Augen und rät, wie das Geräusch klingt: wie Blätter, Regen oder etwas ganz anderes? Wechselt euch ab; niemand muss die Augen schließen oder mitmachen.
Für Erwachsene: Lumi-Tipp für Erwachsene: Nutzt sauberes Papier und beginnt sehr leise. Kündigt das Geräusch an und beendet das Spiel, sobald jemand genug hat. Wenn ihr draußen Blätter sammelt, nehmt nur loses Laub vom freien Weg; lasst dichte Laubhaufen, Sträucher und mögliche Tierverstecke unberührt.
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