Halloween · 24 Tage noch ·
Ein Apfelmonster ohne Zähne

Noch 24 Tage bis Halloween! In der Küche fiel warmes Licht durch die beiden Rundfenster. Puschel setzte sich an den Holztisch. Puschel„Heute möchte ich ein Monster kennenlernen“, sagte er. Flauschi stellte zwei Teller vor sie hin. Flauschi„Ein freundliches?“ Puschel„Sehr freundlich. Aber mit einem großen Mund!“ Auf einer Schale lagen gewaschene Apfelstücke, die Flauschi schon vorbereitet hatte. Das Messer war längst weggeräumt.
Beide wuschen ihre Pfoten. Dann nahm Flauschi zwei kleine runde Apfelscheiben und legte sie als Augen auf ihren Teller. Ein kleines Stück wurde die Nase. Darunter ordnete sie gebogene Apfelspalten zu einem lächelnden Mund. Flauschi„Mein Monster schaut, als hätte es gerade etwas Lustiges gehört“, sagte sie. Puschel beugte sich neugierig vor. Puschel„Vielleicht mein Flüster-Buh von gestern.“
Nun war sein Teller dran. Er legte die Augen weit auseinander. Seine Apfelnase saß fast zwischen ihnen. Puschel„So sieht es bis zur Tür“, erklärte er. Für den Mund wählte er zwei gebogene Stücke. Das eine schob er nach links, das andere nach rechts. Doch ein Stück rutschte auf dem glatten Teller ein kleines bisschen weiter. Plötzlich hing eine Mundseite tiefer als die andere.
Puschel hielt inne. Puschel„Oh. Mein Monster hat ein schiefes Lächeln.“ Flauschi schaute erst auf den Teller, dann auf ihn. Flauschi„Vielleicht grinst es ganz besonders fröhlich.“ Puschel versuchte, die tiefe Seite hochzuschieben. Dabei wanderte die Nase zur Seite. Puschel„Jetzt schaut es, als würde es an seinem eigenen Ohr schnuppern!“ Beide kicherten. Puschel legte die Nase wieder zwischen die Augen.
Puschel„Braucht ein Monster nicht Zähne?“, fragte er. Flauschi schüttelte den Kopf. Flauschi„Unser Apfelmonster darf ohne Zähne lächeln.“ Sie betrachteten die beiden Teller. Keine Spitze und kein Stäbchen hielt die Stücke zusammen. Sie lagen einfach auf dem Teller. Puschel„Dann ist es ein Monster mit einem weichen Grinsen“, sagte Puschel. Puschel„Und meines grinst bergauf!“
Er hob eine Pfote neben seinen Mund. Puschel„Ich könnte ihm eine Stimme geben.“ Flauschi nickte. Flauschi„Wenn du magst.“ Puschel sprach ganz leise: Puschel„Hallo. Ich bin das schiefe Apfelmonster. Mein Mund hat einen Hügel.“ Flauschi antwortete für ihren Teller: Flauschi„Hallo. Meiner hat einen Bogen.“ Dann sprachen beide wieder mit ihren eigenen Stimmen. Die Monster waren nur ihr kleines Spiel.
Flauschi„Welches Stück essen wir zuerst?“, fragte Flauschi. Puschel sah seinen Teller an. Puschel„Die Nase. Dann kann es nicht mehr an seinem Ohr schnuppern.“ Sie nahmen kleine Stücke und aßen in Ruhe im Sitzen. Als ein Auge fehlte, sah sein Monster plötzlich aus, als zwinkere es. Puschel lachte erst, nachdem er fertig gekaut hatte. Puschel„Es verabschiedet sich!“
Zum Schluss standen nur die leeren Teller auf dem Tisch. Gemeinsam räumten sie auf. Flauschi„Beim Fest könnten wir wieder Obstgesichter legen“, sagte Flauschi. Flauschi„Wer möchte, macht mit.“ Puschel nickte. Puschel„Dann bekommt mein Monster wieder ein schiefes Lächeln.“ Draußen wartete der ganze Kürbis mit seiner hellen Sichel. Heute hatte er zwei lustige Apfelfreunde bekommen.
Eure kleine Familienidee
Erwachsene waschen bekanntes Obst und bereiten passende kleine Stücke vor. Legt gemeinsam ein freundliches Gesicht auf einen Teller – ein schiefes Lächeln ist willkommen. Keine Zahnstocher verwenden. Wer nicht mitmachen möchte, darf zuschauen. Esst anschließend in Ruhe im Sitzen.
Für Erwachsene: Lumi-Tipp für Erwachsene: Waschen Sie Obst und Hände, entfernen Sie Kerngehäuse und Kerne und schneiden Sie die Stücke passend zum Alter und zur Kaufähigkeit der Kinder. Bei Bedarf weich dünsten. Messer wegräumen; keine Zahnstocher oder unbekannten Früchte verwenden. Beim Essen sitzen bleiben und begleiten.
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