Naturwissen für Kinder und FamilienSchrift & Ansicht
Puschel und Flauschi sind ausgedachte Begleiter. Die Sachtexte und Naturzeichnungen handeln von echten Tieren.
Vier Arten kennenlernen · Genau vergleichen
Welche Eichhörnchenarten gibt es?
Nicht jedes rote Hörnchen gehört zur selben Art. Und ein dunkles Tier ist nicht automatisch ein Grauhörnchen. Wir stellen vier ausgewählte baumlebende Arten mit Naturzeichnungen, Herkunft und typischen Merkmalen vor.
Das ist ein erster Vergleich, keine vollständige Liste aller Hörnchen weltweit.
Vier Arten – vier Naturporträts
Die Zeichnungen zeigen jeweils eine mögliche Fellform. Sie sind nicht im gleichen Größenmaßstab dargestellt. Bitte vergleiche die Körpergröße nicht anhand der Bildgröße. Für die Bestimmung zählen mehrere Merkmale und der Beobachtungsort zusammen.
Eurasisches Eichhörnchen
Sciurus vulgaris
Gezeigt: rotbraune Fellform mit Ohrpinseln (Wintermerkmale) · KI-Naturzeichnung.
Auf einen Blick
Ohrpinsel besonders im Winter
Weißlicher bis cremefarbener Bauch
Rückenfarbe: rotbraun bis sehr dunkel
Ein einzelnes Merkmal genügt nicht. Vergleiche mehrere Hinweise und den Fundort zusammen.
Beide Fellformen gehören zu Sciurus vulgaris. Dunkles Fell allein bestimmt keine Art: Auch Grauhörnchen können dunkel sein.
Mehr über diese Art
Ursprüngliche Heimat
Große Teile Europas und des nördlichen Asiens. Diese Art ist auch in Deutschland heimisch.
Woran du denken kannst
Heller Bauch, langer buschiger Schwanz und besonders im Winter oft deutliche Ohrpinsel. Das Rückenfell kann rötlich, braun oder sehr dunkel sein.
So lebt es
Es nutzt Wälder ebenso wie geeignete Parks und Gärten. Nahrung versteckt es an verschiedenen Stellen.
Leicht zu verwechseln
Im Sommer können die Ohrpinsel fehlen. Ein schwarzes oder grau wirkendes Tier kann trotzdem zur heimischen Art gehören.
Gezeigt: eine graumelierte Fellform mit hellem Schwanzrand · KI-Naturzeichnung.
Auf einen Blick
Silbrig-heller Schwanzsaum in dieser Fellform
Keine langen Ohrpinsel
Oft bräunliche Partien im grauen Fell
Ein einzelnes Merkmal genügt nicht. Vergleiche mehrere Hinweise und den Fundort zusammen.
Mehr über diese Art
Ursprüngliche Heimat
Der Osten Nordamerikas. Durch Menschen gelangte es auch in andere Regionen.
Woran du denken kannst
Oft graumeliertes Fell mit bräunlichen Partien, heller Bauch und silbrig-weiße Spitzen der Schwanzhaare. Lange Ohrpinsel wie beim heimischen Tier im Winter fehlen.
So lebt es
Es kommt in Laubwäldern sowie in Parks und Gärten vor und vergräbt Nahrungsvorräte.
Leicht zu verwechseln
Auch Grauhörnchen können rötliche Partien oder dunkles Fell haben. Erwachsene sind meist kräftiger als Eurasische Eichhörnchen; ein Jungtier kann diesen Größenunterschied verwischen.
Gezeigt: eine häufige orange-graubraune Fellform · KI-Naturzeichnung.
Auf einen Blick
Häufig orange bis rostrote Unterseite
Oft warm gefärbter Schwanzrand
Fellfärbung regional sehr verschieden
Ein einzelnes Merkmal genügt nicht. Vergleiche mehrere Hinweise und den Fundort zusammen.
Mehr über diese Art
Ursprüngliche Heimat
Vor allem der östliche Teil der USA. Es lebt auch in weiteren Gebieten, in die Menschen es gebracht haben.
Woran du denken kannst
Kräftiger Körper; in vielen Populationen graubrauner Rücken und ein gelblich-oranger bis rostroter Bauch. Auch Schwanzränder und Füße wirken oft warm orangebraun.
So lebt es
Es nutzt unter anderem offene Wälder, Waldränder und baumreiche Siedlungen. Baumhöhlen oder Zweignester dienen als Unterschlupf.
Leicht zu verwechseln
Es ist meist größer und schwerer gebaut als das Grauhörnchen. Die Fellfarben unterscheiden sich aber regional: Nicht jedes Fuchshörnchen sieht wie unsere Zeichnung aus.
Gezeigt: Sommerfell mit heller Augenumrandung und dunkler Seitenlinie · KI-Naturzeichnung.
Auf einen Blick
Dunkle Seitenlinie besonders im Sommer
Heller Augenring – kein Alleinmerkmal
Weniger üppiger Schwanz
Ein einzelnes Merkmal genügt nicht. Vergleiche mehrere Hinweise und den Fundort zusammen.
Mehr über diese Art
Ursprüngliche Heimat
Große Teile Nordamerikas, darunter Kanada, Alaska und verschiedene Waldregionen der USA.
Woran du denken kannst
Kleiner als ein Grauhörnchen, mit auffälligem hellem Augenring und weißlicher Unterseite. Im Sommer kann eine dunkle Linie Rücken und Bauch seitlich voneinander absetzen. Der Schwanz ist weniger üppig als bei vielen anderen Baumhörnchen.
So lebt es
Es nutzt besonders Nadelwälder. An wiederholt genutzten Fress- und Vorratsplätzen können viele Zapfenschuppen liegen.
Leicht zu verwechseln
Auf Englisch heißt auch diese Art „red squirrel“. Sie ist trotzdem nicht unser Eurasisches Eichhörnchen. Die dunkle Seitenlinie ist nicht zu jeder Jahreszeit gleich deutlich. Auch diese Art kann im Winter Ohrpinsel tragen. Ein heller Augenring kommt außerdem bei Grauhörnchen vor und trennt die Arten allein nicht sicher.
Diese Hinweise gelten für typische Erscheinungsformen. Sie sind kein sicherer Bestimmungsschlüssel. Alter, Jahreszeit, Fellvariation und Perspektive können täuschen.
Die vier Arten auf einen Blick
Art
Typische Hinweise
Was nicht genügt
Eurasisches Eichhörnchen
Heller Bauch; im Winter oft Ohrpinsel; sehr variable Rückenfarbe.
„Es ist rot“ oder „es ist schwarz“.
Grauhörnchen
Heller Schwanzsaum; keine langen Ohrpinsel; Erwachsene meist kräftiger als die heimische Art.
„Es ist grau“ oder „es hat keine Ohrpinsel“.
Fuchshörnchen
Häufig orangegelber Bauch und Schwanzrand; meist kräftiger als ein Grauhörnchen.
Die Bauchfarbe ohne Blick auf regionale Varianten und andere Merkmale.
Amerikanisches Rothörnchen
Kleiner als das Grauhörnchen; heller Augenring; im Sommer oft dunkle Seitenlinie.
Augenring oder Ohrpinsel allein; auch der englische Name „red squirrel“ reicht nicht.
Eine Fellfarbe ist keine eigene Art. Ein rotbraunes und ein schwarzes Eurasisches Eichhörnchen können beide Sciurus vulgaris sein. Der wissenschaftliche Name hilft, wenn Alltagsnamen unklar sind.
Die ersten drei vorgestellten Arten gehören zur Gattung Sciurus. Das Amerikanische Rothörnchen gehört zur Gattung Tamiasciurus. Alle vier gehören zur Familie der Hörnchen, wissenschaftlich Sciuridae.
Zur großen Hörnchenfamilie gehören außerdem beispielsweise Streifenhörnchen, Gleithörnchen und Murmeltiere. Nicht alle leben überwiegend auf Bäumen. Unsere vier Porträts zeigen also nur einen kleinen Ausschnitt dieser Verwandtschaft.
Heimisch ist eine Art in einem Gebiet, in dem sie natürlicherweise vorkommt. Unser Eurasisches Eichhörnchen ist in Deutschland heimisch. Das Grauhörnchen stammt aus Nordamerika; Menschen haben es unter anderem nach Großbritannien gebracht. Dort kann es mit dem Eurasischen Eichhörnchen um Nahrung und Lebensraum konkurrieren.
„Heimisch“ und „eingeführt“ beziehen sich auf einen Ort, nicht auf gute oder böse Tiere. Aus einer grauen Fellfarbe darfst du keine solche Einordnung ableiten. Tiere nicht fangen, umsetzen oder für eine Bestimmung anlocken; Beobachtungen lassen sich mit Fotos aus Abstand und fachlicher Hilfe klären.
Ein Tier ist schwarz. Muss es ein Grauhörnchen sein?
Nein. Auch unser Eurasisches Eichhörnchen kann sehr dunkles Fell haben. Vergleiche mehrere Merkmale und den Beobachtungsort.
Warum sind die Bilder kein Größenvergleich?
Jedes Tier ist so gezeichnet, dass du seine Merkmale gut sehen kannst. Die Zeichnungen haben keinen gemeinsamen Maßstab. Ein gleich großes Bild bedeutet deshalb nicht, dass die Tiere gleich groß sind.
Sind „red squirrels“ in Europa und Nordamerika immer dieselbe Art?
Nein. In Europa kann damit das Eurasische Eichhörnchen gemeint sein, in Nordamerika das Amerikanische Rothörnchen. Die wissenschaftlichen Namen unterscheiden sie: Sciurus vulgaris und Tamiasciurus hudsonicus.
Über Bilder und Quellen
Die Naturporträts sind KI-Illustrationen typischer Erscheinungsformen, keine Tieraufnahmen und keine maßgenauen Bestimmungstafeln. Anatomie und dargestellte Merkmale wurden visuell mit den verlinkten Fachquellen abgeglichen. Die Sachtexte sind eigenständig formuliert; Stand 23. Oktober 2026. Verlinkte Behörden, Forschungseinrichtungen und Verbände sind Quellen, keine Kooperationspartner.