Gute Nacht Geschichten · 4. Geschichte
Puschel und das leise Weiterkuscheln

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Mit Erzählerin, Puschel und Flauschi · etwa 4 Minuten.
Im Schlafzimmer brannte noch das kleine Licht.
Puschel lag auf seinem grünen Kissen. Die rosa Strickdecke hielt ihn warm, und der kleine braune Teddy ruhte in seinem Arm.
Neben ihm rückte Flauschi ein wenig näher.
Puschel„Weißt du, was ich heute gefunden habe?“, fragte Puschel.
Flauschi„Was denn?“
Puschel„Einen besonders guten Zapfen.“
Flauschi lächelte.
Flauschi„Woran erkennt man einen besonders guten Zapfen?“
Puschel„Ich habe mich sofort nach ihm gebückt.“
Flauschi„Das ist natürlich ein Zeichen.“
Puschel nickte zufrieden.
Puschel„Er lag mitten auf dem Weg. Ich habe ihn auf einen Baumstumpf gesetzt. Da konnte ich ihn viel bequemer anschauen.“
Flauschi gähnte.
Puschel wartete, bis sie fertig war.
Es dauerte ein bisschen.
Puschel„Du bist schon ziemlich müde“, sagte er.
Flauschi„Ein bisschen“, murmelte Flauschi.
Sie legte ihre Pfote auf die Decke zwischen ihnen und schloss die Augen.
Puschel strich sanft darüber.
Puschel„Auf dem Baumstumpf lag auch ein Blatt“, erzählte er weiter. „Der Zapfen saß also nicht allein.“
Flauschi lächelte noch einmal.
Dann wurde ihr Gesicht ganz entspannt.
Puschel wartete einen Moment.
Puschel„Flauschi?“
Sie antwortete nicht. Ihr Atem ging ruhig, und ihre Wange war ein wenig tiefer ins Kissen gesunken.
Puschel schaute sie an.
Dann lächelte auch er.
Vorsichtig zog er die Strickdecke über ihre Schulter. Flauschi kuschelte sich darunter, ohne die Augen zu öffnen.
Puschel hielt still, bis sie wieder ganz ruhig lag.
Dann wandte er sich Teddy zu.
Puschel„Sie schläft schon“, flüsterte er.
Der kleine braune Bär lag mit seinem runden Ohr dicht an Puschels Wange.
Puschel rückte ihn behutsam zurecht.
Puschel„Ab jetzt kuscheln wir leise.“

Kaum hatte er das gesagt, musste er gähnen.
Er versuchte, den Mund nur ein kleines Stück zu öffnen.
Doch das Gähnen hatte offenbar mehr vor.
Es wurde groß.
Und noch ein bisschen größer.
Puschels Augen gingen dabei fast ganz zu. Als das Gähnen endlich vorbei war, schaute er vorsichtig zu Flauschi.
Sie schlief weiter.
Puschel atmete zufrieden aus.
Dann sah er Teddy an.
Puschel„Das war mit geschlossenem Mund geplant“, flüsterte er.
Teddy lag still in seinem Arm.
Puschel strich über dessen weichen Bauch.
Puschel„Du kannst das schon richtig gut. Du hast noch kein einziges Mal laut gegähnt.“
Er legte seine Wange wieder aufs Kissen.
Für einen Moment war alles genau richtig.
Die Decke lag warm über ihnen. Teddy passte in seine Armbeuge. Flauschis Pfote ruhte neben seiner.
Nur Puschels Nase kitzelte ein wenig.
Er hielt ganz still.
Das Kitzeln blieb.
Puschel schielte nach unten.
Teddys Ohr lag direkt unter seiner Nase.
Langsam schob er den kleinen Bären ein Stück tiefer.
Puschel„Ein bisschen weiter unten weiterkuscheln“, flüsterte er.
Jetzt kitzelte nichts mehr.
Puschel gab Teddy einen winzigen Kuss auf den Kopf und schaltete die Lampe aus.
Durch die runden Fenster fiel ein schwacher Nachtschimmer. Die Zweige draußen standen still.
Puschel ließ seine Pfote neben Flauschis liegen.
Eine Weile hörte er ihr beim Atmen zu.
Dann wurden seine Augen schwer.
Er machte es sich noch ein winziges bisschen gemütlicher und zog Teddy näher, gerade so weit, dass dessen Ohr unter seinem Kinn ruhte.
Diesmal blieb seine Nase frei.
Puschel lächelte.
Seine Pfote wurde locker. Seine Wange sank weich ins Kissen.
Flauschi schlief neben ihm.
Teddy lag geborgen in seinem Arm.
Und irgendwann kuschelte Puschel leise im Schlaf weiter.
