Staffel 5 · Folge 3 · Geschichte 3 von 5
Fußball & Sport
Mitspielen beginnt mit einer Frage
Die Insel der vergessenen Wünsche · Die Insel der leisen Wünsche

Der dritte Zettel an der Wunschtafel war kurz: „Ich möchte mitspielen, auch wenn ich noch übe.“ Puschel las ihn zweimal. Auf dem Spielplatz lag der weiche rote Ball, von dem die Wegehüterin erzählt hatte. Eine breite, ebene Wiese daneben bot Platz, weit genug vom Wasser entfernt.
Puschel„Dafür hätte ich sofort ein Spiel. Mit einem großen Tor und einem besonders großen Sieg!“
Flauschi„Vielleicht erst mit einer Frage.“
Puschel nahm den Ball aus der Materialschale. Flauschi stellte das Schiffchen auf einen Stein außerhalb der Wiese. Der Korb kam daneben. Dann standen beide auf dem trockenen Gras. Es gab kein Tor und noch keinen Spielplan.
Puschel„Möchtest du mit mir spielen?“
Flauschi„Ja. Aber heute möchte ich ruhige Pässe, keine Wettkampfrunde.“
Puschel„Dann ist unser erster Spielplan schon fertig.“
Flauschi stieß den Ball sanft mit dem Fuß an. Er rollte zu Puschel. Der stoppte ihn etwas zu spät, sodass er hinter seiner Pfote weiterkullerte. Puschel holte ihn auf der Wiese zurück und lachte über seinen eigenen überraschten Blick. Flauschi wartete, statt schon den nächsten Pass zu verlangen.
Sie rückten näher zusammen. Nun rollte der Ball langsamer zwischen ihnen hin und her. Wenn ein Pass daneben ging, hielten sie kurz an und begannen neu. Manchmal wollte einer nur zuschauen. Auch das durfte Teil ihrer Spielzeit sein.
Puschel„Wenn derjenige vom Zettel jetzt käme, könnten wir ihn gleich mitspielen lassen.“
Flauschi„Wir könnten ihn fragen. Vielleicht möchte er lieber erst zusehen oder später kommen.“
Puschel nickte. Das leere Stück Wiese neben ihnen war keine Lücke, die er sofort füllen musste. Es konnte einfach Platz für jemanden bleiben.
Puschel„Und wenn er gar nicht kommt?“
Flauschi„Dann haben wir trotzdem geübt, wie wir ihn freundlich einladen können.“
Als sie genug hatten, legten sie den Ball zurück. Keinen unbekannten Wunsch erklärten sie für erledigt. Aber Puschel hatte einen Satz gefunden, der wichtiger war als jede Torjubelrede: Möchtest du mitspielen?