Halloween · 11 Tage noch ·

Gespensterkekse mit schiefen Augen

Puschel und Flauschi stehen am niedrigen Tisch ihrer bekannten Küche und betrachten abgekühlte Gespensterkekse auf einem Teller. Ein weiß glasierter Keks hat zwei schief versetzte Zuckeraugen und ein freundliches kleines Lächeln.
Der Keks mit den schiefen Augen wird zum freundlichen Türwächter auf dem Teller.

Auf dem kleinen Küchentisch stand ein Teller mit Gespensterkeksen. Sie waren längst fertig gebacken und vollständig abgekühlt. Puschel hatte sich die Pfoten gewaschen. Nun betrachtete er die weiße Glasur und die kleinen, flachen Zuckeraugen.

„Elf Tage bis Halloween“, sagte er. „Heute bekommen unsere Kekse Gesichter.“

Flauschi stellte eine kleine Schale Glasur dazu. „Und wir probieren erst einmal einen. Dann sehen wir, wie es geht.“

Puschel strich mit dem Löffel etwas Glasur auf einen Keks. Er legte zwei Zuckeraugen darauf. Das erste saß ziemlich weit oben. Das zweite wollte er genau daneben setzen.

Doch die Glasur war noch weich. Als Puschel den Teller schräg zu sich zog, rutschte das zweite Auge ein Stück nach unten.

„Huch!“, sagte er. „Das Gespenst schaut in zwei Richtungen.“

Er schob das Auge mit der Löffelspitze vorsichtig höher. Dabei glitt das andere ein kleines Stück zur Seite. Jetzt sah der Keks noch schiefer aus.

Puschel legte den Löffel ab. „Ich glaube, die Augen spielen Fangen.“

Flauschi beugte sich zum Teller. „Oder es schaut gleichzeitig nach großen und kleinen Gästen.“

Puschel betrachtete das obere Auge. Dann das untere. „Kann ein Keks das?“

„In unserer Festgeschichte schon. Dieser hier könnte der freundliche Türwächter sein.“

„Muss er dann alle erschrecken?“

„Nein. Er passt auf, dass jeder willkommen ist. Auch wer kein Buh hören möchte.“

Puschel lächelte. Mit einem winzigen Rest Glasur gab er dem Keks einen kleinen Mund. Der wurde ebenfalls ein bisschen krumm.

„Jetzt sagt er: Hereinspaziert!“, stellte Puschel fest. „Aber bitte langsam, meine Augen sind noch unterwegs.“

Beide kicherten. Dann ließen sie den Teller flach auf dem Tisch stehen, damit die Glasur fester werden konnte.

Beim nächsten Keks nahm Puschel weniger Glasur. Flauschi hielt den Teller ruhig, während er die Augen auflegte. Diesmal blieben sie nebeneinander.

„Der schaut geradeaus“, sagte Puschel. „Aber den Türwächter erkenne ich sofort wieder.“

Sie verzierten noch ein paar Kekse. Nicht jeder brauchte Zuckeraugen. Einer bekam nur einen kleinen Glasurpunkt, ein anderer blieb ganz schlicht. Es gab keine Pflicht, ein Gespenst zu mögen oder zu probieren.

Schließlich schob Flauschi die kleine Schale zur Seite. Auf dem Tisch war wieder Platz.

„Und wo wacht er jetzt?“, fragte Puschel.

„Hier auf dem Teller. An der echten Tür würden die Kekse nur im Weg stehen.“

Puschel nickte dem schiefen Gesicht zu. „Sehr gut. Dann begrüßt du heute unseren gemütlichen Kekspausenbesuch.“

Und bevor sie sich eine Pause gönnten, wuschen sie gemeinsam die klebrigen Löffel ab.

Eure kleine Familienidee

Verziert mit Erwachsenen fertige, vollständig abgekühlte Kekse mit einem freundlichen Gesicht. Ein schiefer Blick ist willkommen. Ihr könnt stattdessen ein Gespenst auf Papier gestalten; niemand muss etwas essen oder mitmachen.

Für Erwachsene: Lumi-Tipp für Erwachsene: Nur fertig gebackene, vollständig abgekühlte oder geeignete gekaufte Kekse verwenden. Zutaten und Dekoration auf Allergien und Verträglichkeit prüfen. Keine rohen Teigreste naschen. Für kleine Kinder auf harte Zuckeraugen verzichten und Augen aus weicher Glasur gestalten; altersgerecht begleiten. Dies ist eine Verzieridee, kein neues Rezept.

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